Bemerkenswert

Gebäude erzählen Geschichten: Hotel Rasch, Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ.

prächtige Holsteiner Austern zu stärkendem Nachtimbiß“ – Um das Haus Nr. 56 in der Großen Straße in der Flensburger Innenstadt ranken sich einige Geschichten. In dem Gebäude, das direkt zum Nordermarkt hin ragt und wo heute ein Restaurant untergebracht ist, fand sich im 19. Jahrhundert ein Hotel. In dem Haus, das den Namen Rasch trug, beherbergte illustre und weltberühmte Gäste: Hans Christian Andersen, Theodor Fontane u.a. hießen sie – doch die Geschichte ist ein wenig länger und auch nicht unblutig …

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NDR-Reportage: Hat Deutschland ein Problem mit Linksextremismus?

Es ist das größte Gerichtsverfahren gegen Linksextremisten seit Jahren: Vier Mitangeklagten wird vorgeworfen, in mehreren Fällen zielgerichtet vor allem Neonazis überfallen und verletzt zu haben. Ermittler berichten von einer hohen Brutalität.

Nach einer Reihe von Gewaltübergriffen auf Rechtsextremisten in Sachsen und Thüringen verteidigen Mitglieder der radikalen Linken im Interview mit dem NDR solche Übergriffe als eine Art Selbstverteidigung. Öffentlichkeit und Sicherheitsbehörden würden schließlich zu wenig gegen die extreme Rechte unternehmen.

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Vor 660 Jahren: Die Grote Mandränke  

Es war wie die Sintflut: Eine gewaltige Sturmflut suchte vor über 660 Jahren auch die schleswig-holsteinische Nordseeküste heim und veränderte deren Verlauf für immer. Große Teile von Marschflächen und das sagenhafte Rungholt gingen für immer unter.

Vor 660 Jahren, am 16. Januar 1362, veränderte die „Grote Mandränke“ – die „Große Manntränke“ („großes Ertrinken“) – den Küstenverlauf im heutigen Schleswig-Holstein für immer. Diese gewaltige Sturmflut, die genau drei Tage (vom 15. bis 17. Januar 1362) dauerte, fegte wie ein riesiger Besen über die Nordseeküste. Ihre Spuren zeigten sich über die Utlande, die Außenlande vor dem Festland, über die Köge und die eingedeichten Marschgebiete. Große Teile fruchtbaren Landes zwischen Sylt und Eiderstedt in Nordfriesland gingen unter, darunter Rungholt, der damalige größte Handelsort des Nordens. Aus zusammenhängenden Landteilen wurden verstreute Inseln und Halligen. 

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Böse Bauten – Flensburg: Trollturm Süd

Dreizehn Zombeck-Türme sind noch in Deutschland erhalten, zwei davon in der Flensburger Nordstadt. Der südliche beim Trollseeweg wurde als Diskothek genutzt. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ ranken sich Sagen und Legenden.

Der Trollturm in der Steinstraße beim *Trollseeweg ist genau genommen ein Zombeck-Turm (offiziell: Luftschutzturm der Bauart Zombeck, umgangssprachlich auch „Rundbunker“).  Der Name beruht auf einen deutschen Hochbunkertyp aus dem Zweiten Weltkrieg. 1937 ließ der Konstrukteur Paul Zombeck den nach ihm benannten Rundturmtyp patentieren. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ rankt sich eine Legende (mehr dazu weiter unten).

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Gebäude erzählen Geschichte : 400-jähriges Jubiläum der Stadtbibliothek Lübeck

Die Stadtbibliothek in Lübeck (offizieller Name: Bibliothek der Hansestadt Lübeck) ist eine öffentliche und wissenschaftliche Bibliothek, als letztere auch Schwerpunktbibliothek für Musik des Landes Schleswig-Holstein. Sie ist nach eigenen Angaben die reichste Altbestandsbibliothek Schleswig-Holsteins. 2022 wird die Bibliothek der Hansestadt Lübeck 400 Jahre alt. Das soll auch gebührend gefeiert werden. Alle Infos dazu in die Artikel

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm feiert die Stadtbibliothek Lübeck in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. 1622 in den Räumen eines ehemaligen Katharinenklosters gegründet, ist die Bibliothek im Laufe der Jahrhunderte zu einer modernen Einrichtung mit ca. 1 Millionen Medien gewachsen. Dabei ist der Altbestand – die älteste Handschrift stammt aus dem 11. Jahrhundert – genauso vertreten wie neue digital Angebote zum Beispiel Ebooks und Streaming-Dienste.

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Schöne Aussichten in Schleswig-Holstein

Weitblick über Felder, Wiesen, Flüsse, Städte, Seen und Meer bieten die in ganz Schleswig-Holstein verteilten Aussichtstürme, Leuchttürme, Seebrücken und Berge. Ja, richtig gehört – auch Erhebungen gibt es im meist platten Land zwischen den Meeren. Und wer noch mehr sehen und noch dazu etwas Besonderes erleben möchte, der kann sich für einen Rundflug entscheiden. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein verrät, wo es die besten Aussichtsmöglichkeiten gibt.

