Flensburg: Stolperstein Junkerhohlweg 13a

Stolpersteine erzählen erstmal nicht viel. Es werden nackte Zahlen, nackte Wörter, nackte Fakten genannt. Doch dahinter verbergen sich Schicksale in Fleisch und Blut und Seele(n). Und um Menschen. Um diese soll es gehen. Im aktuellen Beitrag um Emil Jessen

Die Verlegung des Stolpersteins im Flensburger Junkerhohlweg 13a liegt ein wenig zurück: Am 21.11.2019 hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig in Flensburg insgesamt drei Stolpersteine gesetzt. Die erstmalige Verlegung von Steinen fand 2003 statt. Mittlerweile sind es insgesamt 27 Stolpersteine geworden (Stand 2022). Am 21.11.2019 waren dies die Stolpersteine Nummer fünfundzwanzig (in der Großen Straße) und sechsundzwanzig (Dorotheenstraße 28) und siebenundzwanzig im Junkerhohlweg 13a. Um Letztgenannten, zu Gedanken an Emil Jessen, geht es in diesem Text.

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Barrierefrei/-arm durch Schleswig-Holstein: Beispiel „Ein Flensburg für alle“

Jeder einzelne Mensch, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, hat das Recht auf eine volle und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Oftmals gibt es im Alltag jedoch Hürden, die Menschen mit Behinderung oder (Mobilitäts-)Einschränkungen die Inklusion erschweren. Daher ist eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt immens wichtig, um alle Menschen gleichermaßen zu berücksichtigen. Das betrifft auch den Tourismus. In Schleswig-Holstein gibt es bereits gute touristische Projekte und Angebote zum Thema Barrierefreiheit. Diese sind essenziell für beeinträchtigte Gäste – zugutekommen sie aber allen. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH hat ein paar Beispiele aus dem Land zusammengetragen.

Ein Flensburg für alle! – so lautet der Titel eines Projekts, bestehend aus Mitgliedern der Lebenshilfe mit und ohne Behinderung. Ziel des Projekts ist es, den Freizeitbereich in der Stadt barrierefrei zu gestalten. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstand der „Flensburger PLUSpunkt“ – ein Kennzeichen, das an Geschäfte und Einrichtungen vergeben wird. Mehr darüber in diesem Artikel.

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Flensburg: Wanderausstellung: „Der lange Weg – Aus der Vergangenheit lernen-Zukunft gestalten“

Vom 29. September bis zum 2. Oktober 2022 wird in der Freien Waldorfschule Flensburg die Wanderausstellung „Der lange Weg – Aus Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. Landesverband Schleswig-Holstein präsentiert. In diesem Rahmen wird auch das Projekt Gedenkstelle Valentiner Allee vorgestellt.

Seit Herbst 2021 zeigt der Verband Deutscher Sinti und Roma e.V., Landesverband Schleswig-Holstein, an verschiedenen Orten diese Wanderausstellung (Kurator: Jens Rönnau) und setzt im Rahmen der Aufklärung und im Kampf gegen den Antiziganismus (1) damit ein weiteres Zeichen, um Information, Austausch, Präsenz und Begegnung zu ermöglichen und zu fördern.

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Doku“Einfach Mensch! Bis ans Limit“u.a. mit Deutschlanddurchquerung von Flensburg nach Oberstdorf

Mit jeder Menge Energie meistern sie ihre Barrieren im Sport mühelos, gehen bis an ihre Belastungsgrenzen: Maximilian Schwarzhuber und Amos Donath leben trotz körperlicher Einschränkung ihre sportlichen Träume. Die 3sat-Reihe „Einfach Mensch!“ stellt in der Sendung „Bis ans Limit“ die beiden vor. Für Maximilian Schwarzhuber stand am 6. Mai 2022 ein gigantisches Vorhaben auf den Plan: Die Deutschlanddurchquerung von Flensburg nach Garmisch.

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Fahrensodde, die Nazis und die Sache mit den 26 Leichen am Badestand

Der Ort Fahrensodde (dänisch Farensodde oder auch Farnæsodde) ist ein Küstenvorsprung mit gleichnamigem Strand, Straße sowie Fischerei- und Yachthafen an der Flensburger Innenförde. Mai 1945, zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden am Badestrand von Fahrensodde 26 Leichen von SS-Leuten verscharrt. Alle Hintergründe dazu im folgenden Artikel

Die beschaulich an der Flensburger Förde liegende Siedlung namens Fahrensodde, wurde 1583 erstmals erwähnt. Sie weist auf eine Landzunge (dänisch: odde) hin, die zur Überfahrt nach Kollund (Dänemark) genutzt wurde. Die damals aus fünf Katen bestehende Siedlung gehörte zu Twedter Holz. Fahrensodde ist erreichbar über den Hauptzufahrtsweg Twedter Strandweg, der dem Stadtbezirk Solitüde zugeordnet ist. Oberhalb von Fahrensodde liegt das Ferienhaus- und Wohngebiet „Strandfrieden“, das mit Fahrensodde optisch verwachsen ist. Alles andere als „friedlich“ ist zu bezeichnen, was sich im Mai 1945 in Fahrensodde ereignete – war da doch die Sache mit den 26 Leichen am Badestrand.

