Buchpräsentation „Juden in Flensburg“ – Überarbeitete und erweiterte Auflage

Am frühen Donnerstag-Abend des 31. März 2022 fand statt, auf Einladung der Stadt Flensburg in der Bürgerhalle des Rathauses Flensburg, die Präsentation der Neuauflage des Buches „Juden in Flensburg“. Im Zentrum der Veranstaltung stand der Vortrag der Historikerin und Lehrbeauftragte an der Europa-Universität Flensburg, Frau Dr. habil. Bettina Goldberg (i. Bild oben). Sie hat ihr seit langem vergriffenes Standardwerk „Juden in Flensburg“ überarbeitet und erweitert.

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Geschichten und Geschicke: Ehrung von Jørgen Mads Clausen 

Jørgen Mads Clausen (* 23. September 1948) ist ein dänischer Unternehmer. Clausen ist der Sohn von Mads Clausen. Er leitet nach dem Tod seines Vaters bis 2008 das dänische Unternehmen Danfoss. Nach Angaben des US-amerikanischen Forbes Magazine gehört Clausen zu den reichsten Dänen und ist 2005 in The World’s Billionaires gelistet. Clausen wurde am 9. Januar 2009 zum Ritter 1. Klasse des Dannebrogordens ernannt. Seit dem 11. Juni 2010 ist er Königlicher Kammerherr des dänischen Königshauses in Kopenhagen. Am 30.03.2020 trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Flensburg ein

Am Mittwoch, 30. März 2022 gab sich ein besonderer Gast der Stadt Flensburg, die Ehre: Jørgen Mads Clausen, langjähriger Danfoss-Chef. Er führte Gespräche bei Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange und dem Dezernenten für Projektkoordination, Dialog und Image, Stephan Kleinschmidt. Hintergrund ist der bevorstehende Eintritt in den Ruhestand des langjährigen Danfoss-Chefs, der die Grenzregion über viel Jahre maßgeblich mitgeprägt hat.

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Kieler Kulturpreis 2022 für die bildende Künstlerin Gudrun Wassermann

Der mit 10.000 Euro dotierte Kulturpreis wird von der Landeshauptstadt Kiel alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Wissenschaftspreis und Innovationspreis vergeben. Erster Träger des Kieler Kulturpreises war 1952 der Maler Emil Nolde.

Bildende Künstlerin Lena Kaapke erhält Förderpreis Kultur

Die in Schönkirchen bei Kiel lebende bildende Künstlerin Gudrun Wassermann wird mit dem Kulturpreis 2022 der Landeshauptstadt Kiel ausgezeichnet. Die 88-jährige Künstlerin und Dokumentarfilmerin erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihr künstlerisches Wirken, mit dem sie sich in Kiel und Schleswig-Holstein und darüber hinaus national und international hervorragende Verdienste erworben hat.

Den mit 4000 Euro dotierten Förderpreis Kultur bekommt die 33-jährige bildende Künstlerin Lena Kaapke. Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel entschied am Donnerstag, 17. März, einstimmig über die Vergabe der Preise.

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Flensburg: Ausstellung „Luisa löst sich auf“ in der St. Nikolai Kirche

‘Luisa löst sich auf’ ist eine Passionszeit-Ausstellung von Felisha Maria Bahadur, die eine Auseinandersetzung mit der Geschichte Luisa Calderóns ist, und geht Leid, Pathos und Identität im dekolonialen Kontext nach. 

Felisha Maria Bahadur ist eine Artistic Researcher und Aktivistin, die in Paris und Kiel lebt und arbeitet. In ihrer Auseinandersetzung mit der Rekontextualisierung von Kulturgütern im deutsch-französischen Sprach-, Literatur- und Geschichtsraum setzt sie Malerei, Texte und interaktive Installationen ein. Die Kirchengemeinde freut sich, während der diesjährigen Passionszeit im Kirchenraum von St. Nikolai die Ausstellung „Luisa löst sich auf“ (noch bis zum 18. April 2022) zeigen zu können. Worum geht es?

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Flensburg: BR-Doku über ehemalig besetzten Bahnhofswald

Der 1,8 Hektar große Flensburger Bahnhofswald ist ein innerstädtisches Wäldchen nahe dem Flensburger Hauptbahnhof. Von Okt. 2020 – Feb. 2021 wurde dieser von sogen. Klimaaktivisten besetzt. Grund: Dort im Wald soll ein Hotel nebst Parkhaus gebaut werden. Der BR machte über die Besetzer/innen eine Doku

Der Flensburger Bahnhofswald ist ein innerstädtisches Wäldchen nahe dem Flensburger Hauptbahnhof. Der Mischwald mit einer Größe von 1,8 Hektarwird von Rotbuchen, Linden und verschiedenen Ahornen (Feld-, Berg-, Spitz- und Kugel-Ahorne) dominiert. Um dieses entbrannte sich 2020/21 ein mächtiger Streit zwischen Investoren, die im Wald ein Bauprojekt entwickeln wollen und sogenannte Klimaaktivisten, die was dagegen hatten. Doch der Reihe nach.

