Valentinstag – viel los am 14. Februar in Schleswig-Holstein

Blumen, Pralinen und Kerzenschein: Am 14. Februar feiern viele Menschen wieder das Fest der Liebenden – den Valentinstag. Viele Geschichten ranken sich um den Ursprung dieses Tages. Einer der bekanntesten Erzählungen nach geht er auf den Heiligen Valentin von Terni, den Schutzpatron der Liebenden aus dem 3. Jahrhundert, zurück.

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27. Januar: Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Das Konzentrationslager Auschwitz war der größte deutsche Komplex aus Gefangenenlagern zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Lagerkomplex bestand aus drei sukzessive ausgebauten großen Konzentrationslagern und vielen Außenlagern. Auschwitz hatte eine Doppelfunktion als Konzentrations- und Vernichtungslager. Er bestand aus dem Konzentrationslager Auschwitz I (Stammlager), dem Vernichtungslager Birkenau – Konzentrationslager Auschwitz II, dem Konzentrationslager Monowitz und ca. 50 weiteren Außenlagern. Der Lagerkomplex befand sich im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen. Die SS betrieb den Lagerkomplex von 1940 bis 1945 am Westrand der polnischen Stadt Oświęcim (dt.: Auschwitz). In Auschwitz fand im Zuge des Holocaust (auch Shoah) ein systematischer und fabrikmäßiger Mord an europäischen Juden statt, aber auch andere durch das NS-Regime verfolgte Gruppen wurden dort eingesperrt und ermordet. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen. Die genaue Opferzahl konnte nicht ermittelt werden.

Am 27. Januar 1945 befreite die von Osten vorrückende Rote Armee den Lagerkomplex. In der Nachkriegszeit ist der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ist seit 1996 in Deutschland, seit 2005 international der öffentlich begangene Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Anläßlich dieses Gedenktages gibt es einige Stellungnahmen von Politikern und Prominenz – und eine bedenkliche Studie der Jewish Claims Conference.

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Frohes neues Jahr!

Neujahr (auch Neujahrstag) ist der erste Tag des Kalenderjahres. Wegen der teils in einzelnen Kulturen und Religionen unterschiedlichen Zeitrechnungen und damit auch Kalender ist der Jahresbeginn zu unterschiedlichen Zeitpunkten. In nahezu allen Kulturen ist mit ihm ein Neujahrsfest mit dazugehörigen Bräuchen verbunden, oft ist er ein Feiertag. Für manche Schleswig-Holsteiner bohrte sich ein Jahreswechsel tief in die Erinnerungen ein, der von 1978/79

Bis zur Festsetzung des Neujahrstages im Jahr 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar galt in weiten Teilen Europas der 6. Januar (Hochneujahr) als Jahresbeginn. Wer in Schleswig-Holstein an den Jahreswechsel denkt, dürfte damit auch dieses assoziieren: die Schneekatastrophe von 1978/1979 ….

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Weltgedenktag für Verstorbene Kinder: „Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“   

Die Initiative Weltweites Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting) unterstützt und begeht am zweiten Sonntag des Monats Dezember einen jährlichen Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Die Initiatoren und Unterstützer laden Angehörige in der ganzen Welt ein, diesem Tag ihrer verstorbenen Kinder, Enkel und Geschwister besonders zu gedenken.

Aus Anlass des Weltgedenktages für Verstorbene Kinder fand am 11. Dezember 2021 eine ungewöhnliche Ausstellung in der St. Nikolaikirche am Südermarkt statt: „Trauertattoos – unsere Haut als Gefühlslandschaft“ (1), so der Titel.

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Böse Bauten: Das KZ-Außenlager Husum-Schwesing: „Hier wird Leben ausgerottet“

„Was die deutschen Bürger täglich sahen: Der Zug (hält) an. Der Konvoi ist am Zielort eingetroffen. Mal steigen wir am Husumer Bahnhof aus, mal an einer Nebenstation, häufig genug mitten in der freien Natur. Hier sind die Häftlinge, die wieder und wieder gezählt werden, das Objekt ungerechtfertigter Brutalitäten.“ Jean Le Bris

Es wirkt heute noch böse und bizarr – ist aber wahr: Vor über 78 Jahren wurden über längere Zeit Häftlinge des KZ-Außenlagers Husum-Schwesing täglich morgens und abends durch Husum getrieben. Die Vorgänge vollzogen sich praktisch öffentlich. Die meistens Bürgerinnen und Bürger, die das Geschehen beobachteten, sahen weg. Andere spotteten, wenige halfen. Ein Häftling schildert seine traumatischen Erlebnisse in einem Buch.