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Zeitgeschichte: Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch

Am 9.11.2021 lief in der ARD die Dokumentation „Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch“. Es ging in dieser Doku um die sogenannte Flurbereinigung und Gemeindereform in der Bundesrepublik Deutschland.
In der Doku werden auch Beispiele aus Schleswig-Holstein gezeigt, wie die ehemalig geplante Hotelanlage direkt am Deich von Westerhever. 5000 Betten sollten dem „Ort übergestülpt werden“, heißt es. Weiter kommen die Orte Goldbek in Nordfriesland und Orte in Eiderstedt zur Rede

Der Niedergang war geplant. In den 1960er-Jahren galt das Dorf als rückständig und Verkehrshindernis. So lautete der Befund von Planern und Bürokraten aus den Städten. Traditionsreiche Fachwerkbauten in der Dorfmitte wurden abgerissen und machten Platz für sterile Neubauten und breitere Straßen.

Der Dorfplatz wurde zum Parkplatz. Statt Menschen begegneten sich Autos. Dann verschwanden Eichen, Dorf-Linden, Bäcker, Schuster und Tante-Emma-Laden. Vielerorts kam der Pfarrer auch nur noch alle drei Wochen zum Gottesdienst ins Dorf. Doch jetzt blühen manche Dörfer wieder auf. Wer verantwortete den Niedergang und wer sorgt jetzt für neue Hoffnung?

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Von Stegen zu Erlebnismeilen: Seebrücken an der Ostsee-Schleswig-Holstein

Eine Seebrücke oder Landungsbrücke ist ein Bauwerk auf Holz-, Stahl- oder Betonpfählen, das vom Ufer ins Meer, in einen Binnensee oder in einen großen Fluss hinaus erbaut wurde. Im Unterschied zu einer Pier oder einer Mole ist eine Seebrücke kein aufgeschüttetes Bauwerk. Nicht überall steht ein Hafen zur Verfügung. Bernd Opfermann ist Ingenieur verschiedener Seebrücken in Schleswig-Holstein. Über ihn und seine Arbeit geht es in dem Beitrag

Damals nur ein schnöder Steg, heute Erlebnismeilen auf dem Wasser – das sind die Seebrücken an der Ostsee Schleswig-Holstein. „Früher ging die Brücke immer geradeaus, vorne noch ein Fahrgastanlager, das war’s. Heute will man dort auch etwas erleben“, sagt Bernd Opfermann, Ingenieur verschiedener Seebrücken in der Region zwischen Glücksburg und Travemünde und Protagonist der Podcast- und Videoreihe „Ostseelauschen“.

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Altes Handwerk in Schleswig-Holstein

Schmieden, Töpfern, Weben, Spinnen: Experten, die diese traditionellen Handwerkstechniken heute noch beherrschen, sind mittlerweile schwer zu finden. Umso wichtiger ist es, dass sie ihr Wissen an nachkommende Generationen vermitteln.
Auch im nördlichsten Bundesland Deutschlands gibt es Menschen, die sich mit Leib und Seele ihrem Handwerk verschrieben haben. Wer diese traditionellen Künste am Leben hält und wo Schaulustige sogar selbst Hand anlegen können, dazu gibt es in diesem Blogartikel ein paar Tipps

Bevor in diesem Artikel die Orte und Betrieb vorgestellt werden, die das alte Handwerk noch betreiben, geht es zunächst um die Frage, was ist eigentlich „Handwerk„?

Als Handwerk (von mittelhochdeutsch hant-werc, eine Lehnübersetzung zu lateinisch opus manuum und altgriechisch χειρουργία cheirurgía„Handarbeit“) werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.

Der Begriff bezeichnet auch den gesamten Berufsstand. Die handwerkliche Tätigkeit steht der industriellen Massenproduktion gegenüber. Das handwerkliche Gewerbe wird in Deutschland verbindlich durch die Handwerksordnung geregelt.

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Meldorfer Bucht: Winterliche Wanderung durch das Wattenmeer mit Muschelessen

Winterwattwanderung mit Muschelessen: Die Wattanderung führt hinaus in die winterliche Meldorfer Bucht vor Dithmarschens Nordseeküste. Michael Wieben, Nationalpark-Wattführer der Wattführergemeinschaft Dithmarschen, führt seine Gäste dabei sicher durch Watt und Priele. Anschließend an die etwa 4-stündige Wanderung wird gemeinsam in ein gemütliches Restaurant in Meldorf eingekehrt und bei einem gemeinsames Muschelessen aufgewärmt.

Südlich von Büsum liegt die Meldorfer Bucht, zwischen Wattenmeer und Speicherkoog die Badestelle Nordermeldorf. Einsam ist es hier ohnehin, im Winter ist es gottverlassen. Am Abend zuvor zog ein stürmischer Wind durch mit Stärken von Sechs bis Sieben. Das Meer war aufgewühlt, jetzt zieht es sich zurück. Es ist knackig kalt geworden und vollkommene Stille liegt an diesem Morgen über dem winterlichen Watt. Das Licht der aufgehenden Sonne flutet über diesen endlosen, weiten Raum an der Nordsee. Der Himmel flammt in violett und rotorange, dann in der Farbe heller Zitronen. Ein Naturschauspiel am Ende der Welt auch das. Michael Wieben sammelt seine Leute, die Gastwirte des Bistro Deichzeit haben heute kurz geöffnet, es gibt Kaffee. Und Informationen zu dem, was kommt.

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