Husum: Ausstellung„Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Freitag, 27. Januar 2023 die Ausstellung: „Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“ eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis zum 24.02.2023 zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen. Hier weitere Informationen zum Thema der Ausstellung:

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27. Januar: Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Das Konzentrationslager Auschwitz war der größte deutsche Komplex aus Gefangenenlagern zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Lagerkomplex bestand aus drei sukzessive ausgebauten großen Konzentrationslagern und vielen Außenlagern. Auschwitz hatte eine Doppelfunktion als Konzentrations- und Vernichtungslager. Er bestand aus dem Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager), dem Vernichtungslager Birkenau – Konzentrationslager Auschwitz II, dem Konzentrationslager Monowitz und ca. 50 weiteren Außenlagern. Der Lagerkomplex befand sich im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen. Die SS betrieb den Lagerkomplex von 1940 bis 1945 am Westrand der polnischen Stadt Oświęcim (dt.: Auschwitz). In Auschwitz fand im Zuge des Holocaust (auch Shoah) ein systematischer und fabrikmäßiger Mord an europäischen Juden statt, aber auch andere durch das NS-Regime verfolgte Gruppen wurden dort eingesperrt und ermordet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen. Die genaue Opferzahl konnte nicht ermittelt werden.

Am 27. Januar 1945 befreite die von Osten vorrückende Rote Armee den Lagerkomplex. In der Nachkriegszeit ist der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ist seit 1996 in Deutschland, seit 2005 international der öffentlich begangene Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Anläßlich dieses Gedenktages gibt es einige Stellungnahmen von Politikern und Prominenz – und eine bedenkliche Studie der Jewish Claims Conference.

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Flensburg: Stolpersteine Norderstraße 145

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Familie Fertig
Herr Isaak Fertig geboren am 31.05.1886 in Galizien*
Sara Fertig, geborene Goldberg, 16.10.1893 in Galizien
Rosa, geboren am 18.06.1922 in Westerrönfeld bei Rendsburg
Max, geboren am 04.08.1924 und Leo am 05.02.1931 in Flensburg

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18. Dezember 1944: Schlachtschiff „SMS Schleswig-Holstein“ sinkt

Das veraltete deutsche Schlachtschiff „Schleswig-Holstein“ spielte beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle. Nachdem es unter einem Vorwand im Hafen von Danzig angelegt hatte, begann es in den frühen Morgenstunden des 1. September 1939, die polnischen Verteidigungsstellungen auf der Halbinsel Westerplatte zu beschießen. Damit waren die ersten Schüsse im Zweiten Weltkrieg gefallen.

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Der Chanukka-Leuchter der Familie Posner kommt zurück nach Kiel

Zum Chanukkahfest 1931 fotografierte Rahel, die Frau des Rabbiners Dr. Akiba Posner, den Chanukkah-Leuchter der Familie vor dem Hintergrund des gegenüberliegenden Gebäudes, das mit Nazifahnen geschmückt war.
Auf die Rückseite des Fotos schrieb Rahel Posner:
Chanukkah 5692 (1932)
„Juda verrecke“
Die Fahne spricht –
„Juda lebt ewig“
Erwidert das Licht.

Nachfahren der Familie Posner besuchen erstmals die Heimatstadt ihrer Vorfahren. Im Jahr 1931 fotografierte Rahel Posner in Kiel einen Chanukka-Leuchter auf ihrer Fensterbank. Dieses ikonische Foto der Chanukkia vor dem Hintergrund des mit einer großen Hakenkreuzfahne beflaggten Gebäudes der NSDAP-Kreisleitung erlangte Jahrzehnte nach der Schoah weltweite Aufmerksamkeit.

