Husum: Ausstellung„Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“

Anlässlich des Tages zum nationalen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurde am Freitag, 27. Januar 2023 die Ausstellung: „Volk Gesundheit Staat – Gesundheitsämter im Nationalsozialismus“ eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis zum 24.02.2023 zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen. Hier weitere Informationen zum Thema der Ausstellung:

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1864 – Briefe eines Tonderner Bürgers aus bewegten Tagen (Teil 2)

Wir schreiben das Jahr 1864. Dieses bringt den ersten der später so bezeichneten deutschen Einigungskriege: Nach einem von Dänemark nicht erfüllten kurzfristigen Ultimatum zur Rücknahme der Novemberverfassung greifen Preußen und Österreich das Königreich an und besiegen es innerhalb weniger Monate, wobei sie bis zur Nordspitze von Jütland vordringen. Im Frieden von Wien verliert Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die von den Siegermächten vorläufig in Form eines Kondominiums verwaltet werden. In dieser mehrteiligen Reihe werden die Ereignisse aus Sicht des Tonderner Bürgers O. C. Hanquist wiedergegeben. Begeben wir uns auf eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Bevor der Verfasser auf einen weiteren Brief des in Tondern lebenden Kaufmann Oluf Christian Hanquist an seinen Sohn Ludwig eingeht, erlaubt er, zunächst einen anderen, deutschen Zeugen aus jener Zeit vorzustellen: Hans Theodor Woldsen Storm: Jurist (Rechtsanwalt und Richter) und Schriftsteller und scharfer Beobachter. Obwohl die Politik für ihn nicht das eigentliche Interessengebiet war, bezog er unter dem Druck geschichtlicher Ereignisse Stellung zu gesellschaftlichen Fragen und war bereit, sich zu engagieren. Er schrieb auf Wunsch seines Freundes Theodor Mommsen Berichte über die Schleswig-Holsteinische Erhebung. 1864 flossen aus seiner Ader folgende Zeilen:

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Geheimnisvolle Orte in Schleswig-Holstein: Zwei Superlative am Beltringharder Koog

Das nördlichste Bundesland Deutschlands hat jede Menge unbekannte und geheimnisvolle Orte fernab des Trubels zu bieten. Und mehr als nur zwei Superlative

Auf geht es an den See! Wie, an den See? Ja. Sowas gibt es an der Nordfriesischen Westküste, genau genommen am 1987 fertiggestellten Vordeich Beltringharder Koog. Und, Superlative 1: Das ist dass größte schleswig-holsteinische Naturschutzgebiet auf dem Festland.

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15. Januar 1362: Die Grote Mandränke richtet an der Nordseeküste schreckliche Verwüstungen an 

Es war wie die Sintflut: Eine gewaltige Sturmflut suchte vor über 660 Jahren auch die schleswig-holsteinische Nordseeküste heim und veränderte deren Verlauf für immer. Große Teile von Marschflächen und das sagenhafte Rungholt gingen für immer unter.

Vor über 660 Jahren, am 15. Januar 1362, veränderte die „Grote Mandränke“ – auch die „Große Manntränke“ („großes Ertrinken“) genannt – den Küstenverlauf im heutigen Schleswig-Holstein für immer. Diese gewaltige Sturmflut, die genau drei Tage (vom 15. bis 17. Januar 1362) dauerte, fegte wie ein riesiger Besen über die Nordseeküste. Ihre Spuren zeigten sich über die Utlande, die Außenlande vor dem Festland, über die Köge und die eingedeichten Marschgebiete. Große Teile fruchtbaren Landes zwischen Sylt und Eiderstedt in Nordfriesland gingen unter, darunter Rungholt, der damalige größte Handelsort des Nordens. Aus zusammenhängenden Landteilen wurden verstreute Inseln und Halligen. 

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Böse Bauten: Das KZ-Außenlager Husum-Schwesing: „Hier wird Leben ausgerottet“

„Was die deutschen Bürger täglich sahen: Der Zug (hält) an. Der Konvoi ist am Zielort eingetroffen. Mal steigen wir am Husumer Bahnhof aus, mal an einer Nebenstation, häufig genug mitten in der freien Natur. Hier sind die Häftlinge, die wieder und wieder gezählt werden, das Objekt ungerechtfertigter Brutalitäten.“ Jean Le Bris

Es wirkt heute noch böse und bizarr – ist aber wahr: Vor über 78 Jahren wurden über längere Zeit Häftlinge des KZ-Außenlagers Husum-Schwesing täglich morgens und abends durch Husum getrieben. Die Vorgänge vollzogen sich praktisch öffentlich. Die meistens Bürgerinnen und Bürger, die das Geschehen beobachteten, sahen weg. Andere spotteten, wenige halfen. Ein Häftling schildert seine traumatischen Erlebnisse in einem Buch.

