Geschichten und Geschicke: Ehrung von Jørgen Mads Clausen 

Jørgen Mads Clausen (* 23. September 1948) ist ein dänischer Unternehmer. Clausen ist der Sohn von Mads Clausen. Er leitet nach dem Tod seines Vaters bis 2008 das dänische Unternehmen Danfoss. Nach Angaben des US-amerikanischen Forbes Magazine gehört Clausen zu den reichsten Dänen und ist 2005 in The World’s Billionaires gelistet. Clausen wurde am 9. Januar 2009 zum Ritter 1. Klasse des Dannebrogordens ernannt. Seit dem 11. Juni 2010 ist er Königlicher Kammerherr des dänischen Königshauses in Kopenhagen. Am 30.03.2020 trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Flensburg ein

Am Mittwoch, 30. März 2022 gab sich ein besonderer Gast der Stadt Flensburg, die Ehre: Jørgen Mads Clausen, langjähriger Danfoss-Chef. Er führte Gespräche bei Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange und dem Dezernenten für Projektkoordination, Dialog und Image, Stephan Kleinschmidt. Hintergrund ist der bevorstehende Eintritt in den Ruhestand des langjährigen Danfoss-Chefs, der die Grenzregion über viel Jahre maßgeblich mitgeprägt hat.

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„Meine Mutter hatte schlicht Angst“ – Erstmals spricht die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien ausführlich über ihre jüdische Familiengeschichte

Karin Prien, 56, Präsidentin der Kulturministerkonferenz und Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, hat lange nicht über ihre jüdische Herkunft geredet. Als ihre Eltern mit ihr Ende der 1960er Jahre aus Amsterdam nach Deutschland zogen, war „das Bekennen zum Jüdischsein nichts Selbstverständliches, und man tat es auch nicht ohne Beklommenheit“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDU dem ZEITmagazin. „Meine Mutter hatte schlicht Angst. Für sie lebten wir im Land der Täter. Und deshalb war es klar, dass man darüber nicht redete.“ 

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Von der Irrationalität von Wladimir Putins Ukraine-Krieg

Der deutsche Vizekanzler und gebürtige Schleswig-Holsteiner, Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) sprach kürzlich in der ZDF-Talkshow bei Lanz von der Irrationalität von Putins Denken und Handeln.
Um die Irrationalität des Kreml-Despoten zu erfassen, müssen wir tiefer in seine Vergangenheit und die kindliche Psyche von Wladimir Wladimirowitsch Putin hineinschauen. Was wir dort entdecken, lässt einem erschaudern.

Jede Kindererziehungspraxis in der Geschichte wird im erwachsenen politischen Verhalten wieder-aufgeführt.“ Wenn wir TV-Sendungen anschauen, erfahren wir einiges über das Leid des Krieges in der Ukraine, teilweise in Liveschalten aus den Kriegsgebieten. Wir erfahren einiges über das – irrationale – Handeln des Kriegs-Verantwortlichen, der 1952 in Leningrad geborene Wladimir Wladimirowitsch Putin, seine Propaganda-Maschinerie, wir erfahren wie Militärfachleute und Politiker die Lage einschätzen. Das wir weniger erfahren, ist die psychologische Dimension dieses Krieges. Warum führt Putin Krieg, wie tickt er? Wie ist Putins Irrationalität, die der deutsche Vizekanzler Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) vor großem TV-Publikum am 26. Februar 2022 im ZDF-Talk „Lanz“ beschrieb, zu erklären? Hier ein Versuch:

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Zeitgeschichte: Honecker und der Pastor – Film über Ex-DDR-Staatschef-Asyl

Nach 32 Jahren kommt ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte ins Fernsehen – das Asyl des gescheiterten DDR-Staatschefs Erich Honecker (1912–1994) bei Pastor Uwe Holmer in Lobetal (Barnim). Der Film „Honecker und der Pastor“ wird Ende März im ZDF ausgestrahlt.

Januar 1990: Nachdem sie entmachtet worden sind und die Mauer gefallen ist, sind Erich und Margot Honecker praktisch obdachlos, denn die Regierungssiedlung in Wandlitz wurde aufgelöst. Die Modrow-Regierung bietet dem ehemaligen Diktatorenpaar keinen Schutz. Einzig beim evangelischen Pastor Uwe Holmer* und seiner Familie, die, wie viele andere, unter dem DDR-Regime gelitten haben, finden die Honeckers Zuflucht …

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Zeitgeschichte: Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch

Am 9.11.2021 lief in der ARD die Dokumentation „Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch“. Es ging in dieser Doku um die sogenannte Flurbereinigung und Gemeindereform in der Bundesrepublik Deutschland.
In der Doku werden auch Beispiele aus Schleswig-Holstein gezeigt, wie die ehemalig geplante Hotelanlage direkt am Deich von Westerhever. 5000 Betten sollten dem „Ort übergestülpt werden“, heißt es. Weiter kommen die Orte Goldbek in Nordfriesland und Orte in Eiderstedt zur Rede

Der Niedergang war geplant. In den 1960er-Jahren galt das Dorf als rückständig und Verkehrshindernis. So lautete der Befund von Planern und Bürokraten aus den Städten. Traditionsreiche Fachwerkbauten in der Dorfmitte wurden abgerissen und machten Platz für sterile Neubauten und breitere Straßen.

