Barrierefrei/-arm durch Schleswig-Holstein: Beispiel „Ein Flensburg für alle“

Jeder einzelne Mensch, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, hat das Recht auf eine volle und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Oftmals gibt es im Alltag jedoch Hürden, die Menschen mit Behinderung oder (Mobilitäts-)Einschränkungen die Inklusion erschweren. Daher ist eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt immens wichtig, um alle Menschen gleichermaßen zu berücksichtigen. Das betrifft auch den Tourismus. In Schleswig-Holstein gibt es bereits gute touristische Projekte und Angebote zum Thema Barrierefreiheit. Diese sind essenziell für beeinträchtigte Gäste – zugutekommen sie aber allen. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH hat ein paar Beispiele aus dem Land zusammengetragen.

Ein Flensburg für alle! – so lautet der Titel eines Projekts, bestehend aus Mitgliedern der Lebenshilfe mit und ohne Behinderung. Ziel des Projekts ist es, den Freizeitbereich in der Stadt barrierefrei zu gestalten. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstand der „Flensburger PLUSpunkt“ – ein Kennzeichen, das an Geschäfte und Einrichtungen vergeben wird. Mehr darüber in diesem Artikel.

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Flensburg: Wanderausstellung: „Der lange Weg – Aus der Vergangenheit lernen-Zukunft gestalten“

Vom 29. September bis zum 2. Oktober 2022 wird in der Freien Waldorfschule Flensburg die Wanderausstellung „Der lange Weg – Aus Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ des Verbands Deutscher Sinti und Roma e.V. Landesverband Schleswig-Holstein präsentiert. In diesem Rahmen wird auch das Projekt Gedenkstelle Valentiner Allee vorgestellt.

Seit Herbst 2021 zeigt der Verband Deutscher Sinti und Roma e.V., Landesverband Schleswig-Holstein, an verschiedenen Orten diese Wanderausstellung (Kurator: Jens Rönnau) und setzt im Rahmen der Aufklärung und im Kampf gegen den Antiziganismus (1) damit ein weiteres Zeichen, um Information, Austausch, Präsenz und Begegnung zu ermöglichen und zu fördern.

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Forderung zum Weltkindertag: „Teilhabe auch für Kinder und Jugendliche gewährleisten“

Kinderarmut und Gefährdung ist ein tiefgreifendes und faktisches Problem in Deutschland. Zum Weltkindertag werden düstere Fakten präsentiert: So liegt nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes die Armutsgefährdungsquote von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bei 16,2 %. Das ist in etwa jede/r Sechste und es steht zu befürchten, dass sich die Situation für die Kinder und Jugendlichen angesichts der aktuellen Krisen noch weiter verschärft.

+59.000 Kinder und Jugendliche von Gewalt in Schleswig-Holstein betroffen+ Anlässlich des morgigen Weltkindertages (20. September) fordert die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten, Samiah El Samadoni, dass die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, insbesondere im Kontext von Kinderarmut und Bildungsgerechtigkeit vorangetrieben werden muss. ,,Der Weltkindertag richtet den Fokus darauf, wie wir den Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft die Teilhabe ermöglichen und ihre Rechte sichern. Leider ist hier in vielen Bereichen noch ein weiter Weg zu gehen„, sagte Samiah El Samadoni am Montag in Kiel. Und sie präsentierte düstere Fakten:

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Kiel: Stadtmuseum zeigt Ausstellung „Kiel, Chanukka 1931. Rahel Posners Foto erzählt“

Kiel. Rahel Posner, die Frau des Kieler Rabbiners, fotografierte zum Chanukkafest (1) im Dezember 1931 ein symbolstarkes Motiv: den Chanukka-Leuchter der Familie auf einem Fensterbrett ihrer Wohnung am Sophienblatt 60. Im Hintergrund ist die Hakenkreuzfahne an der Kreisgeschäftsstelle der NSDAP auf der anderen Straßenseite zu sehen. Das Foto steht nun im Mittelpunkt der Ausstellung „Kiel, Chanukka 1931. Rahel Posners Foto erzählt“ des Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseums. 

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Schleswig: Ausstellung „Heinz Reinefarth: Vom NS-Kriegsverbrecher zum Landtagsabgeordneten“

Heinz Reinefarth, eigentlich Heinrich Reinefarth, (* 26. Dezember 1903 in Gnesen, Provinz Posen, Königreich Preußen; † 7. Mai 1979 in Westerland, Sylt) war ein deutscher SS-Gruppenführer, Generalleutnant der Waffen-SS und Polizei. Reinefarth war u. a. für die Niederschlagung des Warschauer Aufstandes verantwortlich, bei der allein im Warschauer Stadtteil Wola 20.000 bis 50.000 Zivilisten von den Truppen unter seinem Befehl erschossen wurden.
Für seine Taten wurde Reinefarth nie belangt. Es gelang ihm im Gegenteil, in der Nachkriegszeit eine politische Karriere einzuschlagen, bei der er Abgeordneter des Schleswig-Holsteinischen Landtages und Bürgermeister von Westerland auf Sylt wurde.
Über die Person Reinefarth gibt es noch bis 31. März 2023 eine Ausstellung im Landesarchiv Schleswig-Holstein – zuzüglich umfassendes Begleitprogramm

„Heinz Reinefarth: Vom NS-Kriegsverbrecher zum Landtagsabgeordneten“ heißt die Ausstellung im Prinzenpalais (1) in Schleswig. Das Landesarchiv stellt mit Reinefarth einen typischen Vertreter der führenden Vertreter des NS-Staates vor, die nach dem Ende des Krieges Karriere in der Bundesrepublik gemacht haben. 

