Vor 30 Jahren:  Brandanschläge in Mölln

„Das Gedenken an Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yilmaz ist nicht abgeschlossen. Und der Auftrag an uns als Gesellschaft ist es auch nicht.“

Rassismus tötet. Lars Harms, Politiker (SSW) und Abgeordneter im Landtag von Schleswig-Holstein sagte heute (23.11.2022) in Gedenken an die Brandanschläge in Mölln vor 30 Jahren: „Wir gedenken heute der Brandanschläge in Mölln vor 30 Jahren. Am23. November 1992 warfen dort zwei Neonazis Brandsätze in zwei Häuser. Bei diesen Brandanschlägen kamen drei Menschen ums Leben und neun wurden schwer verletzt. Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yilmaz starben. Yeliz und Ayşe waren noch Kinder. Ihre Großmutter starb, als sie versuchte, sie zu retten. 

Weiterlesen „Vor 30 Jahren:  Brandanschläge in Mölln“

Bundesregierung: „Beseitigung aller Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee nicht umsetzbar“

In deutscher Nord- und Ostsee lagern Altlasten von ca. 1,6 Millionen Tonnen konventioneller Munition und 5.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe, die im Zweiten Weltkrieg durch Militäroperationen oder danach durch Verklappung versenkt wurden. „Nord- und Ostsee sind große Unterwasserschrottplätze“. Der SSW-Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler hat zu dem Thema eine Stellungnahme abgegeben

Der SSW-Politiker Stefan Seidler ist Herbst 2021 als Listenkandidat seiner Partei in dem 20. Deutschen Bundestag als Abgeordneter eingezogen. Insbesondere vertritt Seidler die Interessen der Bürgerinnen und Bürger von Schleswig-Holstein. Aktuell geht er ein einem schwerwiegenden Thema buchstäblich auf den Grund: Die Belastung von Nordsee und Ostsee mit Altmunition aus dem Zweiten Weltkrieg, „ein echtes Problem für Mensch und Umwelt„.

Weiterlesen „Bundesregierung: „Beseitigung aller Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee nicht umsetzbar““

Nach 160 Jahren: Flächen des ehemaligen Landeshafens Friedrichskoog gehen zurück an die Gemeinde

Friedrichskoog (plattdeutsch Friechskouch, kurz Fri’ko bzw. Frie’ko, als Spitzname Friko rsp. Frieko) ist eine Gemeinde im Südwesten des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Ihr im 19. und 20. Jahrhundert durch Eindeichungen entstandener Kern liegt auf einer Halbinsel an der Helgoländer Bucht, Nordsee und wird seeseitig von der Elbmündung sowie der Meldorfer Bucht bzw. dem Nationalpark Wattenmeer begrenzt. Neben den Kögen zählen auch die Vogelschutzinsel Trischen sowie die größte deutsche Bohr- und Förderinsel Mittelplate zur Gemeinde.

Es ist der Schlusspunkt einer 160-jährigen Geschichte: Das Land hat die Flächen des ehemaligen Landeshafens Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen an die Gemeinde zurückgegeben. Nach der notariellen Beurkundung übergab Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die Flächen des ehemaligen Landeshafens symbolisch an Friedrichskoogs Bürgermeister Bernd Thaden (siehe Foto oben). „Damit beenden wir einen vor mehr als zehn Jahren angestoßenen Prozess, der lange und heftig die Gemüter erhitzt und auch die Gerichte beschäftigt hat„, wird Buchholz zitiert

Weiterlesen „Nach 160 Jahren: Flächen des ehemaligen Landeshafens Friedrichskoog gehen zurück an die Gemeinde“

Umweltprobleme der Flensburger Förde: SSW Info-Tour mit dem Ausflugsschiff MS Sonderborg

Der Flensburger Förde geht es nicht gut. Die Landesregierung tut zu wenig, heißt es beim SSW. Um über die Umweltprobleme der Flensburger Főrde zu informieren, luden der SSW-Spitzenkandidat Lars Harms und Landesvorsitzender Christian Dirschauer 80 Gästen samt Presse auf eine Schifffahrt mit der MS Sønderborg ein.

Auf der Fahrt am Samstag-Vormittag (23.04.2022) durch den unteren Teil der Förde ging es weniger um eine Tourismus- als Politik-Tour. Das Thema ist ernst. Der Förde geht es nicht gut. SSW-Spitzenkandidat Lars Harms und Landesvorsitzender Christian Dirschauer informierten die 80 Gästen samt Presse auf der MS Sønderborg über die Umweltprobleme der Flensburger Főrde. Christian Dirschauer fordert eine grenzűberschreitende Initiative um die Umweltprobleme der Flensburger Förde zu lősen. Ideal wäre ein Nationalpark Ostsee wie am Beispiel des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Weiterlesen „Umweltprobleme der Flensburger Förde: SSW Info-Tour mit dem Ausflugsschiff MS Sonderborg“

„Meine Mutter hatte schlicht Angst“ – Erstmals spricht die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien ausführlich über ihre jüdische Familiengeschichte

