Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Meermann Ekke Nekkepenn 

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt. Auf dem Meeresgrund treibt das nordfriesische Rumpelstilzchen sein Unwesen. Die Sage um die Gestalt des Ekke Nekkepenn ist ein beliebtes Motiv der norddeutschen Literatur.

Bei Theodor Storm fand er als zündelndes Feuermännlein Eingang in die Novelle „Die Regentrude„. Bei Christian Peter Hansen* ist er ein nicht minder garstiger Meermann, der stark an das Rumpelstilzchen erinnert. Der Sage nach bat Meermann Ekke Nekkepenn die Frau eines Sylter Kapitäns, seiner Frau Rahn bei der Geburt zur Seite zu stehen. Er nahm sie mit auf den Meeresgrund und beschenkte sie nach der Geburt seines Kindes reichlich. Die Jahre gingen ins Land und Nekkepenn erinnerte sich gern an die schöne Frau des Kapitäns. Rahn war indes nicht mehr so ansehnlich und der Meermann beschloss, die Kapitänsfrau an ihrer Stelle zur Frau zu ehelichen.

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Flensburg: Ausstellungseröffnung „Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“   

Die Initiative Weltweites Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting) unterstützt und begeht am zweiten Sonntag des Monats Dezember einen jährlichen Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Die Initiatoren und Unterstützer laden Angehörige in der ganzen Welt ein, diesem Tag ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister besonders zu gedenken.

Aus Anlass des Weltgedenktages für Verstorbene Kinder wurde am 11. Dezember eine ungewöhnliche Ausstellung in der St. Nikolaikirche am Südermarkt eröffnet. „Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“ lautet deren Titel.

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Erdgeschichte: Sternenstaub und Lebensbringer – der Meteorit „Flensburg“

Am 12. September 2019 gelang einem Windsurfer an der Nordseeküste eine spektakuläre Aufnahme des Meteoriten Flensburg. Forscher fanden in dem golfballgroßen Stein anschließend die ältesten Spuren von flüssigem Wasser in unserem Sonnensystem. Dieser sei, bezogen auf Deutschland, „der mit großem Abstand wissenschaftlich wichtigste Meteoritenfall“

Meteoriten gehen öfter über Deutschland nieder als man glaubt. Doch nur die wenigsten werden gefunden. Dabei können die Feuerkugeln viel über die Erdgeschichte erzählen. In der ZDF Sendung „planet e.“ geht es mit Meteoritenjägern auf die Suche nach dem Himmelsgestein und mit Forschern auf Milliarden Jahre zu den Anfängen des Lebens zurück geblickt. Besonderer Blickpunkt wird dabei auf den Meteoriten „Flensburg“ gelegt. Dazu ein Extra-Video (siehe weiter unten).

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Gebäude erzählen Geschichten: Die Alte Post, die Nazis & die Musikerin

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. In der Alten Post, Flensburg wurde Weltgeschichte geschrieben

Es war eines der ersten Konzerte, das der Verfasser dieser Zeilen als talentierter Fotojournalist erleben durfte- und es war eines der schönsten und es lohnt sich die Geschichte hinter den Fotos zu erzählen.

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Gebäude erzählen Geschichten: Das Rathaus Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ.
Das Rathaus Flensburg gilt als „Symbol für den unsensiblen Umgang mit dem schönen alten Stadtbild“ (Quelle: shz)

Das Rathaus in Flensburg ist Sitz der Ratsversammlung sowie des Oberbürgermeisters von Flensburg und beherbergt zudem große Teile der Stadtverwaltung wie auch das Stadtarchiv. Das Rathaus-Gebäude wird heute, rund 60 Jahre nach Grundsteinlegung, als ein „Symbol für den unsensiblen Umgang mit dem schönen alten Stadtbild“ (Quelle: shz) gewertet.

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Krimi „Jakobs Weg“: Spannung, Dramatik – und ein fragwürdiges Ende

Das Buch hat nicht wirklich überzeugt. Warum ich zu dieser Einschätzung komme und es sich dennoch lohnt, über den Inhalt des Buches zu diskutieren, soll Inhalt des folgenden Posts sein

Zugegeben, als ich die Verlagsbeschreibung zu dem Buch „Jakobs Weg“ von Autor Jörg H. Trauboth las, war ich skeptisch: Lässt sich das Thema sexuelle Gewalt und eine Pilgerwanderung zusammen in einen spannenden und guten Krimi-Roman verpacken? Der Roman wirft einige Fragen auf ….

