BSW – die bessere, humanere, demokratischere AfD? Die modernere DIE LINKE? Die sozialere SPD? Es wurde lange spekuliert, ob Sahra Wagenknecht (im Bild: Archiv) eine eigene Partei gründen würde. Nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein. Laut Berichten des „Spiegel“ und des Hauptstadtbüros des ZDF wird Sahra Wagenknecht die Linkspartei verlassen, um ihre eigene politische Bewegung ins Leben zu rufen. Sie selbst hat diese Entscheidung dem „Spiegel“ noch nicht bestätigt.
In politischen Kreisen wurde seit Monaten darüber diskutiert, ob Wagenknecht den Schritt in die Eigenständigkeit wagen würde. Die Politikerin hatte zuvor betont, dass sie sich bis zum Jahresende festlegen wolle.
Am kommenden Montag wird Sahra Wagenknecht voraussichtlich vor die Presse treten und die Gründung eines Vereins namens „BSW Für Vernunft und Gerechtigkeit“ bekanntgeben, wie der „Spiegel“ berichtet. Die Abkürzung „BSW“ steht dabei auch für „Bündnis Sahra Wagenknecht“. Zusätzlich wird sie an diesem Tag einen ersten Programmentwurf präsentieren. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob sie ihren Austritt aus der Linken-Partei oder ihrer Bundestagsfraktion verkünden wird.
In ihrem näheren Umfeld geht man jedoch davon aus, dass Sahra Wagenknecht mit dieser Pressekonferenz ihren Austritt aus der Linken-Partei „besiegeln“ wird, wie der „Spiegel“ berichtet.
Mit dieser Neugründung könnte ein langwieriger Streit zwischen Wagenknecht und ihrer bisherigen Partei ein Ende finden. Bereits Anfang Oktober hatten mehr als 50 Mitglieder der Linken gefordert, die 54-jährige Politikerin aus der Partei auszuschließen.

