Das Gebäude in der Selckstraße 3 in Flensburg ist eine Jugendstilvilla, die zum Gedenken nach dem Nationalökonom und Widerstandskämpfer Jens Jessen benannt wurde. Jessen war ein Schüler des benachbarten Alten Gymnasiums. Er wurde am 30. November 1944 von den Nazis ermordet.
Die Villa dient als Gedenkstätte, um an das Leben und Wirken von Jens Peter Jessen zu erinnern. Es ist ein Ort, der die Bedeutung seines Engagements im Widerstand gegen das Hitler-Regime würdigt. Die Jugendstilarchitektur der Villa unterstreicht dabei den historischen Charakter des Gebäudes.
Das Jens-Jessen-Haus oder die Villa Hansen ist somit ein Ort, der sowohl historisch als auch kulturell bedeutsam ist und an die mutigen Menschen erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand leisteten.
Jens Peter Jessen war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Nationalökonom, der am 11. Dezember 1895 in Stoltelund bei Tingleff, Kreis Tondern (heute zu Dänemark), geboren wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus machte er zunächst Karriere als engagierter Nationalsozialist. Später schloss er sich jedoch dem Widerstand gegen das Hitler-Regime an.
Jessen gehörte zum Kreisauer Kreis, einer Gruppe von Widerstandskämpfern um Helmuth James Graf von Moltke, die Pläne für ein demokratisches und föderatives Deutschland nach dem Sturz des Nationalsozialismus entwickelten. Er war maßgeblich an der Ausarbeitung wirtschaftlicher und sozialer Konzepte beteiligt, die in einem zukünftigen Deutschland umgesetzt werden sollten.
Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Jens Peter Jessen vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Am 30. November 1944 wurde er in Berlin-Plötzensee gehängt.
Jessen war einer von vielen Menschen, die sich gegen das nationalsozialistische Regime erhoben und ihr Leben riskierten, um für eine bessere Zukunft einzutreten. Ihr Widerstand und ihre Opferbereitschaft bleiben ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte.

