17. Februar 1500: Die Schlacht bei Hemmingstedt & die „Bauernrepublik Dithmarschen“

Die Schlacht bei Hemmingstedt fand am 17. Februar 1500 statt und war ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte Dithmarschens. Es war ein bewaffneter Konflikt zwischen den Dithmarschern, die für ihre Unabhängigkeit kämpften, und einer Koalition aus dänischen Truppen und Adligen, die die dänische Krone unterstützten.

Die Bauernrepublik Dithmarschen, eine unabhängige Gemeinschaft von Bauern in der Region, hatte über viele Jahre hinweg ihre Freiheit und Selbstverwaltung bewahrt. Sie stand jedoch im Konflikt mit der dänischen Krone, die ihre Kontrolle über die Region ausweiten wollte.

In der Schlacht bei Hemmingstedt griffen die Dithmarscher, angeführt von ihrem Anführer Wulf Isebrand, die koalitionären Truppen an, als diese versuchten, in Dithmarschen einzumarschieren. Die Dithmarscher nutzten ihr Wissen über das Gelände und ihre Verteidigungsanlagen, um den Vormarsch der dänischen Truppen zu stoppen.

Trotz ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit und der Tatsache, dass sie keine ausgebildeten Soldaten waren, leisteten die Dithmarscher erbitterten Widerstand. Sie kämpften mit Harken, Äxten und anderen landwirtschaftlichen Werkzeugen und waren in der Lage, die koalitionären Truppen zurückzudrängen.

Die Schlacht endete mit einem entscheidenden Sieg für die Dithmarscher Bauern. Die koalitionären Truppen erlitten schwere Verluste, darunter auch viele ihrer Anführer, während die Dithmarscher relativ wenige Verluste hinnehmen mussten.

Die Schlacht bei Hemmingstedt wird als ein symbolischer Sieg der Bauern gegenüber der Macht der dänischen Krone angesehen. Obwohl die Unabhängigkeit Dithmarschens nicht dauerhaft gesichert wurde und es in den folgenden Jahrzehnten zu weiteren Konflikten und schließlich zur Niederlage der Bauernrepublik kam,

blieb die Schlacht bei Hemmingstedt ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Region. Sie symbolisierte den mutigen Widerstand der Bauern und ihre Entschlossenheit, für ihre Freiheit und Selbstbestimmung zu kämpfen.

59 Jahre später – Ende der Bauernrepublik

59 Jahre später war dann Schluß mit der Unabhängigkeit: es kam zur „letzten Fehde“ am 13. Juni 1559. Die Dithmarscher Bauern verloren den Kampf, was das Ende der Dithmarscher Bauernrepublik am 20. Juni 1559 bedeutete.

Beitragsbild: Der dänische König Johann (Hans) überfiel im Jahr 1500 die autonome Bauernrepublik Dithmarschen. Der Angriff scheiterte, und der König entkam nur knapp der Schlacht. Farblithografie auf Papier, auf Karton geklebt. Signiert unten links: R: Chr: 91. Text: Danmarks Historie i Billeder XXXI, Ditmarskertoget. Alfred Jacobsens litogr. Etablissement, København K. Veröffentlicht 1898, dokumentiert in V.E. Clausen: Folkelig grafik i Skandinavien, 1973, Seite 144. Vom Uploader beschnitten. Quelle:

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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