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Flensburg: Stolpersteine Große Straße 15 & Dorotheenstraße 28

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 29. Dezember 2019 verlegte Demnig in Memmingen den 75.000 Stolperstein.

Am 21.11.2019 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig* in Flensburg drei Stolpersteine gesetzt. Die Initiative zu dieser Aktion ging aus von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (kurz VVN-BdA Kreisvereinigung Flensburg). Bis Ende 2014 wurden vierundzwanzig Stolpersteine in Flensburg verlegt, am 21.11.19 nun die Stolpersteine Nummer fünfundzwanzig, sechsundzwanzig und siebenundzwanzig. Zur Geschichte der Stolperstein-Aktionen in Flensburg:

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Flensburg: Kleine Sauermannsche Haus- und Hofgeschichte

Wer als Einwohner oder Gast Flensburg kennt, schätzt die vielen Höfe der Innenstadt. Die meisten sind schick restauriert (z. B. Rote Straße), einige wenige schäbig leer stehend. Ein nicht mehr so schicker ist der Sauermannhof am Holm. Dabei steht dieser für eine spannende Kaufmanns- und Kunst-Geschichte, die an mehreren Stellen Flensburgs spielt und über die nun hier berichtet wird.

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Gebäude erzählen Geschichten: Hotel Rasch, Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ.

prächtige Holsteiner Austern zu stärkendem Nachtimbiß“ – Um das Haus Nr. 56 in der Großen Straße in der Flensburger Innenstadt ranken sich einige Geschichten. In dem Gebäude, das direkt zum Nordermarkt hin ragt und wo heute ein Restaurant untergebracht ist, fand sich im 19. Jahrhundert ein Hotel. In dem Haus, das den Namen Rasch trug, beherbergte illustre und weltberühmte Gäste: Hans Christian Andersen, Theodor Fontane u.a. hießen sie – doch die Geschichte ist ein wenig länger und auch nicht unblutig …

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Böse Bauten – Flensburg: Trollturm Süd

Dreizehn Zombeck-Türme sind noch in Deutschland erhalten, zwei davon in der Flensburger Nordstadt. Der südliche beim Trollseeweg wurde als Diskothek genutzt. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ ranken sich Sagen und Legenden.

Der Trollturm in der Steinstraße beim *Trollseeweg ist genau genommen ein Zombeck-Turm (offiziell: Luftschutzturm der Bauart Zombeck, umgangssprachlich auch „Rundbunker“).  Der Name beruht auf einen deutschen Hochbunkertyp aus dem Zweiten Weltkrieg. 1937 ließ der Konstrukteur Paul Zombeck den nach ihm benannten Rundturmtyp patentieren. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ rankt sich eine Legende (mehr dazu weiter unten).

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Altes Handwerk in Schleswig-Holstein

Schmieden, Töpfern, Weben, Spinnen: Experten, die diese traditionellen Handwerkstechniken heute noch beherrschen, sind mittlerweile schwer zu finden. Umso wichtiger ist es, dass sie ihr Wissen an nachkommende Generationen vermitteln.
Auch im nördlichsten Bundesland Deutschlands gibt es Menschen, die sich mit Leib und Seele ihrem Handwerk verschrieben haben. Wer diese traditionellen Künste am Leben hält und wo Schaulustige sogar selbst Hand anlegen können, dazu gibt es in diesem Blogartikel ein paar Tipps

Bevor in diesem Artikel die Orte und Betrieb vorgestellt werden, die das alte Handwerk noch betreiben, geht es zunächst um die Frage, was ist eigentlich „Handwerk„?

Als Handwerk (von mittelhochdeutsch hant-werc, eine Lehnübersetzung zu lateinisch opus manuum und altgriechisch χειρουργία cheirurgía„Handarbeit“) werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen.

Der Begriff bezeichnet auch den gesamten Berufsstand. Die handwerkliche Tätigkeit steht der industriellen Massenproduktion gegenüber. Das handwerkliche Gewerbe wird in Deutschland verbindlich durch die Handwerksordnung geregelt.

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