Gebäude erzählen Geschichten: Kirche St. Nikolai zu Bordelum 

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Die „Bordelumer Rotte“ spielte im Kontext mit der Kirche St. Nikolai eine gewisse Rolle. Erfahren Sie mehr dazu in diesem Beitrag

Wir schreiben das Jahr 1733. Nordfriesland gehört seit 1721 zum dänischen Gesamtstaat. Der Landstrich liegt in Ruhe und Frieden. Überall? Nein! In einem kleinen Dorf, Bordelum nahe Bredstedt versetzen christliche Sektierer und Schwärmer die Umgebung in Aufruhr. Was war geschehen?

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Flensburg: Knudsgilde feiert 852-jähriges Bestehen

Am Samstag, 25.06.2022 feierte die Flensburger Knudsgilde ihr 852-jähriges Bestehen. Wie es guter Brauch ist, haben Oberbürgermeisterin Simone Lange und Stadtpräsident Hannes Fuhrig die Gildebrüder mit Gästen am Samstagvormittag vor dem Rathaus empfangen.  Die Oberbürgermeisterin und der Stadtpräsident freuen sich, diese gute Tradition fortzusetzen. Doch was ist eigentlich eine Gilde und woher kommt diese gute Tradition?

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100 Jahre Kieler Grüngürtel: Auf dem Stadt.Garten.Wander.Weg durch die Gärten der Stadt

Seit 100 Jahren prägt der Kieler Grüngürtel das Stadtbild mit seiner Vielfalt aus Kleingärten, Wäldern, Seen, Friedhöfen, Tiergehegen sowie Landschafts- und Naturschutzgebieten. Er geht zurück auf den 1922 verabschiedeten Grünflächen- und Siedlungsplan, mit dem Stadtbaurat Willy Hahn (1887–1930) und Landschaftsarchitekt Leberecht Migge (1881–1935) eine grundlegend neue städtebauliche Vision für Kiel vorlegten.

Anlässlich des 100. Jubiläums lädt das Grünflächenamt alle Kieler/- innen und auswärtige Gäste dazu ein, den Grüngürtel neu zu entdecken. Das Veranstaltungsprogramm beginnt offiziell am 15. Juni mit einem Vortrag zum Kieler Grüngürtel, in den Sommer- und Herbstmonaten folgen zahlreiche weitere Termine. Pünktlich zum Jubiläum wird auch der Verlauf des neuen Stadt.Garten.Wander.Wegs digital veröffentlicht. Auf diesem Weg kann auf 44,5 Kilometern Länge der gesamte Grüngürtel von Schilksee bis zum Strand Hasselfelde in Dietrichsdorf durchwandert werden (siehe Link mit allen weiterführenden Infos).

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„Die Entscheidung“ – ein virtuelles Gedenkzeichen von Ute Friederike Jürß

Unter dem Titel „Die Entscheidung – Wilm führte ein Doppelleben“ hat die Lübecker Künstlerin Ute Friederike Jürß einen künstlerischen Impuls zur Diskussion über das Thema Zivilcourage während der Zeit des Nationalsozialismus gestaltet.

Wilm Hosenfeld rettete als Wehrmachtsoffizier im deutschen Vernichtungskrieg in Polen Dutzende Menschen vor Verhaftung und Tod:  Polen und Deutsche, Juden und Nichtjuden. Bekannt geworden durch Władysław Szpilmans Autobiographie „Der Pianist – Mein wunderbares Überleben“ (1998) und besonders durch Roman Polańskis gleichnamige Filmadaption des Buches (2002). Unter dem Titel „Die Entscheidung – Wilm führte ein Doppelleben“ hat nun die Lübecker Künstlerin Ute Friederike Jürß einen künstlerischen Impuls zur Diskussion über das Thema Zivilcourage während der Zeit des Nationalsozialismus gestaltet. Am Beispiel von Wilm Hosenfeld zeigt sie dessen zwiespältige Lebenssituation auf:

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Gedenkstätte Gudendorf: Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Meldorf enthüllen Lagerrelief

Die Gedenkstätte Gudendorf (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein) soll an sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter erinnern, die hier während des Zweiten Weltkrieges in einem Lager umgekommen sind. Die Gedenkstätte liegt innerhalb des Landschaftsschutzgebietes Klev von Windbergen bis St. Michaelisdonn.

