Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Pidder Lüng

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt.

Pidder Lüng (auch „Lyng“ geschrieben) ist eine Ballade des deutschen Dichters Detlev von Liliencron (1844–1909). Das vor allem an der deutschen Nordseeküste bekannte Gedicht (1) beschreibt historisierend den Widerstand der mittelalterlichen friesischen Bevölkerung. Dieser personalisiert sich in der Figur des Sylter Fischers Pidder Lüng. Lehnt er sich doch auf gegen die dänische Herrschaft, für die Henning Pogwisch, der Amtmann von Tondern, steht.

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Sylt: „Hindenburgdamm“ – oder wie?

Die häufig bestrittene offizielle Namensgebung lässt sich aus zeitgenössischen Dokumenten genau rekonstruieren. Grund genug uns im folgenden Blogbeitrag näher mit dem Thema zu beschäftigen, tauchen wir also ab in die Geschichte …

Der sogenannte Hindenburgdamm ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für einen Eisenbahndamm, im höchsten nordwestlichen Zipfel Deutschlands, nahe der Deutsch-Dänischen-Grenze. Er bindet die nordfriesische Insel Sylt an das Festland der Kimbrischen Halbinsel (1) an. Die Bezeichnung Hindenburgdamm wird häufig diskutiert, so auch aktuell.

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29. Dezember 1970 – Der „Nivea-Express“ tritt seine letzte Reise an

Die Sylter Inselbahn, im Volksmund auch Rasende Emma genannt, war eine Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite, die von 1888 bis 1970 auf der nordfriesischen Insel Sylt in Betrieb war.

Wir schreiben den 29. Dezember 1970. Mit einer Massenkundgebung im Pariser Mutualité-Saal begeht die französische KP ihr 50-Jähriges Bestehen. Im Bayerischen Fernsehen wird über die „Armee der Pistenrutscher“ berichtet und hoch im Norden in unserem schönen Schleswig-Holstein, auf Sylt, müssen Eisenbahn-Enthusiasten weinen: Die letzte Fahrt des „Dünen“ (auch Nivea) Expreß“ wird eingeläutet. Zeichnen wir diese lesenswerte Geschichte nach.

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Herbstliche Spezialitäten: Sylter Royal

Dreihundert Meter vom Lister Strand (auf der Insel Sylt) entfernt stehen im Wattenmeer seltsame Gebilde, sie sehen aus wie kleine Tische. „Dort ziehen wir unsere Austern, die Sylter Royal, bis zur Konsumreife heran“, erklärt Christoffer Bohlig von Dittmeyer´s Austern-Compagnie , „…in der Regel haben sie dann ein Gewicht von 80 bis 100 Gramm.“

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Herbstliche Spezialitäten: Krähenbeere, Quitte, Cranberry auf Sylt

Wer kennt denn die Krähenbeere. „Ich bin schon immer gern durch die Sylter Natur gestreift, um Beeren und Früchte zu finden und zu sammeln“, sagt Sabine Clahsen aus Morsum, „… es gibt reichlich. Man muss nur wissen, wo – und was man damit machen kann!“ Marmeladen kann man damit herstellen. Zum Beispiel.

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Schleswig: Ausstellung „Heinz Reinefarth: Vom NS-Kriegsverbrecher zum Landtagsabgeordneten“

Heinz Reinefarth, eigentlich Heinrich Reinefarth, (* 26. Dezember 1903 in Gnesen, Provinz Posen, Königreich Preußen; † 7. Mai 1979 in Westerland, Sylt) war ein deutscher SS-Gruppenführer, Generalleutnant der Waffen-SS und Polizei. Reinefarth war u. a. für die Niederschlagung des Warschauer Aufstandes verantwortlich, bei der allein im Warschauer Stadtteil Wola 20.000 bis 50.000 Zivilisten von den Truppen unter seinem Befehl erschossen wurden.
Für seine Taten wurde Reinefarth nie belangt. Es gelang ihm im Gegenteil, in der Nachkriegszeit eine politische Karriere einzuschlagen, bei der er Abgeordneter des Schleswig-Holsteinischen Landtages und Bürgermeister von Westerland auf Sylt wurde.
Über die Person Reinefarth gibt es noch bis 31. März 2023 eine Ausstellung im Landesarchiv Schleswig-Holstein – zuzüglich umfassendes Begleitprogramm

„Heinz Reinefarth: Vom NS-Kriegsverbrecher zum Landtagsabgeordneten“ heißt die Ausstellung im Prinzenpalais (1) in Schleswig. Das Landesarchiv stellt mit Reinefarth einen typischen Vertreter der führenden Vertreter des NS-Staates vor, die nach dem Ende des Krieges Karriere in der Bundesrepublik gemacht haben. 

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Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Die Lüngsage – Jens Lüng

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt.

Als Jens Lüng auf List wohnte, kam einst ein fürchterlicher Sturm und ein so hohes Wasser, daß ganz List unterging bis auf die Kirche und Jens Lüngs Haus; alle Leute daselbst ertranken bis auf Jens Lüng und eine Jungfrau Mett oder Merret.

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Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Hexentanz auf dem Buder

Es ist nicht immer so still gewesen auf Hörnum, wie es jetzt ist. Als die meisten der alten einheimischen Hörnumer Heringsfischer, die wegen der Rochelgeschichte und wegen des Aufruhrs einst hatten flüchten müssen, tot waren – viele waren ertrunken -, kehrten die übrigen wieder heim nach Hörnum. Sie brachten aber so viele fremde Fischer und Seeräuber, die sie während ihrer Abwesenheit getroffen und kennengelernt hatten, mit nach Hause nach dem Hafem am Buder (1), daß diese die Mehrzahl ausmachten und das Kommando an sich rissen.

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Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Die Lüngsage – Die Witwe im Wardüntal

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt.

Jens Lüngs fromme Witwe erzog ihre beiden Kinder in Dürftigkeit, in Kummer und Sorgen. Sie hatte eine Kuh und einige Schafe, spann und strickte Wolle und machte Dachstricke aus dem Dünenhalm. Ihre Kinder hielt sie zur Teilnahme an ihren Arbeiten an und erzählte ihnen abends bei der Tranlampe von dem, was von altersher Gott und die Menschen getan.

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Schöne Geschichten zu markanten Gebäuden (1): Die alte Kaserne in den Sylter Dünen

Was für eine herrliche Lage: mitten in den Sylter Dünen zwanzig Minuten zu Fuß nördlich Hörnum, 500 Meter zum Meer, 500 Meter zum Watt, fast allein in der Natur. Einst war das Gebäude, das sich in die Dünen duckt, eine Kaserne und sieht genau so aus, heute ist das so etwas wie ein feiner Geheimtipp für Urlaub – die Jugendherberge.

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