Das Geheimnis um Doggerland – nun gelüftet?

Das Doggerland ist das untergegangene Land, das während der letzten Kaltzeiten vor 8000 Jahren die heutige Insel Großbritannien mit Kontinentaleuropa und Skandinavien verband. Ein gewaltiger Tsunami soll Doggerland vor 8200 Jahren vernichtet haben. Heute liegt auf diesem Gebiet die Nordsee.

Vor 8000 Jahren erstreckte sich mitten in der heutigen Nordsee, zwischen den britischen Inseln (Großbritannien) und dem europäischen Festland eine üppige Landschaft: Doggerland (1). Eine Katastrophe brachte der Landschaft den Untergang. Lange glaubte die Wissenschaft, ein gewaltiger Tsunami habe Doggerland vernichtet. Forschungen sprechen nun für einen späteren Untergang des Landes, das einst Großbritannien mit dem Rest Europas verband. Das heutige Helgoland ist ein Zeuge dieser Geschichte, einer furchtbaren Katastrophe. Zeichnen wir diese nach:

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TV-Tipp: „Displaced – verschoben, verdrängt, vertrieben“ – Rekonstruktion einer Familiengeschichte 

Regisseurin Sharon Ryba-Kahn ist in Deutschland geboren, sie gehört zur dritten Generation von Shoah-Überlebenden. In „Displaced“ rekonstruiert sie ihre eigene Familiengeschichte und setzt sich gleichzeitig mit ihrer persönlichen Beziehung zu Deutschland auseinander. Die Dokumentation, die bereits im ZDF lief, kann noch bis zum 06.12.2022 in der ZDF-Mediathek angeschaut werden.

Ich wünsche mir einen anderen Umgang mit der eigenen Geschichte und dass die deutsche Mehrheitsgesellschaft sieht, dass die Schoah sie genauso betrifft wie Jüdinnen und Juden.“ Zitat Sharon Ryba-Kahn. Mit den Augen der dritten Generation nach der Shoah blickt die in München geborene Filmemacherin Sharon Ryba-Kahn auf sich selbst, auf ihre Familie und ihr deutsches Umfeld. Der Blick in ihre Familiengeschichte führt Sharon dazu, sich mit ihrem eigenen Leben auseinanderzusetzen und die Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit an ihr nicht-jüdisches Umfeld zu stellen.

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Stolpersteine-App für ganz Deutschland

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Um an die Opfer der NS-Zeit zu erinnern, lässt der Künstler seit 1992 kleine Gedenktafeln aus Messing vor ihrem letzten selbstgewählten Wohn- oder Schaffensraum ins Trottoir ein. Mehr als 80.000 in über 1.000 deutschen Kommunen und 21 Ländern hat der Künstler schon verlegt. Sie sofort zu finden war bisher nicht immer einfach. Nun soll eine kostenfreie App (siehe Foto) auf die Stolpersteine deutschlandweit hinweisen und Daten zugänglich machen.

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Gebäude erzählen Geschichten: Flensborghus

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Die Geschichte des Flensborghus ist äußerst erzählenswert – schon vor dem Hintergrund der deutsch-dänischen Vergangenheit

Das Flensborghus in der Norderstraße 76 in Flensburg ist ein ehemaliges, 1725 fertiggestelltes Waisenhaus, das der dänischen Minderheit nach der Volksabstimmung 1920 in Schleswig als Kultur- und Versammlungshaus dient. Es ist Sitz des Südschleswigschen Vereins (SSF) und der Dänischen Jugendorganisationen in Südschleswig (SdU), des Landesverbandes des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) und der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN). Soweit so kurz, gehen wir mehr ins Detail:

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Kunst & Kritik: Käte Lassen – und die Sache mit dem Adolf Hitler Porträt

„Es fällt schwer, die Künstler in unbeteiligte und beteiligte, also politisch belastete Künstler zu trennen. Nicht alle gezeigten Künstler waren überzeugte Nationalsozialisten, aber zwangsläufig gab es Profiteure, Mitläufer und Parteigänger, die sich in der NS-Diktatur und auch danach ihrer moralischen Verantwortung entzogen haben.“

Sie ist eine Tochter der Stadt Flensburg. Und sie gilt als als die bedeutendste schleswig-holsteinische Malerin des 20. Jahrhunderts. Ihr Name: Berta Katharina (Käte) Lassen (* 7. Februar 1880 in Flensburg; † 22. Dezember 1956 ebenda).  Nach ihr ist der gleichnamige Hof (Holm 51) in der Flensburger Innenstadt benannt sowie die Gemeinschaftsschule in der Flensburger Mommsenstraße. Aus Lassens Hand entstanden in der Zeit des Nationalsozialismus mehrere Auftragsarbeiten. Das wirft Fragen auf.

