Wahre Sehnsuchtsorte: Hochdorfer Garten in Tating

Es gibt sie noch – die Orte, an die man so gerne zurückkehrt! Entlang der Nordseeküste von Schleswig-Holstein gibt es diese versteckten, vielleicht noch unbekannten oder gar belebten Orte, die keiner vergisst, weil die Erinnerungen an den Besuch einen nicht mehr loslassen- wahre Sehnsuchtsorte… hier ein Tipp: Hochdorfer Garten in Tating

Nahe der Küste findet sich auf der Halbinsel Eiderstedt ein Kleinod, das man hier vielleicht nicht vermutet hätte und es daher umso einladender ist: der Hochdorfer Garten in Tating. Am herrenhausähnlichen Haubarg, einem alten Sitz reicher Bauern, überrascht dieser Garten nicht nur mit exotischen Gehölzen und einer Vielfalt blühender Pflanzen –

im Hochdorfer Garten stehen auch Bäume historischer, regionaler Apfelsorten: im Frühjahr ist das besonders schön, dann stehen „Dithmarscher Paradiesapfel“, „Tönninger“ und „Arlewatt“ oder der „Hattstedter Streifling“ in herrlicher Blüte.

Der wahrscheinlich 1764 im französischen Stil  errichtete Barockgarten ist heute eine Oase der Ruhe und Entspannung, er ist eine Augenweide. Romantisch ist der Wassergraben mit Brücke, das Flanieren unter der Lindenallee. Schön ist es, beim Spaziergang die blühende Magnolie zu entdecken oder die Märzenbecher.

Der 1764 errichtete Haubarg selbst war bei seinem Bau mit 45 Metern Länge und 23 Metern Breite der wahrscheinlich größte auf Eiderstedt, zum Gehöft gehörten zu seinem besten Zeiten 400 Demat Land. Da bei mehreren Erbteilungen das Land abnahm, wurde schließlich auch der Haubarg selbst um 16 Meter verkürzt. Dem romantischen Zeitgeschmack entsprechend wurde am Südrand des Gartens eine kleine künstliche „Ruine“ errichtet.

Während der Haubarg heute in Privatbesitz ist, gehört der Garten der Richardsen-Bruchwitz Stiftung und ist der Gemeinde als öffentlicher Dorfpark überlassen.

Nach dem Gang durch den Garten lädt direkt dabei das Schweizer Haus, ein hübsches, historisches Gebäude, auch klasse Kuchen und Torten werden serviert.

Wie komme ich da hin?

Die Gemeinde ist mit dem Auto über die Bundesstraße 202 im Abschnitt zwischen Tönning und Sankt Peter-Ording erreichbar. Die Bundesstraße führt als Dorfstraße direkt durch die Dorf­lage. In der östlichen Gemarkung zweigt die schleswig-holsteinische Landesstraße 33 ab, welche ebenfalls nach Sankt Peter-Ording führt, dabei jedoch die südlichen und östlichen Außenbereiche des Gemeindegebiets passiert.

Im Schienenpersonennahverkehr ist Tating auf der Bahnstrecke Husum–Bad St. Peter-Ording angebunden. Auf dieser verkehrt die Regionalbahn 64 im Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein. Daneben ist der Ort ebenfalls im Schulbus­verkehr durch das Unternehmen Autokraft an die Nachbarorte angebunden (Buslinien 1079–1081). Das Gemeindegebiet zählt zum Rufbusgebiet St. Peter-Ording mit dem Umstiegsknoten am Bahnhof St. Peter-Ording Bahnhof Süd.

Die Gemeinde Tating ist ins behördlich ausgeschilderte Radverkehrsnetz Schleswig-Holstein integriert. Durchs Gemeindegebiet verläuft der deutsche Fernradweg D-Route 1 (Nordseeküsten-Route (auch: Nordseeküstenradweg)). Dieser bildet den deutschen Abschnitt der internationalen North Sea Cycle Route (EV 12) ab. Daneben führt auch die Themenroute Wikinger-Friesen-Wegdurch das Gemeindegebiet.

Weiterführende Links:

www.hochdorfer-garten.de

Beitragsfoto: Von Dirk Ingo Franke – photo taken by Dirk Ingo Franke, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=553804

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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