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Schöne Wandertouren an der Nordsee Schleswig-Holstein: Wandern auf Hallig Langeneß

Langeneß ist eine Hallig im Bereich der Nordfriesischen Inseln vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste zwischen den großen Prielen Norderaue und Süderaue.
Zusammen mit der östlich angrenzenden Hallig Oland bildet Langeneß die gleichnamige Gemeinde Langeneß. Beide Halligen sind über eine Schienenverbindung (Halligbahn Dagebüll–Oland–Langeneß) miteinander und dem Festland verbunden.

Es ist eine schöne Statistik*: Im Jahr 2020 gingen rund 1,83 Millionen Personen im Alter von 14 bis 19 Jahren häufig oder ab und zu Wandern. Insgesamt gingen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 38,84 Millionen Personen in ihrer Freizeit häufig oder ab und zu Wandern. Hier ein paar Wandertipps für die Nordsee: Wandern auf Hallig Langeneß

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Kunst & Kritik: Käte Lassen – und die Sache mit dem Adolf Hitler Porträt

„Es fällt schwer, die Künstler in unbeteiligte und beteiligte, also politisch belastete Künstler zu trennen. Nicht alle gezeigten Künstler waren überzeugte Nationalsozialisten, aber zwangsläufig gab es Profiteure, Mitläufer und Parteigänger, die sich in der NS-Diktatur und auch danach ihrer moralischen Verantwortung entzogen haben.“

Sie ist eine Tochter der Stadt Flensburg. Und sie gilt als als die bedeutendste schleswig-holsteinische Malerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Name: Berta Katharina (Käte) Lassen (* 7. Februar 1880 in Flensburg; † 22. Dezember 1956 ebenda).  Nach ihr ist der gleichnamige Hof (Holm 51) in der Flensburger Innenstadt benannt sowie die Gemeinschaftsschule in der Flensburger Mommsenstraße. Aus Lassens Hand entstanden in der Zeit des Nationalsozialismus mehrere Auftragsarbeiten. Das wirft Fragen auf.

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Literatur: „Fördelüge“: Ein Küsten-Krimi von Harald Jacobsen

Harald Jacobsen wurde 1960 in Nordfriesland geboren. Seit seiner Jugend faszinieren ihn spannende Romane. Nach verschiedenen beruflichen Stationen durchlief er eine Ausbildung im kreativen Schreiben und veröffentlicht seit 2006 Kriminalromane, überwiegend mit regionalem Bezug

Flensburg ist ein beliebter Ort für diverse Krimis, Filme und Geschichten-Erzähler. An dieser Stelle sei auf das Buch „Fördelüge“ hingewiesen, es geht um eine Modedroge und um – schwer zu erraten: Mord. Inhalt: Der deutsche Geschäftsmann Klaus Paulsen wird ermordet in einem dänischen Ferienhaus entdeckt. Für Frank Reuter endet damit abrupt die Einarbeitungszeit in sein neues Aufgabengebiet. Zusammen mit Kommissarin May-Britt Oldsen aus Sonderburg übernimmt er die Ermittlungen.

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Literatur: „Deer driif en heef foont sööden jurt – En ütwool foon toochte, tääle än dächte“ von Erk Petersen

Er gilt als einer der interessantesten Prosaautoren des Nordfriesischen: der in 1946 in Niebüll in der Bökinghard geborene und in Flensburg lebende Autor, Philosoph, Lebenskünstler, Naturwissenschaftler und Mythologe Erk Petersen. Er gilt als einer der interessantesten Prosaautoren des Nordfriesischen: der in 1946 in Niebüll in der Bökinghard geborene und in Flensburg lebende Autor, Philosoph, Lebenskünstler, Naturwissenschaftler und Mythologe Erk Petersen.

In dem bereits 2017 in den Sprachen Friesisch (mooring*) & Deutsch veröffentlichten 172 Seiten starken Band „Deer driif en heef foont sööden jurt. En ütwool foon toochtetääle än dächte / Es trieb ein Meer vom Süden her“ präsentiert Petersen eine Auswahl von Gedanken, Geschichten und Gedichten. Erk Petersen schreibt: „Die Lektüre dänischer und schleswig-holsteinischer Folkloresammlungen (Anmerkung Verfasser: Petersen nennt seinen Ansatz „Rekonstruierte Folklore“) machte mir bewusst, dass in der Volkssprache viel mehr gedacht und gesprochen wurde, als man sich – lass mich sagen die letzten fünfzig Jahre – vorstellen konnte.

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