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Geschichten und Geschicke: Ehrung von Jørgen Mads Clausen 

Jørgen Mads Clausen (* 23. September 1948) ist ein dänischer Unternehmer. Clausen ist der Sohn von Mads Clausen. Er leitet nach dem Tod seines Vaters bis 2008 das dänische Unternehmen Danfoss. Nach Angaben des US-amerikanischen Forbes Magazine gehört Clausen zu den reichsten Dänen und ist 2005 in The World’s Billionaires gelistet. Clausen wurde am 9. Januar 2009 zum Ritter 1. Klasse des Dannebrogordens ernannt. Seit dem 11. Juni 2010 ist er Königlicher Kammerherr des dänischen Königshauses in Kopenhagen. Am 30.03.2020 trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Flensburg ein

Am Mittwoch, 30. März 2022 gab sich ein besonderer Gast der Stadt Flensburg, die Ehre: Jørgen Mads Clausen, langjähriger Danfoss-Chef. Er führte Gespräche bei Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange und dem Dezernenten für Projektkoordination, Dialog und Image, Stephan Kleinschmidt. Hintergrund ist der bevorstehende Eintritt in den Ruhestand des langjährigen Danfoss-Chefs, der die Grenzregion über viel Jahre maßgeblich mitgeprägt hat.

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„Meine Mutter hatte schlicht Angst“ – Erstmals spricht die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien ausführlich über ihre jüdische Familiengeschichte

Karin Prien, 56, Präsidentin der Kulturministerkonferenz und Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, hat lange nicht über ihre jüdische Herkunft geredet. Als ihre Eltern mit ihr Ende der 1960er Jahre aus Amsterdam nach Deutschland zogen, war „das Bekennen zum Jüdischsein nichts Selbstverständliches, und man tat es auch nicht ohne Beklommenheit“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDU dem ZEITmagazin. „Meine Mutter hatte schlicht Angst. Für sie lebten wir im Land der Täter. Und deshalb war es klar, dass man darüber nicht redete.“ 

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Von der Irrationalität von Wladimir Putins Ukraine-Krieg

Der deutsche Vizekanzler und gebürtige Schleswig-Holsteiner, Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) sprach kürzlich in der ZDF-Talkshow bei Lanz von der Irrationalität von Putins Denken und Handeln.
Um die Irrationalität des Kreml-Despoten zu erfassen, müssen wir tiefer in seine Vergangenheit und die kindliche Psyche von Wladimir Wladimirowitsch Putin hineinschauen. Was wir dort entdecken, lässt einem erschaudern.

Jede Kindererziehungspraxis in der Geschichte wird im erwachsenen politischen Verhalten wieder-aufgeführt.“ Wenn wir TV-Sendungen anschauen, erfahren wir einiges über das Leid des Krieges in der Ukraine, teilweise in Liveschalten aus den Kriegsgebieten. Wir erfahren einiges über das – irrationale – Handeln des Kriegs-Verantwortlichen, der 1952 in Leningrad geborene Wladimir Wladimirowitsch Putin, seine Propaganda-Maschinerie, wir erfahren wie Militärfachleute und Politiker die Lage einschätzen. Das wir weniger erfahren, ist die psychologische Dimension dieses Krieges. Warum führt Putin Krieg, wie tickt er? Wie ist Putins Irrationalität, die der deutsche Vizekanzler Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) vor großem TV-Publikum am 26. Februar 2022 im ZDF-Talk „Lanz“ beschrieb, zu erklären? Hier ein Versuch:

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Zeitgeschichte: Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch

Am 9.11.2021 lief in der ARD die Dokumentation „Unsere Dörfer – Niedergang und Aufbruch“. Es ging in dieser Doku um die sogenannte Flurbereinigung und Gemeindereform in der Bundesrepublik Deutschland.
In der Doku werden auch Beispiele aus Schleswig-Holstein gezeigt, wie die ehemalig geplante Hotelanlage direkt am Deich von Westerhever. 5000 Betten sollten dem „Ort übergestülpt werden“, heißt es. Weiter kommen die Orte Goldbek in Nordfriesland und Orte in Eiderstedt zur Rede

Der Niedergang war geplant. In den 1960er-Jahren galt das Dorf als rückständig und Verkehrshindernis. So lautete der Befund von Planern und Bürokraten aus den Städten. Traditionsreiche Fachwerkbauten in der Dorfmitte wurden abgerissen und machten Platz für sterile Neubauten und breitere Straßen.

Der Dorfplatz wurde zum Parkplatz. Statt Menschen begegneten sich Autos. Dann verschwanden Eichen, Dorf-Linden, Bäcker, Schuster und Tante-Emma-Laden. Vielerorts kam der Pfarrer auch nur noch alle drei Wochen zum Gottesdienst ins Dorf. Doch jetzt blühen manche Dörfer wieder auf. Wer verantwortete den Niedergang und wer sorgt jetzt für neue Hoffnung?

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Geheimnisvolle Orte in Schleswig-Holstein: Glücksburg: Ganz dicht bei den Dänen 

Das nördlichste Bundesland Deutschlands hat jede Menge unbekannte und geheimnisvolle Orte fernab des Trubels zu bieten. Die Redaktion von Schleswig-Holstein 24 hat die schönsten Tipps im Land zusammengestellt

Wer sie gesehen hat, wird sich in sie verlieben: Die Stadt Glücksburg, für viele die schickste Perle an der Flensburger Förde. Glücksburg heißt auf dänisch „Lyksborg“ und plattdeutsch Glücksborg. Sie ist die nördlichste Stadt Deutschlands. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das Wasser-Schloss Glücksburg (dänisch: Lyksborg Slot).

Es beherbergt ein Museum und ist für Besucher zugänglich. Es zählt zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas und diente den herzoglichen Linien des Hauses Glücksburg als Stammsitz und war zeitweilige Residenz des dänischen Königshauses. Es lohnt sich aber nicht nur das Schloß selbst zu besichtigen sondern die Umgebung, am besten per pedes.

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