Was ist eigentlich … eine Odde?

Die Reihe „Was ist eigentlich …?“ möchte den Leserinnen und Lesern Fach-Begriffe und Phänomene erklären, die in Schleswig-Holstein gebräuchlich sind. Wer kennt schon alle Begriffe?

Mit Odde, früher auch Aad, wird in Dänemark, Norddeutschland und Skandinavien eine schlanke, ins Meer ragende Landzunge bezeichnet. Wegen ihrer exponierten Lage kann eine Odde auch Seezeichen, z. B. einen Leuchtturm, beherbergen.

Bekannte Odden finden sich in Deutschland auf der Insel Amrum (Amrumer Odde) und auf der Insel Sylt (Hörnumer Odde*). Ferner

  • in Dänemark die Als Odde, Dueodde, Gedser Odde, Gjeller Odde, Halsskov Odde, Hammer Odde (Bornholm), Helmodde (Rømø), Knudshoved Odde, Sjællands Odde oder Skagen Odde. Der dänische Name der Nösse lautet Næsodde, und auf einer alten deutschen Karte taucht als Namensvariante Näs Odde auf.
  • in Schweden (udde genannt): Öland Södra udde, Rönnskärs udde.

Alternativ wird für Odde auch der Begriff Huk, in Dänemark das Suffix næs (Nase) und auf Öland der Begriff Orde (Högenäs Orde) verwendet.

Auch der Begriff Aade, eine ehemalige Landzunge der Helgoländer Düne, lässt sich von Odde herleiten.

Auch Ortsnamen wie Steenodde leiten sich aus nahegelegenen Landzungen ab.

Woher stammt das Wort? Odde stammt von den Inseln Föhr und Amrum. Der Name entspricht Otto und dem altsächsischen Oddo oder Odo. Möglicherweise ist Odde aber auch eine Entlehnung vom altdänischen Odde‎, welches vom altnordischen oddr‎ (Spitze, Pfeil) abgeleitet ist. (Quelle)

Auch hier im Blog lesen: „Wahre Sehnsuchtsorte: Rund um die Sylter Odde“ … Vor Sylt wirken gewaltige Naturkräfte. An der Südspitze der Insel wird deutlich, wie stark Wind und Wellen die Insel formen. Unterwegs mit der Schutzstation Wattenmeer auf ihrer Wanderung rund um die Hörnum Odde.

Foto / Grafik: Albue Odde (dänisch) auf Sylt (Karte von 1863) / Von J. H. Mansa – Kgl. Bibliotek, Gemeinfrei

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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