Kiel: Stadtmuseum zeigt Ausstellung „Kiel, Chanukka 1931. Rahel Posners Foto erzählt“

Kiel. Rahel Posner, die Frau des Kieler Rabbiners, fotografierte zum Chanukkafest (1) im Dezember 1931 ein symbolstarkes Motiv: den Chanukka-Leuchter der Familie auf einem Fensterbrett ihrer Wohnung am Sophienblatt 60. Im Hintergrund ist die Hakenkreuzfahne an der Kreisgeschäftsstelle der NSDAP auf der anderen Straßenseite zu sehen. Das Foto steht nun im Mittelpunkt der Ausstellung „Kiel, Chanukka 1931. Rahel Posners Foto erzählt“ des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. 

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Stefan Schmidt wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Stefan Schmidt (* 9. Oktober 1941 in Stettin) ist ein deutscher Kapitän und Flüchtlingsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein. Bekannt wurde er durch die Rettung von 37 Personen aus Seenot mit dem Schiff Cap Anamur im Jahr 2004. Dafür wurde er von einem italienischen Gericht wegen Schleusung angeklagt und erst 2009 freigesprochen. 2011 und erneut 2017 wurde er durch den Landtag von Schleswig-Holstein zum ehrenamtlichen Landesflüchtlings- und Zuwanderungsbeauftragten gewählt. Am 13. September 2022 wird Schmidt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Alle Hintergründe dazu in diesem Blogartikel

Am 13. September 2022 wird der schleswig-holsteinische Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen, Stefan Schmidt (i. B. re., Archiv), mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Ministerpräsident Daniel Günther überreicht die Auszeichnung des Bundespräsidenten in Kiel.

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Flensburg: Stolperstein Große Straße 54

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

Die Geschichte um das Schicksal von Arnold Bastian (Jg. 1908), Große Straße 54, ist eng verbunden mit der Verfolgung von Homosexuellen in der Nazizeit. Doch dieses schwarze deutsche Kapitel wäre nicht vollständig, wurden doch männliche Homosexuelle auch in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin verfolgt – bis 1994! Dieses ermöglichte der sogenannte „Schwulenparagraph“ (Strafparagraph 175).

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50 Jahre danach: Revival der Olympia-Rallye von 1972 startet in „Kiel.Sailing.City“

Kurz vor dem Auftakt der Olympischen Sommerspiele 1972 fand in Deutschland die bislang größte Rallye-Veranstaltung statt. Das Rennen startete damals in Kiel und führte die Teams bis zum Olympiastadion in München. Diese Rallye war zudem die Geburtsstunde der internationalen Motorsport-Karriere des zweimaligen Weltmeisters Walter Röhrl.

Die Geschichte wird nacherzählt und neu geschrieben: 50 Jahre später geht es erneut von Kiel nach München. Dabei bewegt sich der Tross mit 197 Fahrzeugen in sechs Tagesetappen vom 8. bis 13. August über insgesamt 2.252 Kilometer. Das Teilnehmerfeld kommt aus acht Nationen und setzt sich aus 44 verschiedenen Fahrzeug-Marken und 175 verschiedenen Fahrzeugtypen von Baujahr 1950 bis 1995 zusammen – und auch Walter Röhrl ist wieder dabei.

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100 Jahre Kieler Grüngürtel: Auf dem Stadt.Garten.Wander.Weg durch die Gärten der Stadt

Seit 100 Jahren prägt der Kieler Grüngürtel das Stadtbild mit seiner Vielfalt aus Kleingärten, Wäldern, Seen, Friedhöfen, Tiergehegen sowie Landschafts- und Naturschutzgebieten. Er geht zurück auf den 1922 verabschiedeten Grünflächen- und Siedlungsplan, mit dem Stadtbaurat Willy Hahn (1887–1930) und Landschaftsarchitekt Leberecht Migge (1881–1935) eine grundlegend neue städtebauliche Vision für Kiel vorlegten.

Anlässlich des 100. Jubiläums lädt das Grünflächenamt alle Kieler/- innen und auswärtige Gäste dazu ein, den Grüngürtel neu zu entdecken. Das Veranstaltungsprogramm beginnt offiziell am 15. Juni mit einem Vortrag zum Kieler Grüngürtel, in den Sommer- und Herbstmonaten folgen zahlreiche weitere Termine. Pünktlich zum Jubiläum wird auch der Verlauf des neuen Stadt.Garten.Wander.Wegs digital veröffentlicht. Auf diesem Weg kann auf 44,5 Kilometern Länge der gesamte Grüngürtel von Schilksee bis zum Strand Hasselfelde in Dietrichsdorf durchwandert werden (siehe Link mit allen weiterführenden Infos).

