Stadtgalerie Kiel zeigt Ausstellung „Filip Markiewicz. Liquid Poem“

„Filip Markiewicz. Liquid Poem“ heißt die neue Ausstellung der Stadtgalerie Kiel. Präsentiert werden vom 10. Juni bis 27. August verschiedene künstlerische Ausdrucksformen des luxemburgischen Künstlers Filip Markiewicz. Er lässt Hoch- und Popkultur in unterschiedlichen Medien miteinander verschmelzen. Präsentiert werden Malerei, Grafik, Skulptur, Installation, Film und Video. Die aktuelle Gegenwart mit ihren kulturellen und politischen Entwürfen und Erzählweisen spiegelt sich in Markiewicz‘ Werken.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 9. Juni, um 19 Uhr, in der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31, sprechen Dr. Peter Kruska, Direktor der Stadtgalerie Kiel, und Christian Mosar, Direktor der Konschthal Esch aus Luxemburg.

Anschließend gibt es um 20.30 Uhr ein Konzert zur Ausstellungseröffnung – das Soloprojekt Raftside des Künstlers mit anschließendem DJ-Set von Max Dax.

In seinen installativen Arbeiten und Projekten verbindet und kombiniert Filip Markiewicz Bildende Kunst, Musik und Theater. Er verwendet die unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen, um gegenseitige Beziehungen zuzulassen und für wechselseitige Einflüsse zu öffnen. Malerei und Zeichnung, 3D-Druck, klassische Skulptur und digitale Animation, Musik, Film und Theater, abstrakte, figurative Formensprache und amorphe Formenbildungen beziehen sich aufeinander.

Sie generieren sich wechselseitig aus sich heraus, um in einer Gesamtinszenierung die Grenzen von Original und Reproduktion, Transformation und Ursprung, Realität und Fake zu verflüssigen.

Eternal Future, 2022
polierte Bronze
(c) Filip Markiewicz 

Der Grundgedanke von Andy Warhols Factory ­mit einer Gleichzeitigkeit verschiedener Medien und der Verschmelzung von Hoch- und Popkultur findet seine aktuelle Fortführung.

Pop-Art, Appropriation Art, Sampling, Postmoderne, Dekonstruktion und weitere Formen der jüngsten Kunstgeschichte und Populärkultur werden aufgenommen, zitiert, durchdekliniert und wieder fallengelassen, um in einem post-popkulturellen Spiel mit Bildern und Visualitäten zu münden.

Es entsteht ein Kaleidoskop, das unsere aktuelle Gegenwart samt ihrer kulturellen und politischen Entwürfe und Narrative spiegelt. Die ästhetische Verschmelzung von Hoch- und Popkultur in den unterschiedlichen Medien versteht Filip Markiewicz als zusammenhängende Antwort auf die Komplexität und Widersprüchlichkeit unserer heutigen hyper-mediatisierten Welt. Aus seiner Sicht befinden sich Fakten und Fiktionen in einem permanenten Transformationsprozess.

Euro Hamlet, 2022
mit Marie Jung, Luc Feit, Leila Lallali,
Joran Yonis
Full HD Film, 17:00 Min, Standbild
produziert von Lausitz Festival
(c) Filip Markiewicz 

Filip Markiewicz wurde 1980 in Luxemburg als Sohn polnischer Auswanderer geboren und hat bis 2006 in Straßburg Kunst studiert. 2015 vertrat er Luxemburg auf der Biennale von Venedig. Neben weiteren zahlreichen internationalen Ausstellungen war die Video-Installation „Journey to the End of Identity / Voyage au bout d’une identité“ Teil der Ausstellung „2018 — Are you satisfied? Aktuelle Kunst und Revolution“ in der Stadtgalerie Kiel.

Neben seiner bildkünstlerischen Tätigkeit verfolgt er mit Raftside ein musikalisches Solo-Projekt: einen hybriden Mix aus Songwriting, Alternative Pop und Electronic Music und ein experimentelles Spielfeld zwischen Bildender Kunst und Musik. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite www.raftside.com.

Die Ausstellung „Filip Markiewicz. Liquid Poem“ in der Stadtgalerie Kiel ist eine Weiterentwicklung seines Projektes Ultrasocial Pop, das zuletzt in Luxemburg (Konschthal Esch und Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean Mudam), Berlin (Haus am Lützowplatz HaL) und Kaunas/Litauen (Meno Parkas) zu sehen war.

Die begleitende Ausstellungsbroschüre und der Eintritt in die Stadtgalerie Kiel sind kostenfrei. Zusätzlich zum Eröffnungskonzert am 9. Juni gibt es noch ein Künstler-Gespräch am 10. Juni und eine Performance zur Museumsnacht am 25. August.