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Rückblick: Flensburg am 1. Mai 2021- ein geschichtsträchtiger Tag

Die Maikundgebung der Gewerkschaft im Jahr 2021 in Flensburg auf dem Südermarkt darf im doppelten Sinne als geschichtsträchtig bezeichnet werden

Frei von Schuld am Scheitern des demokratischen und sozialen Experiments von Weimar waren die Gewerkschaftsführer mitnichten“ Professor Dr. Michael Ruck, Flensburg. Wir erinnern: Das Coronavirus herrscht und es gibt deutschlandweit massive Einschränkungen der Grundrechte: Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht und Abstandsgebot. Wegen der Coronamaßnahmen konnten sich am 1. Mai 2021, dem Maifeiertag, auf dem Flensburger Südermarkt nur 100 Menschen versammeln. Neben dem aktuellen Ereignis gab aber auch es ein zweites markantes Datum – und dieses betraf die Geschichte der Flensburger Gewerkschaft. Einen Tag nach dem Maifeiertag, am 2. Mai 1933, geschahen in Flensburg unschöne Dinge:

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7. Dezember 1906: Das deutsche Linienschiff SMS Schleswig-Holstein läuft vom Stapel

Das Linienschiff SMS Schleswig-Holstein war das fünfte und letzte Schiff der Deutschland-Klasse der Kaiserlichen Marine. Es lief am 17. Dezember 1906 auf der Germaniawerft in Kiel vom Stapel. Und schreibt am 1. September 1939 böse Geschichte

Kiel. Wir schreiben den 7. Dezember 1906: Auf der Germaniawerft läuft das deutsche Linienschiff SMS SchleswigHolstein vom Stapel. Am 1. September 1939 wird es mit Schüssen auf die Danziger Westerplatte den Zweiten Weltkrieg in Europa eröffnen.

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Böser Ort Fahrensodde: Die Nazis und die Sache mit den 26 Leichen am Badestand

Der Ort Fahrensodde (dänisch Farensodde oder auch Farnæsodde) ist ein Küstenvorsprung mit gleichnamigem Strand, Straße sowie Fischerei- und Yachthafen an der Flensburger Innenförde. Mai 1945, zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden am Badestrand von Fahrensodde 26 Leichen von SS-Leuten verscharrt.

Es ist ein böser Ort: Flensburg-Fahrensodde. Die beschaulich an der Flensburger Förde liegende Siedlung namens Fahrensodde wurde 1583 erstmals erwähnt. Sie weist auf eine Landzunge (dänisch: odde) hin, die zur Überfahrt nach Kollund (Dänemark) genutzt wurde. Die damals aus fünf Katen bestehende Siedlung gehörte zu Twedter Holz. Fahrensodde ist erreichbar über den Hauptzufahrtsweg Twedter Strandweg, der dem Stadtbezirk Solitüde zugeordnet ist. Oberhalb von Fahrensodde liegt das Ferienhaus- und Wohngebiet „Strandfrieden“, das mit Fahrensodde optisch verwachsen ist. Alles andere als „friedlich“ ist zu bezeichnen, was sich im Mai 1945 in Fahrensodde ereignete – war da doch die Sache mit den 26 Leichen am Badestrand.

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6. Dezember 1941: Mindestens 135 Juden werden aus Schleswig-Holstein deportiert

Am 30. November 2001 wurde in der lettischen Hauptstadt Riga eine Gedenkstätte eingeweiht. Sie erinnert an die mehr als 25.000 Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus aus allen Teilen des Deutschen Reiches in das Ghetto von Riga verschleppt und fast ausnahmslos ermordet wurden. Mindestens 135 von ihnen waren am 6. Dezember 1941 aus Schleswig-Holstein deportiert worden.

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Neues Buch: „Die Volksgemeinschaft in der Region Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“

Neues Buch zum Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein von EUF-Historikern: „Wer die NS-Geschichte ‚verstehen‘ will, muss sich intensiv mit beiden Seiten der NS-Volksgemeinschaft befassen – gerade auch in der eigenen Region.“

Am 17.11.2022 hat die Landtagspräsidentin von Schleswig-Holstein, Kristina Herbst, gemeinsam mit dem Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Oliver Stolz, in der Gebrüder-Humboldt-Schule / Europaschule Wedel (Kreis Pinneberg ) einen druckfrischen ersten Klassensatz des Buches „Die Volksgemeinschaft in der Region. Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“ überreicht. Als Verfasser des Werkes zeichnen sich Professor Uwe Danker und Professorin Astrid Schwabe von der Europa-Universität-Flensburg verantwortlich.

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