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Kiel: Flandernbunker goes digital – neue Digitalstrategie und 3-D-Rundgang

Der Kieler Flandernbunker präsentiert sich als ein kompakter, trutziger grauer Betonwürfel. Doch der Eindruck täuscht, … es gibt jetzt sogar einen 3-D-Rundgang

Der Flandernbunker kann seit dem 10. Mai nun auch digital besucht werden. Durch Fördermittel aus dem Programm Neustart Kultur und eine Kooperation mit Dataport konnte der Kieler Erinnerungsort in einem virtuellen 3-D-Rundgang erschlossen und zugänglich gemacht werden. Der 3-D-Rundgang ist Teil einer neuen Digitalstrategie, die der Trägerverein Mahnmal Kilian auch für seine künftige Vermittlungsarbeit auf den Weg bringt.

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Lesung & Gespräch: „Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen. Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Itzehoe“

Michael Legband hat mit „Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen“ ein ebenso repräsentatives und persönliches Buch vorgelegt.
Mein ganz persönliches Stück Itzehoe – irgendwie ein Lebensthema“, überschreibt er das Geleitwort

Das Buch „Das Mahnmal – 75 Jahre gegen das Vergessen. Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Itzehoe“ von Michael Legband gewährt tiefe Einblicke in den Leidensweg des ungarischen Juden Trebitsch in deutschen Vernichtungs- und Konzentrationslagern, beschreibt dessen Wirken nach der Befreiung von der NS-Tyrannei in der Störstadt Itzehoe (Kreis Steinburg) und seine Bedeutung für die europäische Film- und Fernsehlandschaft. 

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Gräberfeld von Flintbek b. Kiel: Wurde das Rad in Norddeutschland erfunden?

Das Gräberfeld von Flintbek ist ein archäologischer Fundplatz in der Gemeinde Flintbek im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Unter der jüngeren Hälfte der Einfassung wurden die Spurrillen von Wagenrädern entdeckt … es kommt einer Sensation gleich

++ 3400 vor unserer Zeitrechnung: Weltweit älteste Radspuren in Norddeutschland gefunden ++ Es ist die wohl wichtigste Erfindung der Menschheit: das Rad. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass es im Nahen Osten entstanden ist. Doch dunkle Spuren in einer Ausgrabungsstätte bei Kiel stellen diese Theorie nun auf den Kopf.

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Kiel feiert 50 Jahre Olympische Spiele 1972 – sportliches und kulturelles Jubiläumsprogramm 

1972 war Kiel Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. Die Regatten im neu geschaffenen Olympiazentrum in Schilksee begründeten Kiels Ruf als „Weltstadt des Segelns“. Die Wettbewerbe hatten aber auch großen Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung Kiels.

In diesem Jahr jährt sich die Austragung der Olympischen Spiele in München und Kiel zum 50. Mal. Dieses Jubiläum soll in Kiel.Sailing.City. in der Zeit vom 6. August bis zum 8. September 2022 mit einem bunten Programm gefeiert werden. Geplant sind verschiedene Sport- und Kulturveranstaltungen. Für eine besondere Ausstellung und für ein Filmprojekt werden Erinnerungsstücke und Aufnahmen gesucht.

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,,Gorch Fock“ läuft in Kiel ein – ­Rückkehr vom ersten Ausbildungstörn nach Sanierung

Die Gorch Fock, in der Literatur bisweilen als Gorch Fock II bezeichnet, ist ein 1958 in Dienst gestelltes, als Bark getakeltes Segelschulschiff der Deutschen Marine. Sie ist ein neueres Schwesterschiff der im Jahr 1933 gebauten ersten Gorch Fock und wie diese nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt.

Das Segelschulschiff ,,Gorch Fock“ hat heute (Freitag) wieder in seinem Heimathafen Kiel festgemacht. Der Dreimaster kehrte von der ersten Ausbildungsreise seit der sechsjährigen Sanierungspause in die Kieler Förde zurück. Mit an Bord: Parlamentsvizepräsidentin Annabell Krämer, die in der Heikendorfer Bucht zugestiegen war. Sie hieß das Patenschiff des Landtages in den heimischen Gewässern willkommen und würdigte den Einsatz der
Soldatinnen und Soldaten und des langjährigen Kapitäns Nils Brandt.

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