Karin Prien, 56, Präsidentin der Kulturministerkonferenz und Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, hat lange nicht über ihre jüdische Herkunft geredet. Als ihre Eltern mit ihr Ende der 1960er Jahre aus Amsterdam nach Deutschland zogen, war „das Bekennen zum Jüdischsein nichts Selbstverständliches, und man tat es auch nicht ohne Beklommenheit“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDU dem ZEITmagazin. „Meine Mutter hatte schlicht Angst. Für sie lebten wir im Land der Täter. Und deshalb war es klar, dass man darüber nicht redete.“ 

Weiterlesen „„Meine Mutter hatte schlicht Angst“ – Erstmals spricht die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien ausführlich über ihre jüdische Familiengeschichte“

Zeitgeschichte: Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch

Am 9.11.2021 lief in der ARD die Dokumentation „Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch“. Es ging in dieser Doku um die sogenannte Flurbereinigung und Gemeindereform in der Bundesrepublik Deutschland.
In der Doku werden auch Beispiele aus Schleswig-Holstein gezeigt, wie die ehemalig geplante Hotelanlage direkt am Deich von Westerhever. 5000 Betten sollten dem „Ort übergestülpt werden“, heißt es. Weiter kommen die Orte Goldbek in Nordfriesland und Orte in Eiderstedt zur Rede

Der Niedergang war geplant. In den 1960er-Jahren galt das Dorf als rückständig und Verkehrshindernis. So lautete der Befund von Planern und Bürokraten aus den Städten. Traditionsreiche Fachwerkbauten in der Dorfmitte wurden abgerissen und machten Platz für sterile Neubauten und breitere Straßen.

Der Dorfplatz wurde zum Parkplatz. Statt Menschen begegneten sich Autos. Dann verschwanden Eichen, Dorf-Linden, Bäcker, Schuster und Tante-Emma-Laden. Vielerorts kam der Pfarrer auch nur noch alle drei Wochen zum Gottesdienst ins Dorf. Doch jetzt blühen manche Dörfer wieder auf. Wer verantwortete den Niedergang und wer sorgt jetzt für neue Hoffnung?

Weiterlesen „Zeitgeschichte: Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch“

Deutsche Nachkriegs-Geschichte: „Kartoffel, ich liebe dich!“ – 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Nach langen Verhandlungen wurde auf nur zwei Seiten am 30. Oktober 1961 in Bonn die Grundlage für ein wichtiges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte gelegt. Das Anwerbeabkommen ermöglichte eine staatlich regulierte Arbeitsmigration aus der Türkei nach Deutschland. Die ursprünglich vorgesehene, zweijährige Beschränkung der Aufenthaltsdauer der türkischen Arbeitskräfte wurde 1964 außer Kraft gesetzt. Damit wurde das Abkommen endgültig zum Grundstein einer gemeinsamen deutsch-türkischen Migrationsgeschichte.

Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei ein Anwerbeabkommen. Mit einer Festveranstaltung der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein erinnerte der Landtag an die Unterzeichnung des Abkommens vor 60 Jahren. Was das Ganze mit „Kartoffel, ich liebe dich!“ zu tun hat, dazu weiter unten mehr.

Weiterlesen „Deutsche Nachkriegs-Geschichte: „Kartoffel, ich liebe dich!“ – 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei“

Geschichte: Gemeinsames Erinnern an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung im Innenhof des Schweriner Schlosses haben am 13. August 2021 Vertreter der Landtage von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren erinnert.

Es war ein Tag, der sich tief in die Geschichte beider deutschen Staaten, der BRD und der DDR, einbrannte: An 13. August 1961 wurde für die Bürgerinnen und Bürger der damaligen DDR der letzte noch offene Weg in den Westen verschlossen. Die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Parlamente gedachten der Ereignisse von damals.

Vor rund 150 Gästen, darunter auch 40 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin, betonten die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse, und die Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Aminata Touré (Archiv-Bild), die schmerzlichen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger in der DDR und erinnerten an auseinandergerissene Familien, Freundschaften, Verbindungen und an die noch immer ungezählten Todesopfer entlang der Grenze.

Weiterlesen „Geschichte: Gemeinsames Erinnern an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren“

Literatur: „Der grüne Rettungsring: Mit Steppenbegrünung der Klimakrise begegnen“

Dieses Buch kann Mut machen und es soll dazu ermuntern, an den gigantischen Projekten der Begrünung desertifizierter Regionen auf allen Ebenen mitzuarbeiten, sie dadurch zu ermöglichen und vor allem über die Jahrzehnte und Jahrhunderte zu erhalten.

Der Flensburger Autor Dr. Lorenz Hübner hat im Verlag Oekom das Buch „Der grüne Rettungsring. Mit vernetzter Steppenbegrünung der Klimakrise global begegnen“ veröffentlicht. Der promovierte Immunbiologe, wurde schon in seiner Jugend von Bildern der Dürre und des Hungers im Sahel geprägt. Seit Mitte der 1970er-Jahre verfolgte er Wiederbewaldungsprojekte.

Durch den Kontakt mit Entwicklungshelfern in Mali wurde ihm klar, wie wichtig der Austausch von Information und Praxiswissen für diese und andere Regionen ist. Um diesen zu unterstützen, hat er sich der Zusammenstellung der Ergebnisse bereits existierender »Great Green Walls« angenommen.

Weiterlesen „Literatur: „Der grüne Rettungsring: Mit Steppenbegrünung der Klimakrise begegnen““
%d Bloggern gefällt das: