2. Februar 1864: Gefecht von Missunde

„Dorf Missunde ist ein altes Fischerdorf an der Südseite der Schlei, malerisch gelegen aber ärmlich; zwanzig Häuser bilden eine einzige Gasse, die sich gegen die Schlei hin in einzelne Gehöfte auflöst; eine Kirche fehlt; am Nordufer liegt das Fährhaus.“ (1) So beschreibt Kriegsreporter und Autor Theodor Fontane Missunde. Jener Ort, wo am 2. Februar 1864 das Gefecht zwischen Deutschen und Dänen stattfand und den Auftakt des Deutsch-Dänischen Krieges bildete.

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Flensburg: Grabdenkmäler auf dem Alten Friedhof restauriert

Das mit ca. 8 Millionen Euro veranschlagte Förderprojekt Christiansens Gärten (1) tritt in seine letzte Phase. Als eine der letzten Maßnahmen werden zurzeit auf dem Alten Friedhof einige Grabmäler restauriert. Das Gesamtprojekt soll bis zum Frühsommer 2023 fertiggestellt sein. Hier weitere Informationen über die Restaurierungs-Arbeiten und die Geschichte des Alten Friedhofs (mit Video):

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Tondern im Sog des Deutsch-Dänischen Krieges

In unserer Blogreihe „1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen“ spielt Tondern eine bedeutende Rolle. Die kleine Gemeinde mit rund 7.500 Einwohnern gehört heute zu Dänemark. Das war nicht immer so, hier ein kleiner Geschichtsüberblick

Tønder (deutsch Tondern; südjütisch: Tynne; nordfriesisch Tuner) ist eine dänische Kleinstadt an der Vidå (deutsch: Wiedau) nahe der deutsch-dänischen Grenze. Die 7505 Einwohner (1. Januar 2022) heißen Tonderaner. Die Stadt hieß vor 1800 Thundern (so viel wie „umzäunter Strand“), im 13. Jahrhundert Tunder, Tundær. Im 19. Jahrhundert geriet die Stadt in den Sog des deutsch-dänischen Konflikts.

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1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen (Teil 3)

Wir schreiben das Jahr 1864. Dieses bringt den ersten der später so bezeichneten deutschen Einigungskriege: Nach einem von Dänemark nicht erfüllten kurzfristigen Ultimatum zur Rücknahme der Novemberverfassung greifen Preußen und Österreich das Königreich an und besiegen es innerhalb weniger Monate, wobei sie bis zur Nordspitze von Jütland vordringen. Im Frieden von Wien verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die von den Siegermächten vorläufig in Form eines Kondominiums verwaltet werden. In dieser mehrteiligen Reihe werden die Ereignisse aus Sicht des Tonderner Bürgers O. C. Hanquist wiedergegeben. Begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Krieg ist erschreckend und faszinierend zugleich – und der Krieg von 1864 ist keine Ausnahme.

In seinem Brief vom 29. Januar 1864 begibt sich Oluf Christian Hanquist, Kaufmann in Tondern und Ratsmitglied in den Keller seines Hauses. Was er an Ludwig schreibt, verschickt er erst am nächsten Tag. Zwei Tage später bricht der Krieg aus. Hanquist schreibt: „… ich (habe) auch hier fast keinen einzigen Menschen, mit welchem ich mich darüber aussprechen kann.“

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Husum: Ausstellung„Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Freitag, 27. Januar 2023 die Ausstellung: „Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“ eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis zum 24.02.2023 zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen. Hier weitere Informationen zum Thema der Ausstellung:

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27. Januar: Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Das Konzentrationslager Auschwitz war der größte deutsche Komplex aus Gefangenenlagern zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Lagerkomplex bestand aus drei sukzessive ausgebauten großen Konzentrationslagern und vielen Außenlagern. Auschwitz hatte eine Doppelfunktion als Konzentrations- und Vernichtungslager. Er bestand aus dem Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager), dem Vernichtungslager Birkenau – Konzentrationslager Auschwitz II, dem Konzentrationslager Monowitz und ca. 50 weiteren Außenlagern. Der Lagerkomplex befand sich im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen. Die SS betrieb den Lagerkomplex von 1940 bis 1945 am Westrand der polnischen Stadt Oświęcim (dt.: Auschwitz). In Auschwitz fand im Zuge des Holocaust (auch Shoah) ein systematischer und fabrikmäßiger Mord an europäischen Juden statt, aber auch andere durch das NS-Regime verfolgte Gruppen wurden dort eingesperrt und ermordet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen. Die genaue Opferzahl konnte nicht ermittelt werden.

Am 27. Januar 1945 befreite die von Osten vorrückende Rote Armee den Lagerkomplex. In der Nachkriegszeit ist der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ist seit 1996 in Deutschland, seit 2005 international der öffentlich begangene Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Anläßlich dieses Gedenktages gibt es einige Stellungnahmen von Politikern und Prominenz – und eine bedenkliche Studie der Jewish Claims Conference.