Im Rahmen einer Gedenkfeier am 7. Mai 2022 haben Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Meldorf das von ihnen gestaltete Tonmodell des ehemaligen Lagers für sowjetische Kriegsgefangene auf der Gedenkstätte Gudendorf präsentiert.

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Glücksburg: Auf den Spuren des Dolmenpfades

Das rund 300 ha. große Friedeholz (dän. Fredskov) mit seinem Verlauf bis nach Schausende liegt im Kern Glücksburgs. Der Wald bietet einiges: ein altes Forsthaus, ein Naturspielplatz für Kinder, ein Gatter mit Wildschweinen sowie der mehrere Kilometer lange Dolmenpfad mit Informationstafeln zu den zehn steinzeitlichen Hünengräbern im Friedeholz.

Der Dolmenpfad im Glücksburger Friedeholz (eines von vier Wäldgebieten im Glücksburger Wald) ist ein archäologisch-naturkundlicher Rundwanderweg von fünf Kilometern Länge. Auf den Spuren der Ahnen besichtigen Gäste die „Dolmen“ (Großsteingräber der Jungsteinzeit) und bronzezeitlichen Grabhügel und tauchen ein in 5.000 Jahre Kulturgeschichte.

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Verleger Henri Nannen im Zweiten Weltkrieg an antisemitischer Propaganda beteiligt

Henri Franz Theodor Max Nannen (* 25. Dezember 1913 in Emden; † 13. Oktober 1996 in Hannover) war ein deutscher Verleger und Publizist. Er war Gründer, langjähriger Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Stern. Recherchen des Rechercheformats STRG_F (NDR/funk) zeigen auf, dass Nannen im Zweiten Weltkrieg an antisemitischer Propaganda beteiligt sein soll

Der ehemalige Verleger und Gründer des Magazins Stern, Henri Nannen, war im Zweiten Weltkrieg tiefer in den Nationalsozialismus verstrickt als bislang bekannt. Recherchen des Rechercheformats STRG_F (NDR/funk) zeigen antisemitische Flugblätter, die offenbar unter seiner Beteiligung in leitender Position entstanden sind. Die Recherche kann ab sofort bei YouTube angeschaut werden. Weitere Hintergrundinfos zum Fall Nannen hier nun im Blog …

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Lübeck vor 50 Jahren: Erstabfüllung des Einbecker „Hansebocks“ 

Einbecker Brauhaus überreicht limitierten Sondersud an Bürgermeister und Vormann der HANSE Jan Lindenau

Vor genau 50 Jahren, am 19.05.1972, erreichte der vom traditionsreichen Einbecker Brauhaus organisierte „Hansebiertreck“ den Lübecker Marktplatz. Die Pferdefuhrwerke waren wie im Mittelalter zwei Wochen unterwegs (siehe Video weiter unten), um Einbecker Bockbier nach Lübeck zu bringen. Zur Erinnerung daran haben die Einbecker in diesem Jahr einen limitierten Sondersud, den „Hansebock“, gebraut.

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Wanderausstellung „Funke der Erinnerung“: Lilith auf der „Sonderborg“

Die Flensburger Künstlerinnen Elke Mark und Hanna Kalkutschke richten jedes Jahr einen Erinnerungsort für zu Unrecht hingerichtete Hexen ein. 2022 steht die Skulptur für ein paar Tage auf dem Ausflugsschiff „Sonderborg“ am Flensburger Hafen (West) / Hafenspitze

Seit kurzem ist auf dem Ausflugsschiff „Sonderborg“ im Flensburger Hafen (Hafenspitze) die Skulptur Lilith zu bestaunen (siehe Foto oben). Diese weibliche Metallskulptur gedenkt an die im 16. und 17. Jahrhundert in Hexenprozessen hingerichteten Menschen. In Flensburg soll es 13 Hexenprozesse gegeben haben. 31 Menschen, überwiegend Frauen, sollen in den Prozessen willkürlich der „Toverie“ (Zauberei) bezichtigt und durch Folterung zu Geständnissen gezwungen worden sein.

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„Eine Knochenarbeit“- Lübecker Archäologie lüften vergangene Geheimnisse mit alten Knochen

Zahlreich sind die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren, sowohl im UNESCO Welterbe der Lübecker Altstadt als auch im umgebenden Landgebiet. Sie zählen mit zu den bedeutendsten archäologischen Kulturdenkmälern der gesamten Bundesrepublik.

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