Amrums Geheimnisse: Von Unterirdischen, Wikingergräbern und Seemännern der Nordsee

Lust auf Mystisches an der Nordsee?Dann auf nach Amrum. Entdecken Sie Amrums faszinierende Geheimnisse: Unterirdische, Wikingergräber und namenlose Seemänner. Erfahren Sie mehr über diese mystischen Legenden bei Erzählrunden und Abendspaziergängen mit Experten. Tauchen Sie ein in die Welt von Georg Quedens‘ Klassiker ‚Amrum erzählt‘ und erleben Sie die Sagen der Insel in lebendigen Vorträgen. Im Öömrang Hüs-Museum wird die Inselgeschichte persönlich erzählt. Erleben Sie Amrums Magie!

Geschichten über die kleinen Unterirdischen, die nachts am Strand ihr Unwesen treiben, können Gäste mit der Schutzstation Wattenmeer hören, die regelmäßig Erzählrunden zu den Sagen und Mythen der Nordsee anbietet. Die Kulisse dabei: Amrums Dünentäler und der „weite Kniep“ (1).

Über Amrum als Insel der Toten, über Wikingergräber und namenlose Seemänner erzählt das Team des Amrumer Naturschutzzentrum in Norddorf im Rahmen ihres literarischen Abendspaziergangs.

Ein Standardwerk für alles Sagenhafte der Insel ist Georg Quedens‘ Klassiker „Amrum erzählt“. In dem schmalen 45-Seiten-Bändchen hat der Inselchronist und Ururamrumer alle vereint: die berühmten „Onnerbäänkin“ – die Unterirdischen, den „Nöck“ in den Dünen und die seltsamen Wiedergänger.

Sein Sohn Kai erzählt davon heute in seinen regelmäßig stattfindenden Vorträgen. Im „Öömrang Hüs„, dem kleinen Museum der Inselgeschichte, begegnen Besucherinnen und Besucher den Figuren wieder – en passant zur dort persönlich vorgetragenen Inselgeschichte.

Über „Amrum erzählt: Sagen, Geschichten, Düntjes und wahre Begebenheiten

„Hualewjonken“ heißt in genauer Übersetzung „Halbdunkel“, die Dämmerstunde, und meint eine Zeit, als die älteren Insulaner – vor allem im Winter – zusammenkamen, um aus dem Inselleben zu erzählen. Die weitgereisten Seefahrer konnten dabei mit aufregenden Geschichten aufwarten.

Aber auch die Ereignisse auf der Insel und von den Dorfbewohnern wurden immer wieder erzählt und blieben so über Generationen im Bewusstsein der Bevölkerung. Denn unter den Tischen oder hinter den Sofas versteckt lauerten wir Dorfkinder auf die Erzählungen der „Alten“. Dabei war längst nicht jeder von Pfeifen- und Zigarrenqualm begleitete Redebeitrag „jugendfrei“ und druckfähig. Einige fehlen in diesem Buch, sind aber natürlich im Archiv des Verfassers „für die Ewigkeit“ aufbewahrt.

Über den Autor Georg Quedens

Georg Quedens lebt seit seiner Geburt auf Amrum. Natur und Geschichte dieser Nordseeinsel prägen seine Arbeit. Er machte bei seinem Vater eine Lehre als Fotograf. Seither ist er in seinem Beruf tätig und hat zahlreiche Publikationen über Amrum und weitere nordfriesische Inseln verfasst.

Seinen ersten Diavortrag hielt er 1958, seine ersten Bildbände erschienen ab 1961 in der Reihe Der kleine Wolff-Bildband des Wolff-Verlags in Flensburg.

Später veröffentlichte er umfangreichere Bücher unter anderem in der Reihe „Die Welt der Inseln und Halligen“ des Breklumer Verlags in Breklum und im Verlag seines Bruders Jens Quedens auf Amrum.

Seine Fotos werden seit Jahrzehnten in vielen – auch überregionalen – Zeitschriften und Kalendern veröffentlicht. Er schrieb 30 Jahre lang die Chroniken „Amrum 1983″ bis „Amrum 2012″, die zusammen rund 4.500 Seiten umfassen und in einer Auflage von jeweils rund 1.000 erschienen.

Weiterhin hielt Georg Quedens lange Zeit Vorträge zu verschiedenen Themen, die den Nordseeraum betreffen. Üblicherweise lauten die Themen „Amrum die Insel“, „Nordsee und Wattenmeer“, „Amrum in der guten alten Zeit“, „Nordsee Mordsee“, „Von Insel zu Insel“ und „Seevögel“. Schrittweise übernahm sein Sohn, der Kunstmaler Kai Quedens, in den 2010er Jahren die Vortragsreihe. 

Quellen / Weiterführende Informationen

(1) Der „Kniep“ ist eine 10 qkm große Dünenlandschaft auf der Nordseeinsel Amrum und liegt 1,8m über dem Meeresspiegel. Diese Dünenlandschaft erstreckt sich im südlichen Teil der Insel und bietet eine malerische Kulisse mit hohen Sanddünen und einem weitläufigen Dünentälern.

Der Kniep auf Amrum ist bei Touristen und Naturfreunden beliebt und bietet die Möglichkeit, die einzigartige Natur und Landschaft der Insel zu genießen. Es ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Wanderungen und bietet oft atemberaubende Ausblicke auf die Nordsee.

Der Ursprung des Namens „Kniep“ für die Dünenlandschaft auf Amrum ist nicht eindeutig geklärt, aber es gibt verschiedene Theorien dazu:

  1. Eine Theorie besagt, dass der Name „Kniep“ von dem friesischen Wort „Knip“ abgeleitet sein könnte, was so viel wie „schmaler Landstreifen zwischen zwei Wasserläufen“ bedeutet. Dies würde auf die Lage des Knieps zwischen dem Wattenmeer und der Nordsee hinweisen.
  2. Eine andere Theorie besagt, dass der Name aus dem Niederdeutschen stammt und mit „knijp“ in Verbindung gebracht wird, was „Düne“ oder „Sandhügel“ bedeuten könnte.

Die genaue Herkunft des Namens bleibt also im Wesentlichen spekulativ, und es gibt keine endgültige Bestätigung für seine Ursprünge.

Nun Lust auf einen Tripp nach Amrum? hier Übernachtungstipps, Veranstaltungen und, und, und

Autor: Willi Schewski

Freier Presse- & Agenturfotograf, Videojournalist & Blogger. Was? #Geschichte #Psychohistorie #News. Wo? #SchleswigHolstein, #Hamburg (und den Rest der Welt)

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: