Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Pidder Lüng

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt.

Pidder Lüng (auch „Lyng“ geschrieben) ist eine Ballade des deutschen Dichters Detlev von Liliencron (1844–1909). Das vor allem an der deutschen Nordseeküste bekannte Gedicht (1) beschreibt historisierend den Widerstand der mittelalterlichen friesischen Bevölkerung. Dieser personalisiert sich in der Figur des Sylter Fischers Pidder Lüng. Lehnt er sich doch auf gegen die dänische Herrschaft, für die Henning Pogwisch, der Amtmann von Tondern, steht.

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Husum: Ausstellung„Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Freitag, 27. Januar 2023 die Ausstellung: „Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“ eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis zum 24.02.2023 zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen. Hier weitere Informationen zum Thema der Ausstellung:

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1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen (Teil 2)

Wir schreiben das Jahr 1864. Dieses bringt den ersten der später so bezeichneten deutschen Einigungskriege: Nach einem von Dänemark nicht erfüllten kurzfristigen Ultimatum zur Rücknahme der Novemberverfassung greifen Preußen und Österreich das Königreich an und besiegen es innerhalb weniger Monate, wobei sie bis zur Nordspitze von Jütland vordringen. Im Frieden von Wien verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die von den Siegermächten vorläufig in Form eines Kondominiums verwaltet werden. In dieser mehrteiligen Reihe werden die Ereignisse aus Sicht des Tonderner Bürgers O. C. Hanquist wiedergegeben. Begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Bevor der Verfasser auf einen weiteren Brief des in Tondern lebenden Kaufmann Oluf Christian Hanquist an seinen Sohn Ludwig eingeht, erlaubt er, zunächst einen anderen, deutschen Zeugen aus jener Zeit vorzustellen: Hans Theodor Woldsen Storm: Jurist (Rechtsanwalt und Richter) und Schriftsteller und scharfer Beobachter. Obwohl die Politik für ihn nicht das eigentliche Interessengebiet war, bezog er unter dem Druck geschichtlicher Ereignisse Stellung zu gesellschaftlichen Fragen und war bereit, sich zu engagieren. Er schrieb auf Wunsch seines Freundes Theodor Mommsen Berichte über die Schleswig-Holsteinische Erhebung. 1864 flossen aus seiner Ader folgende Zeilen:

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Sylt: „Hindenburgdamm“ – oder wie?

Die häufig bestrittene offizielle Namensgebung lässt sich aus zeitgenössischen Dokumenten genau rekonstruieren. Grund genug uns im folgenden Blogbeitrag näher mit dem Thema zu beschäftigen, tauchen wir also ab in die Geschichte …

Der sogenannte Hindenburgdamm ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für einen Eisenbahndamm, im höchsten nordwestlichen Zipfel Deutschlands, nahe der Deutsch-Dänischen-Grenze. Er bindet die nordfriesische Insel Sylt an das Festland der Kimbrischen Halbinsel (1) an. Die Bezeichnung Hindenburgdamm wird häufig diskutiert, so auch aktuell.

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3. bis 5. Februar 1825: Die „große Halligflut“ bringt in Nordfriesland Verwüstung und Tod

Wir schreiben den 3. Februar 1825, es ist ein Donnerstag. In den nächsten drei Tagen und Nächten soll die Februarflut an der gesamten deutschen, dänischen und niederländischen Nordseeküste sowie im unteren Weser- und Elbegebiet und deren Nebenflüssen wüten. Die Folgen sind verheerend:

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24./26. Januar 1971: Uraufführung des zweiteiligen Fernsehfilms „Die Deutschstunde“

„Die Deutschstunde“ ist ein nach dem 1968 erschienenen Roman von Siegfried Lenz gedrehter Fernsehfilm. Am 24./26. Januar 1971 lief die Uraufführung des zweiteiligen Fernsehfilms in der ARD. Die Handlung spielt in Nordfriesland

Der Film nach dem 1968 erschienenen Roman von Siegfried Lenz (1926 – 2014) wird in der Region um Niebüll, Neukirchen/Nordfriesland, Galmsbüll und Emmelsbüll-Horsbüll (alle Kreis Nordfriesland) gedreht. Als Vorbild für die Romanfigur dient der Maler Emil Nolde, der eigentlich Hansen hieß. Die Erstausgabe erschien 1968 bei Hoffman und Campe. Es gab Kritik.