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Doku“Einfach Mensch! Bis ans Limit“u.a. mit Deutschlanddurchquerung von Flensburg nach Oberstdorf

Mit jeder Menge Energie meistern sie ihre Barrieren im Sport mühelos, gehen bis an ihre Belastungsgrenzen: Maximilian Schwarzhuber und Amos Donath leben trotz körperlicher Einschränkung ihre sportlichen Träume. Die 3sat-Reihe „Einfach Mensch!“ stellt in der Sendung „Bis ans Limit“ die beiden vor. Für Maximilian Schwarzhuber stand am 6. Mai 2022 ein gigantisches Vorhaben auf den Plan: Die Deutschlanddurchquerung von Flensburg nach Garmisch.

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„Rabiat: Rettet die Ostsee“ – ARD TV-Reportage über ein kippendes Ökosystem

Es ist eine rabiate Reise an ein fast totes Meer. Die Ostsee ist leergefischt, überdüngt und voller Plastikmüll. Eins der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland ist in Gefahr. Das Ökosystem droht zu kippen. Eine internationale Studie kam schon im Jahr 2020 zu dem Schluss: Die Ostsee ist in durchwachsenem Zustand.

Reporter Manuel Möglich trifft in „Rabiat: Rettet die Ostsee!“ Politiker, Pensionsbesitzer, Touristen und Biologen, die sich alle auf ihre Art Sorgen um die Ostsee machen. Mit der Umweltorganisation Sea Shepherd und dem Fischer Uwe Lund fährt Möglich raus, um nachzusehen, wie es aktuell aussieht und was getan werden muss, um das Ökosystem zu erhalten und ein Leben am und mit dem Meer auch in der Zukunft zu ermöglichen. Die Reportage „Rabiat: Rettet die Ostsee!“ ist in der  ARD-Mediathek noch bis 29.08.2023 verfügbar.

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Stefan Schmidt wird mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Stefan Schmidt (* 9. Oktober 1941 in Stettin) ist ein deutscher Kapitän und Flüchtlingsbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein. Bekannt wurde er durch die Rettung von 37 Personen aus Seenot mit dem Schiff Cap Anamur im Jahr 2004. Dafür wurde er von einem italienischen Gericht wegen Schleusung angeklagt und erst 2009 freigesprochen. 2011 und erneut 2017 wurde er durch den Landtag von Schleswig-Holstein zum ehrenamtlichen Landesflüchtlings- und Zuwanderungsbeauftragten gewählt. Am 13. September 2022 wird Schmidt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Alle Hintergründe dazu in diesem Blogartikel

Am 13. September 2022 wird der schleswig-holsteinische Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen, Stefan Schmidt (i. B. re., Archiv), mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Ministerpräsident Daniel Günther überreicht die Auszeichnung des Bundespräsidenten in Kiel.

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Fahrensodde, die Nazis und die Sache mit den 26 Leichen am Badestand

Der Ort Fahrensodde (dänisch Farensodde oder auch Farnæsodde) ist ein Küstenvorsprung mit gleichnamigem Strand, Straße sowie Fischerei- und Yachthafen an der Flensburger Innenförde. Mai 1945, zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wurden am Badestrand von Fahrensodde 26 Leichen von SS-Leuten verscharrt. Alle Hintergründe dazu im folgenden Artikel

Die beschaulich an der Flensburger Förde liegende Siedlung namens Fahrensodde, wurde 1583 erstmals erwähnt. Sie weist auf eine Landzunge (dänisch: odde) hin, die zur Überfahrt nach Kollund (Dänemark) genutzt wurde. Die damals aus fünf Katen bestehende Siedlung gehörte zu Twedter Holz. Fahrensodde ist erreichbar über den Hauptzufahrtsweg Twedter Strandweg, der dem Stadtbezirk Solitüde zugeordnet ist. Oberhalb von Fahrensodde liegt das Ferienhaus- und Wohngebiet „Strandfrieden“, das mit Fahrensodde optisch verwachsen ist. Alles andere als „friedlich“ ist zu bezeichnen, was sich im Mai 1945 in Fahrensodde ereignete – war da doch die Sache mit den 26 Leichen am Badestrand.

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Flensburg: ECMI präsentiert sich am „Tag des offenen Denkmals“ im Kompagnietor  

Das Kompagnietor ist eine der Sehenswürdigkeiten Flensburgs an dessen Hafen. Das Tor aus dem 17. Jahrhundert hatte einen mittelalterlichen Vorgängerbau, mit dem gleichen Namen. Seit 1997 ist das Kompagnietor Sitz des Europäischen Zentrums für Minderheitenfragen (European Centre for Minority Issues, Abk. ECMI)

Das Europäische Zentrums für Minderheitenfragen (ECMI) öffnet seine Türen am 11. September 2022 für die Öffentlichkeit. Anlass ist der Tag des offenen Denkmals. Von 12:00­ – 15:00 Uhr sind Neugierige eingeladen, mehr über die maritime Geschichte des historischen Gebäudes und die heutige Arbeit des ECMI zu erfahren. Ein buntes Kinderprogramm sowie eine kleine Stärkung für Groß und Klein, runden das Programm ab.

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