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Gebäude erzählen Geschichten: Brasseriehof Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Der Brasseriehof und heutige Kulturhof Flensburg gab früher Inspiration für einen berühmten norddeutschen Dichter.

Er ist einer der bekanntesten und ältesten Kaufmannshöfe in Flensburg: der Brasseriehof. Die exakte Adresse lauter Große Straße 42/44, dessen Hofgebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Der Häuserbestand des Hofes wird heute gewerblich und für Wohnzwecke genutzt und gehört zu den Kulturdenkmalen der Stadt. In diesem Hof, dem heutigen sogenannten Kulturhof, spielt die Novelle „Im Nachbarhause links“ von dem Dichter Theodor Storm; er schrieb sie 1875 nach einem Besuch bei einem Freund und seinem Schwager in Flensburg.

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Die stillen Ecken der Nordsee mit Geschichte: Schobüller Berg & Wald

Es gibt sie noch – die Orte, an die man so gerne zurückkehrt! Entlang der Nordseeküste von Schleswig-Holstein gibt es diese versteckten, vielleicht noch unbekannten oder gar belebten Orte, die keiner vergisst, weil die Erinnerungen an den Besuch einen nicht mehr loslassen- wahre Sehnsuchtsorte… hier ein Tipp: Schobüller Berg & Wald

„Schleswig-Holstein, das ist doch nur plattes Land“, mag so mancher Auswärtiger denken. Doch weit gefehlt, selbst am Rande der Marsch, in Nordfriesland, genau gesagt, in Schobüll (etwa 1600 Einwohner) bei Husum, gibt es so manche Erhebung, manche schicke Ecken und so manche Geschichte. Ein weltberühmter Dichter soll sich dort Inspiration geholt haben, … doch dazu später mehr. 

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Expertentipp: Unterhaltsame Führungen in Husum

Wer Husum besucht, kennt sicher schon den Steindeich, den Hafen, den Marktplatz mit Kirche und Tine (siehe Foto), das Stormhaus und vieles, vieles mehr. Doch wer hat schon was von Mördern, Henkersknechten, Hexen und geheimen Riten gehört? Dahinter steht ganz viel Geschichte. Diese zu entdecken geht am Besten mit einer Stadtführung. Hier ein paar Tipps:

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Es geht auch sanft: Beispiele für ressourcenschonenden Urlaub in Schleswig-Holstein

„Drum o Mensch, sei weise, pack die Koffer und verreise“, sagte schon Wilhelm Busch. Urlaub macht Spaß, doch Tourismus kann auch negative Auswirkungen haben, vor allem für die Natur. Dass es auch anders geht, zeigen einige Tipps für nachhaltigeres Reisen.

Vor allem wer mit der Bahn nach Husum reist, kann sich darüber freuen, dass die meisten Hotels in der Nordsee-Stadt ihren Gästen Mobilitätsangebote machen, in vielen Fällen sogar E-Angebote. Vom E-Bike über den E-Roller bis zum E-Auto reicht die Auswahl, die dazu einlädt die Ferienregion Husumer Bucht auf individuellen Wegen zu entdecken. Fahrradfahrer finden in der Husumer Bucht ein Netz von interessanten Fahrradwegen – entlang der Nordsee-Deiche und dem bekannten Nordseeküsten-Radweg, aber auch ins nordfriesische Binnenland.

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Husum: Filmpremiere „WIM – Der letzte Zeuge des Konzentrationslagers Husum-Schwesing“

8. Mai – Tag der Befreiung: Anlässlich des Tages der Befreiung, offizieller Gedenktag in Schleswig-Holstein, findet in Husum die Filmpremiere „WIM – Der letzte Zeuge des Konzentrationslagers Husum-Schwesing“ im Kino Center Husum statt. In diesem Artikel alle Infos über den Film und das KZ Husum-Schwesing

Wim Aloserij ist 16 Jahre alt, als das nationalsozialistische Deutschland die Niederlande – sein Heimatland – überfällt. Aufgrund des Krieges fehlen den Deutschen Arbeitskräfte, Wim wird zur Zwangsarbeit nach Braunschweig abkommandiert. Doch es gelingt ihm zu fliehen.

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