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1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen (Teil 2)

Wir schreiben das Jahr 1864. Dieses bringt den ersten der später so bezeichneten deutschen Einigungskriege: Nach einem von Dänemark nicht erfüllten kurzfristigen Ultimatum zur Rücknahme der Novemberverfassung greifen Preußen und Österreich das Königreich an und besiegen es innerhalb weniger Monate, wobei sie bis zur Nordspitze von Jütland vordringen. Im Frieden von Wien verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die von den Siegermächten vorläufig in Form eines Kondominiums verwaltet werden. In dieser mehrteiligen Reihe werden die Ereignisse aus Sicht des Tonderner Bürgers O. C. Hanquist wiedergegeben. Begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Bevor der Verfasser auf einen weiteren Brief des in Tondern lebenden Kaufmann Oluf Christian Hanquist an seinen Sohn Ludwig eingeht, erlaubt er, zunächst einen anderen, deutschen Zeugen aus jener Zeit vorzustellen: Hans Theodor Woldsen Storm: Jurist (Rechtsanwalt und Richter) und Schriftsteller und scharfer Beobachter. Obwohl die Politik für ihn nicht das eigentliche Interessengebiet war, bezog er unter dem Druck geschichtlicher Ereignisse Stellung zu gesellschaftlichen Fragen und war bereit, sich zu engagieren. Er schrieb auf Wunsch seines Freundes Theodor Mommsen Berichte über die Schleswig-Holsteinische Erhebung. 1864 flossen aus seiner Ader folgende Zeilen:

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1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen (Teil 1)

„Bald, so scheint es mir,
muß es wieder Tag für uns werden“

Wir schreiben das Jahr 1864. Dieses bringt den ersten der später so bezeichneten deutschen Einigungskriege: Nach einem von Dänemark nicht erfüllten kurzfristigen Ultimatum zur Rücknahme der Novemberverfassung greifen Preußen und Österreich das Königreich an und besiegen es innerhalb weniger Monate, wobei sie bis zur Nordspitze von Jütland vordringen. Im Frieden von Wien verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die von den Siegermächten vorläufig in Form eines Kondominiums verwaltet werden. In dieser mehrteiligen Reihe werden die Ereignisse aus Sicht des Tonderner Bürgers O. C. Hanquist wiedergegeben. Begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Erzähler in dieser Geschichte ist Oluf Christian Hanquist. Dieser war ein Kaufmann in Tondern und Ratsmitglied. Über diesen wird berichtet, dass er unter den deutschgesinnten Ratsverwandten der Stadt Tondern gehörte, die am 23. April des Jahres 1851 ihren Abschied erhielten – nachdem sich durch den unglücklichen Verlauf der Ereignisse ein neues dänisches Polizeiregiment im Schleswigschen hatte breitmachen können.

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30. Dezember 1819: Theodor Fontane wird geboren

Hurra, hurra,
Von der Tann ist da!
Ihr Düppelschen Schanzen, ihr Düppelschen Schanzen,
Nun gibt es mal wieder ein Stürmen und Schanzen,
Und seid ihr erst unser, dann rüber nach Alsen,
Das Fischvolk uns gründlich vom Halse zu halsen.

Theodor Fontane: Von der Tann ist da! In: Theodor Fontane: Gedichte I. Gedichte (Sammlung 1898). Aus den Sammlungen ausgeschiedene Gedichte. Herausgegeben von Joachim Krueger und Anita Golz. Berlin. 2. Auflage 1995, S. 363-364.

Am 30. Dezember 1819 wird in Neuruppin (Brandenburg) Heinrich Theodor Fontane geboren. Und der Mann hatte guten Geschmack: „Für Schleswig-Holstein war ich vom ersten Augenblick an Feuer und Flamme.“ Die Begeisterung für das Land zwischen den Meeren erfasste den noch nicht dreißigjährigen Fontane, als die Schleswig-Holsteiner 1848 los von Dänemark wollten. Sie hat den wohl größten deutschen Romancier des 19. Jahrhunderts nie losgelassen, obwohl er nur wenige Wochen seines Lebens in Schleswig-Holstein verbrachte.

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Nordsee: Das Geheimnis um Doggerland – nun gelüftet?

Doggerland ist die Bezeichnung für ein untergegangene Land, das während der letzten Kaltzeiten vor 8000 Jahren die heutige Insel Großbritannien mit Kontinentaleuropa und Skandinavien verband. Ein gewaltiger Tsunami soll Doggerland vor 8200 Jahren vernichtet haben. Heute liegt auf diesem Gebiet die Nordsee.

Vor 8000 Jahren erstreckte sich mitten in der heutigen Nordsee, zwischen den britischen Inseln (Großbritannien) und dem europäischen Festland eine üppige Landschaft: Doggerland (1). Eine Katastrophe brachte der Landschaft den Untergang. Lange glaubte die Wissenschaft, ein gewaltiger Tsunami habe Doggerland vernichtet. Forschungen sprechen nun für einen späteren Untergang des Landes, das einst Großbritannien mit dem Rest Europas verband. Das heutige Helgoland ist ein Zeuge dieser Geschichte, einer furchtbaren Katastrophe. Zeichnen wir diese nach:

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