Der Dorfplatz wurde zum Parkplatz. Statt Menschen begegneten sich Autos. Dann verschwanden Eichen, Dorf-Linden, Bäcker, Schuster und Tante-Emma-Laden. Vielerorts kam der Pfarrer auch nur noch alle drei Wochen zum Gottesdienst ins Dorf. Doch jetzt blühen manche Dörfer wieder auf. Wer verantwortete den Niedergang und wer sorgt jetzt für neue Hoffnung?

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Geheimnisvolle Orte in Schleswig-Holstein: Glücksburg: Ganz dicht bei den Dänen 

Das nördlichste Bundesland Deutschlands hat jede Menge unbekannte und geheimnisvolle Orte fernab des Trubels zu bieten. Die Redaktion von Schleswig-Holstein 24 hat die schönsten Tipps im Land zusammengestellt

Wer sie gesehen hat, wird sich in sie verlieben: Die Stadt Glücksburg, für viele die schickste Perle an der Flensburger Förde. Glücksburg heißt auf dänisch „Lyksborg“ und plattdeutsch Glücksborg. Sie ist die nördlichste Stadt Deutschlands. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das Wasser-Schloss Glücksburg (dänisch: Lyksborg Slot).

Es beherbergt ein Museum und ist für Besucher zugänglich. Es zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas und diente den herzoglichen Linien des Hauses Glücksburg als Stammsitz und war zeitweilige Residenz des dänischen Königshauses. Es lohnt sich aber nicht nur das Schloß selbst zu besichtigen sondern die Umgebung, am besten per pedes.

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Deutsche Nachkriegs-Geschichte: „Kartoffel, ich liebe dich!“ – 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Nach langen Verhandlungen wurde auf nur zwei Seiten am 30. Oktober 1961 in Bonn die Grundlage für ein wichtiges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte gelegt. Das Anwerbeabkommen ermöglichte eine staatlich regulierte Arbeitsmigration aus der Türkei nach Deutschland. Die ursprünglich vorgesehene, zweijährige Beschränkung der Aufenthaltsdauer der türkischen Arbeitskräfte wurde 1964 außer Kraft gesetzt. Damit wurde das Abkommen endgültig zum Grundstein einer gemeinsamen deutsch-türkischen Migrationsgeschichte.

Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei ein Anwerbeabkommen. Mit einer Festveranstaltung der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein erinnerte der Landtag an die Unterzeichnung des Abkommens vor 60 Jahren. Was das Ganze mit „Kartoffel, ich liebe dich!“ zu tun hat, dazu weiter unten mehr.

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Wahre Sehnsuchtsorte: Eider & Badestelle Horst & ein bisschen deutsch-dänische Geschichte

Es gibt sie noch – die Orte, an die man so gerne zurückkehrt! Entlang der Nordseeküste von Schleswig-Holstein gibt es diese versteckten, vielleicht noch unbekannten oder gar belebten Orte, die keiner vergisst, weil die Erinnerungen an den Besuch einen nicht mehr loslassen- wahre Sehnsuchtsorte… hier ein Tipp von Monja Thießen, Regionalmanagerin Tourismus der Flusslandschaft Eider

Mein Sehnsuchtsplatz ist die Eider, sagt Monja Thießen, Regionalmanagerin Tourismus der Flusslandschaft Eider. „Am liebsten genieße ich meine Abendstunden an der Badestelle in Horst. Die Eider hat eine beruhigende Wirkung auf mich und ist ein wahrer Ruhepol. Hier an der Eider kann ich Kraft tanken, meine Gedanken schweifen lassen und die grün-blaue Natur genießen.

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Kunst & Kritik: Käte Lassen – und die Sache mit dem Adolf Hitler Porträt

„Es fällt schwer, die Künstler in unbeteiligte und beteiligte, also politisch belastete Künstler zu trennen. Nicht alle gezeigten Künstler waren überzeugte Nationalsozialisten, aber zwangsläufig gab es Profiteure, Mitläufer und Parteigänger, die sich in der NS-Diktatur und auch danach ihrer moralischen Verantwortung entzogen haben.“

Sie ist eine Tochter der Stadt Flensburg. Und sie gilt als als die bedeutendste schleswig-holsteinische Malerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Name: Berta Katharina (Käte) Lassen (* 7. Februar 1880 in Flensburg; † 22. Dezember 1956 ebenda).  Nach ihr ist der gleichnamige Hof (Holm 51) in der Flensburger Innenstadt benannt sowie die Gemeinschaftsschule in der Flensburger Mommsenstraße. Aus Lassens Hand entstanden in der Zeit des Nationalsozialismus mehrere Auftragsarbeiten. Das wirft Fragen auf.

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Geschichte: Gemeinsames Erinnern an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren

Mit einer gemeinsamen Veranstaltung im Innenhof des Schweriner Schlosses haben am 13. August 2021 Vertreter der Landtage von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren erinnert.

Es war ein Tag, der sich tief in die Geschichte beider deutschen Staaten, der BRD und der DDR, einbrannte: An 13. August 1961 wurde für die Bürgerinnen und Bürger der damaligen DDR der letzte noch offene Weg in den Westen verschlossen. Die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Parlamente gedachten der Ereignisse von damals.

Vor rund 150 Gästen, darunter auch 40 Schülerinnen und Schüler aus Schwerin, betonten die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse, und die Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Aminata Touré (Archiv-Bild), die schmerzlichen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger in der DDR und erinnerten an auseinandergerissene Familien, Freundschaften, Verbindungen und an die noch immer ungezählten Todesopfer entlang der Grenze.

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