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TV-Tipp: „Displaced – verschoben, verdrängt, vertrieben“ – Rekonstruktion einer Familiengeschichte 

Regisseurin Sharon Ryba-Kahn ist in Deutschland geboren, sie gehört zur dritten Generation von Shoah-Überlebenden. In „Displaced“ rekonstruiert sie ihre eigene Familiengeschichte und setzt sich gleichzeitig mit ihrer persönlichen Beziehung zu Deutschland auseinander. Die Dokumentation, die bereits im ZDF lief, kann noch bis zum 06.12.2022 in der ZDF-Mediathek angeschaut werden.

Ich wünsche mir einen anderen Umgang mit der eigenen Geschichte und dass die deutsche Mehrheitsgesellschaft sieht, dass die Schoah sie genauso betrifft wie Jüdinnen und Juden.“ Zitat Sharon Ryba-Kahn. Mit den Augen der dritten Generation nach der Shoah blickt die in München geborene Filmemacherin Sharon Ryba-Kahn auf sich selbst, auf ihre Familie und ihr deutsches Umfeld. Der Blick in ihre Familiengeschichte führt Sharon dazu, sich mit ihrem eigenen Leben auseinanderzusetzen und die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit an ihr nicht-jüdisches Umfeld zu stellen.

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Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein: Röwerlöwe und die Freiheitsliebe der Dithmarscher

Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt. Zu Windbergen lebte ein starker und tapferer Kampfheld, genannt Röwerlöwe und hinterließ Spuren

Das Dithmarschen Volk liebte von Urväterzeiten her seine Freiheit über alles. Große Kämpfe hat es bestanden und blutige Schlachten geschlagen, und viele siegreich, bis es zuletzt noch überwunden ward. Aber immer noch ist in ihm die Erinnerung an seinen alten Ruhm lebendig, wie die Hoffnung auf seiner Freiheit Wiederkehr.

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Kurioses aus Schleswig-Holstein: Schon mal in Geil gewesen?

Na, was fällt Ihnen ein wenn Sie an „Geil“ denken? Ganz sicher umgangssprachlich an Geilheit: „aufschäumend, heftig, übermütig, ausgelassen, lustig„.  Oder bairisch-österreichisch umgangssprachlich, bei Speisen: „üppig„, „übertrieben fett“ oder „süß„. Botaniker würden sagen: „wegen Konkurrenzdrucks von den Seiten her überschnell nach oben wachsend, ungesund üppig wuchernd, stark bewachsen„. In der Landwirtschaft bedeutet es schlicht „vom Boden: fett, (zu) stark gedüngt„. Aber Geil als ein Ort und dann noch in Schleswig-Holstein? Und dann ist da auch noch die Sache mit „Geiler Honig“? Wa?

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Was ist eigentlich … eine Wehle?

Die Reihe „Was ist eigentlich …?“ möchte den Leserinnen und Lesern Fach-Begriffe und Phänomene erklären, die in Schleswig-Holstein gebräuchlich sind. Wer kennt schon alle Begriffe?

Wehlen sind Zeugen von Sturmfluten und zeigen den Ort eines Deichbruchs an.
Das Wasser, das einen Deich durchbricht, stürzt herab und kolkt ein Loch von 10 – 15 m Tiefe aus. Die Neubedeichung kann nur seewärts in einem Bogen erfolgen, da die Wehle nicht so zugeschüttet werden kann, dass sie einen festen Halt bietet. Wehlen sind heute Landschaftsdenkmale. 

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Wiedenborstel (Kreis Steinburg) ist die zweitkleinste Gemeinde Deutschlands

Schon mal was von Wiedenborstel gehört? Dieses ist eine Gemeindein Schleswig-Holstein und sie ist mit elf Einwohnern nach Dierfeld (Rheinland-Pfalz) die zweitkleinste Gemeinde Deutschlands. Wiedenborstel selbst ist nicht mehr als ein Gutshof (1), der inmitten großer Waldungen liegt. Bis zum Jahre 1910 hatte Wiedenborstel übrigens noch 119 Einwohner – ein typischen Beispiel für Landflucht. Aber nicht nur die Statistik ist interessant, auch die Geschichte des Ortes liest sich spannend.

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