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Flensburg: ECMI präsentiert sich am „Tag des offenen Denkmals“ im Kompagnietor  

Das Kompagnietor ist eine der Sehenswürdigkeiten Flensburgs an dessen Hafen. Das Tor aus dem 17. Jahrhundert hatte einen mittelalterlichen Vorgängerbau, mit dem gleichen Namen. Seit 1997 ist das Kompagnietor Sitz des Europäischen Zentrums für Minderheitenfragen (European Centre for Minority Issues, Abk. ECMI)

Das Europäische Zentrums für Minderheitenfragen (ECMI) öffnet seine Türen am 11. September 2022 für die Öffentlichkeit. Anlass ist der Tag des offenen Denkmals. Von 12:00­ – 15:00 Uhr sind Neugierige eingeladen, mehr über die maritime Geschichte des historischen Gebäudes und die heutige Arbeit des ECMI zu erfahren. Ein buntes Kinderprogramm sowie eine kleine Stärkung für Groß und Klein, runden das Programm ab.

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Flensburg: Die lange Geschichte um das Deserteursdenkmal

Über die Aufstellung des Deserteur-Denkmals auf dem Platz der Gärtner am Rande der Roten Straße wurde lange gestritten. Es wurde 1994 im Auftrag der Gruppe „Christen für die Abrüstung“ vom marokkanischen Künstler Miloudi Assila während seines Aufenthalts in Flensburg geschaffen und stand lange Jahre versteckt auf einem Hinterhof.

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Rüdiger Wolff schenkt der Stadt Flensburg seine Kunstsammlung

Rüdiger Wolff ist Schauspieler, Moderator sowie Sänger, Komponist und Texter. Er wurde am 30. Mai 1953 in Eckernförde geboren, wuchs in Flensburg auf. Und dort hatte er im Alter von acht Jahren in der Kirche St. Michael seinen ersten Gesangsauftritt. Vier Jahre später wurde er ausgewählt, einen der drei Knaben in Mozarts Zauberflöte an den Städtischen Bühnen seiner Heimatstadt zu singen. Nach kleineren Rollen an diesem Theater spielte er dann dort 1973 an der „Niederdeutschen Bühne“ (NDB) seine erste Hauptrolle. Später besuchte in Hamburg die Universität und das renommierte “Hamburgische Schauspielstudio”. Wolff lebt in Hamburg und ist offizieller Botschafter seiner Heimatstadt Flensburg. Dieser bereitet er nun ein ganz besonderes Geschenk

Der Schauspieler, Sänger und langjährige NDR-Fernsehmoderator Rüdiger Wolff schenkt seine umfangreiche Sammlung seiner Heimatstadt Flensburg. Insgesamt 236 hochkarätige Kunstwerke, zumeist Original- und Druckgrafiken, gehören bald zur Sammlung des Museumsbergs Flensburg.
Rüdiger Wolff dazu:

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TV-Tipp: Mordsschwestern – Verbrechen ist Familiensache

Krimi-Fans aufgepasst: Im ZDF läuft eine neue Reihe am Freitagabend: „Mordsschwestern“. Handlungsort: Das schöne Flensburg in Schleswig-Holstein.

Das Schwestern-Duo wird zu einem schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht gerufen. Vor Ort müssen sie mit Schrecken feststellen, dass sie eines der Opfer kennen. Auch wenn es gewaltigen Druck von oben gibt, den Fall so schnell wie möglich abzuschließen, wird Viktoria das Gefühl nicht los, dass mehr dahintersteckt. Die Puzzleteile scheinen noch nicht ganz zusammenzupassen.

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Flensburg: Stolperstein Neue Straße 3

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Nach dem Motto: „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist!“ will Gunter Demnig die Erinnerung an das Schicksal von Menschen wach halten, die von den Nazis ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Er will den verfolgten und ermordeten jüdischen Menschen, den Sinti und Roma, den Zeugen Jehovas, den Homosexuellen und Euthanasieopfern sowie den politisch Verfolgten, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihren Namen und ihre Identität wiedergeben und darüber hinaus darauf hinweisen, dass deren Verfolgung und Deportation mitten in der Gesellschaft stattfand.

Insgesamt wurden in Flensburg bisher 30 Stolpersteine (Stand: August 2022) verlegt, 20 erinnern an jüdische Opfer, 10 an Homosexuelle, Euthanasieopfer und politisch Verfolgte. Am 28.02.2022 wurde vor dem Hause Neue Straße 3 ein Stolperstein für Wilhelm Ringgaard in den Bürgersteig eingelassen – er war ein Widerstandskämpfer.

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