Studioausstellung „Malerei, Europa, Warensprache“ in den Räumen der Heinrich-Ehmsen-Stiftung

Das gesamte Jahr 2023 über werden einzelne Arbeiten aus der Sammlung der Stadtgalerie Kiel in unterschiedlichen Kontexten und Zusammenhängen präsentiert. Ziel dieses Projektes ist es, parallel zu den Wechselausstellungen den Facettenreichtum und die Originalität der Sammlung darzustellen.

Gezeigt werden Arbeiten, die zwischen 2002 und 2017 in den Bestand der Sammlung aufgenommen wurden. Diese Jahre spiegeln das Zeitfenster der Direktion von Wolfgang Zeigerer wider, der im Januar 2023 verstorben ist. Das Projekt ist eine Hommage an sein Wirken in und für die Stadtgalerie Kiel.

Ausgangspunkt der multimedialen Ausstellung „Filip Markiewicz. Liquid Poem“ ist die Malerei. Entsprechend eröffnet die begleitende Studioausstellung „Malerei, Europa, Warensprache“ (10. Juni bis 27. August) in den Räumen der Heinrich-Ehmsen-Stiftung einen konzentrierten Überblick auf die Vielseitigkeit malerischer Positionen, die in der Sammlung der Stadtgalerie Kiel vertreten sind.

Mit einer Reihe von Arbeiten des niederländischen Malers, Foto- und Objektkünstlers Jan Henderikse wird ein zweiter zentraler Aspekt der Hauptausstellung aufgegriffen: Ready-mades, Objets trouvés und Neonschriften überführen Formen der Reklame und Produktästhetik in den Ausstellungskontext.

Der dritte Bestandteil der Ausstellung ist eine Auswahl von Heinrich Ehmsens „Europa-Bildern“, mit denen der Künstler vor genau 100 Jahren mit dem seinerzeit aktuellen Stil des Konstruktivismus eine Ausdrucksform für die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen, politischen Situation erprobt. 

Begleitende Aktionen und Veranstaltungen:

Freitag, 9. Juni, 20.30 Uhr

Konzert Raftside

Filip Markiewicz – Gesang, Gitarre, Elektronik, Video

Lars Neugebauer – Schlagzeug, Percussion

Raftside ist das Soloprojekt des bildenden Künstlers und Komponisten Filip Markiewicz. Eine hybride Mischung aus Songwriting, alternativem Pop und elektronischer Musik, und vor allem eine experimentelle Spielwiese zwischen visueller Kunst und Musik. Begleitet wird Filip Markiewicz von dem Schlagzeuger Lars Neugebauer.

Im Anschluss: DJ-Set mit Max Dax

www.raftside.com

Sonnabend, 10. Juni, 14 Uhr

Artist Talk

Der in Kiel geborene Journalist und Publizist Max Dax führt ein Gespräch mit dem Künstler Filip Markiewicz in den Ausstellungsräumen der Stadtgalerie Kiel.

Freitag, 25. August

Museumsnacht ULTRA SOCIAL POP

Das experimentell-audiovisuelle Projekt Ultrasocial Pop von Filip Markiewicz entspinnt sich als ein Dialog zwischen seiner visuellen und filmischen Arbeit sowie seiner musikalischen Kompositionen.

Entlang von Kommentaren zu aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen entwirft der Künstler ein animiertes videografisches Tableau, um die Verbindungen von Popkultur und Populismus zu hinterfragen.

Die Performance findet zur Museumsnacht in Kiel statt und wird durch die freundliche Unterstützung des Fördervereins der Stadtgalerie Kiel ermöglicht.

Landeshauptstadt Kiel

Stadtgalerie Kiel

Andreas-Gayk-Straße 31, D-24103 Kiel

Telefon: 0431 / 901-3411

Fax: 0431 / 901-63475

E-Mail: stadtgalerie@kiel.de

www.stadtgalerie-kiel.de

Ausstellungszeitraum „Filip Markiewicz. Liquid Poem“:

10. Juni bis 27. August

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 10-17 Uhr; Donnerstag 10-19 Uhr; Sonnabend, Sonntag 11-17 Uhr; während der Kieler Woche (17. bis 25. Juni) täglich 10-18 Uhr.

Eintritt: Der Eintritt ist frei.

Führungen: donnerstags 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

für Gruppen Telefon (0431) 901-3411, für Schulklassen und Kunstaktionen Telefon (0431) 901-3409. Während der Kieler Woche (17. bis 25. Juni) täglich Kurzführungen um 12 Uhr.

„Filip Markiewicz. Liquid Poem“

10. Juni bis 27. August 2023

(Eröffnung am Freitag, 9. Juni, um 19 Uhr)

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 9. Juni, 19 Uhr sprechen Dr. Peter Kruska, Direktor der Stadtgalerie Kiel, sowie Christian Mosar,

Direktor der Konschthal Esch, Luxemburg.

Beitragsbild: RAFTSIDE. Filip Markiewicz: Gesang, Gitarre, Elektronik, Video. Lars Neugebauer: Schlagzeug, Percussion

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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