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Geheimnisvolle Orte in Schleswig-Holstein: Zwei Superlative am Beltringharder Koog

Das nördlichste Bundesland Deutschlands hat jede Menge unbekannte und geheimnisvolle Orte fernab des Trubels zu bieten. Und mehr als nur zwei Superlative

Auf geht es an den See! Wie, an den See? Ja. Sowas gibt es an der Nordfriesischen Westküste, genau genommen am 1987 fertiggestellten Vordeich Beltringharder Koog. Und, Superlative 1: Das ist dass größte schleswig-holsteinische Naturschutzgebiet auf dem Festland.

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Film ab in Schleswig-Holstein!  Orte und Landschaften auf der großen Leinwand 

Ob Fehmarn, St. Peter-Ording, Stormarn oder die Holsteinische Schweiz: Sie sind nicht nur Sehnsuchtsorte für Reisefans, sondern auch beliebt bei Filmteams. Immer wieder dienen die Küsten, Inseln, Städte, die idyllischen Orte im Binnenland, Schlösser und Gasthäuser im echten Norden als Kulisse für Spielfilme, Krimis oder Serien.

Amrum: Kulisse überall: Schon mal vom Quallenkönig gehört? Er herrscht auf Amrum über die Tiden. Wer ihn erzürnt, den holt das Meer. Also: Nie allein ins Watt gehen! Vom Charme der zur Kaiserzeit spielenden Nesthäkchen-Filme erzählen sich die Leute auf Amrum bis heute, dabei ist die Serie bald vierzig Jahre alt. Die letzte Folge wurde auf Amrum gedreht und zeigt heute – mit Wattwagen und Sandburgen – ein Retro-Bild der Insel. Filmisch ist Amrum beliebt, denn Kulisse ist überall:

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15. Januar 1362: Die Grote Mandränke richtet an der Nordseeküste schreckliche Verwüstungen an 

Es war wie die Sintflut: Eine gewaltige Sturmflut suchte vor über 660 Jahren auch die schleswig-holsteinische Nordseeküste heim und veränderte deren Verlauf für immer. Große Teile von Marschflächen und das sagenhafte Rungholt gingen für immer unter.

Vor über 660 Jahren, am 15. Januar 1362, veränderte die „Grote Mandränke“ – auch die „Große Manntränke“ („großes Ertrinken“) genannt – den Küstenverlauf im heutigen Schleswig-Holstein für immer. Diese gewaltige Sturmflut, die genau drei Tage (vom 15. bis 17. Januar 1362) dauerte, fegte wie ein riesiger Besen über die Nordseeküste. Ihre Spuren zeigten sich über die Utlande, die Außenlande vor dem Festland, über die Köge und die eingedeichten Marschgebiete. Große Teile fruchtbaren Landes zwischen Sylt und Eiderstedt in Nordfriesland gingen unter, darunter Rungholt, der damalige größte Handelsort des Nordens. Aus zusammenhängenden Landteilen wurden verstreute Inseln und Halligen. 

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9. Januar 1823: Dr. Johann Friedrich August von Esmarch – der Erfinder des Eisbeutels wird geboren

„In diesem Hause wurde der ruhmgekrönte Gelehrte und Chirurge Sr. Exzellenz Wirklicher Geheimer Rath Dr. Johannes Friedrich August von Esmarch, Professor etc., am 9. Januar 1823 geboren“ Inschrift über dem Eingang des Hauses Neustadt 39 in Tönning

Johann Friedrich August von Esmarch wird in Tönning (damals Herzogtum Schleswig und zu Dänemark gehörend; heute Kreis Nordfriesland) geboren und stammte aus einer alten Pastoren- und Juristenfamilie.Johann Friedrich August wird als nur „sehr mittelmäßiger Schüler“ bezeichnet. Dennoch schuf er Großes. Wie sein Vater wählte Johann Friedrich August von Esmarch den Arztberuf und machte Karriere. Er stieg auf zum späteren Direktor des Chirurgischen Klinikums in Kiel und nahm als Chirurg an den deutsch-dänischen Kriegen teil. 1870 errang er den Titel des Generalarztes und beratender Chirurg der preußischen Armee. Dr. Johann Friedrich August Von Esmarch zählte zu den bedeutendsten Unfallchirurgen seiner Zeit – und die Erfindung des Eisbeutels sollte nur eine seiner großartigen Leistungen sein.

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