Wahre Sehnsuchtsorte: Rantum auf Sylt

Es gibt sie noch – die Orte, an die man so gerne zurückkehrt! Entlang der Nordseeküste von Schleswig-Holstein gibt es diese versteckten, vielleicht noch unbekannten oder gar belebten Orte, die keiner vergisst, weil die Erinnerungen an den Besuch einen nicht mehr loslassen- wahre Sehnsuchtsorte… hier ein Tipp: Pellworm

Der Ort Rantum (nordfriesisch Raantem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Insel Sylt, südlich von Westerland im Kreis Nordfriesland. Der Name des Ortes wird gern mit dem Namen der Meeresgöttin Ran in Verbindung gebracht (mehr dazu im Blog*); Rantum als Ort der Ran. Wahrscheinlicher ist jedoch die Ableitung aus der alten Schreibweise des Ortsnamens Raanteem als Ort am Rande.

Heute gilt Rantum als ein idyllisches Inseldorf in den Dünen. Östlich des Ortes erstrecken sich das Wattenmeer sowie die Rantum-Inge – ein großflächiges Salzwiesen-Areal. Zur Westseite liegt der Strand zur offenen Nordsee.

In den Dünen im Westen finden sich mehrere Strandübergänge mit Strandkorb-Verleih und Ausflugslokalen mit exotischen Namen.  Diese Namensgebung hatte ihren Ursprung in den 1930er Jahren, als ein Strandabschnitt namens Abessinien entstand.

Als in den 1950er Jahren der Fremdenverkehr in Rantum zu blühen begann, entstand der Strandabschnitt Samoa, später dann auch Sansibar.

Ausflugstipps: Sehenswert ist die Eidum-Vogelkoje, die zum Entenfang diente. Sie ist nach dem Ort Eidum benannt, der 1436 in den Fluten versank.

Das Rantumbecken wurde von der Wehrmacht als Landeplatz für Wasserflugzeuge angelegt. Die Bauarbeiten für den Marine-Seefliegerhorst in Rantum begannen 1937. Das Becken war jedoch nicht lang genug, um den damals eingesetzten Wasserflugzeugen einen optimalen Startplatz zu bieten. Heute ist das Rantumbecken ein Vogelschutzgebiet und wird wie auch die Vogelkoje vom Verein Jordsand betreut.

Seit 1993 wird aus der Sylt-Quelle aus mehreren Hundert Metern Tiefe jodhaltiges Wasser gefördert und in Flaschen abgefüllt. Im benachbarten Kunstraum Sylt-Quelle finden Ausstellungen, Lesungen, Diskussionsforen und Theateraufführungen statt. Seit 2007 ist hier zusätzlich der Aufführungsort des „Meerkabaretts“, einer jährlich in den Sommermonaten stattfindenden Unterhaltungsshow mit Kabarettisten und Comedians.

An der Watt-Seite im Osten des Ortes erstreckt sich der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Eine beliebte Wattwanderung führt von Rantum Richtung Süden bis nach Hörnum. Die Schutzstation Wattenmeer unterhält eine Niederlassung in Rantum. Von dort aus werden Informationsveranstaltungen über Küstenschutz, das Watt, die Salzwiesen und geführte Wattwanderungen angeboten.

*Auch lesen im Blog: Sagen und Legenden in Schleswig-Holstein – „Meermann Ekke Nekkepenn„: Über das Land zwischen Nord- und Ostsee ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Besonders die Halligen, Inseln, Seeleute -und nicht zuletzt das Meer- bieten Stoff für zahlreiche Geschichten, die bis heute jedes Kind in Schleswig-Holstein kennt. Auf dem Meeresgrund treibt das nordfriesische Rumpelstilzchen sein Unwesen. Die Sage um die Gestalt des Ekke Nekkepenn ist ein beliebtes Motiv der norddeutschen Literatur. (weiter).

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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