Neues Buch: „Die Volksgemeinschaft in der Region Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“

Neues Buch zum Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein von EUF-Historikern: „Wer die NS-Geschichte ‚verstehen‘ will, muss sich intensiv mit beiden Seiten der NS-Volksgemeinschaft befassen – gerade auch in der eigenen Region.“

Am 17.11.2022 hat die Landtagspräsidentin von Schleswig-Holstein, Kristina Herbst, gemeinsam mit dem Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Oliver Stolz, in der Gebrüder-Humboldt-Schule / Europaschule Wedel (Kreis Pinneberg ) einen druckfrischen ersten Klassensatz des Buches „Die Volksgemeinschaft in der Region. Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus“ überreicht. Als Verfasser des Werkes zeichnen sich Professor Uwe Danker und Professorin Astrid Schwabe von der Europa-Universität-Flensburg verantwortlich.

Weiterlesen „Neues Buch: „Die Volksgemeinschaft in der Region Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus““

Flensburg: Tod auf der Aufsichtsplattform & was daraus folgt

Nichts in aller Welt lässt dieses Verbrechen damit entschuldigen – aber vielleicht erklären. Denn: Kindesmisshandlung ist eine der Hauptursachen dafür das Menschen zu Verbrechern werden.

Es ist kalt, es ist windig, es ist ein Ort, ein Tat-ort, der einen buchstäblich mehrfach frieren lässt: Die Aussichtsplattform an der Straße Am Schloßwall, im Flensburger Stadtteil Duburg. Hier, am Karfreitag (02.04.2021) gegen 18.15 Uhr, stach ein 19-jähriger* auf einen 16-jährigen ein. Dieser starb wenig später im Krankenhaus.

Weiterlesen „Flensburg: Tod auf der Aufsichtsplattform & was daraus folgt“

Flensburg: Solidaritätsdemonstration mit der Protestbewegung im Iran

Du bist die Stimme, versucht’s doch zu versteh’n. Macht Lärm und macht es klar. Wir werden hier nicht still sitzen. Wir werden hier nicht in Angst leben.

Songzeile aus „You’re the voice“

Etwa 300 Menschen nahmen am frühen Samstag-Abend des 19. November 2022 in Flensburg an einer Solidaritätsdemonstration mit der Protestbewegung im Iran teil. Die Veranstaltung begann mit einer Kundgebung mit Redebeiträgen am Flensburger Nordermarkt. Danach zogen die Menschen mit viel Lärm durch die Innenstadt. Der Höhepunkt ereignete sich an der Flensburger Hafenspitze:

Weiterlesen „Flensburg: Solidaritätsdemonstration mit der Protestbewegung im Iran“

Solidarität mit Jüdischer Gemeinde Flensburg

Aufstehen – Widerstehen – Zusammenstehen.
Aufruf des „Forums der Religionen“ aus Anlass der Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde Flensburg

Was am 9. November 1938 passiert ist, liegt wie eine Scham noch heute über unserem Land. Bettina Goldberg

Am 10. November 2022, dem 84. Jahrestag der Pogrome der Nazis, ging eine Bombendrohung gegen die Flensburger Gemeinde bei der Polizei ein. Der Zeitpunkt schien offenbar bewusst gewählt. Das „Forum der Religionen Flensburg“ rief am nächsten Tag spontan zu einer Solidaritätsveranstaltung für den Samstagabend (12.11.22) auf – und das mit großem Erfolg: 450 Menschen versammelten sich in der St. Nikolai Kirche. Mehrere Hundert Personen zogen anschließenden mit Kerzen in der Hand durch die Flensburger Einkaufsstraße und bildeten eine Menschenkette bis zum Nordermarkt.

Weiterlesen „Solidarität mit Jüdischer Gemeinde Flensburg“

Straßennamen erzählen Geschichten: Johannistreppe in Flensburg

Straßennamen erzählen vom Leben. Sie sagen etwas darüber, wie die Menschen an einem Ort arbeiten und wohnen, woran sie glauben und worauf sie hoffen.

Die Johannistreppe gibt es gleich zweimal in Deutschland: Ein Mal in Nordhausen und ein weiteres Mal in Flensburg. Während die Johannistreppe in Nordhausen noch eine echte, gruselige Geschichte erzählt (sie wird auch „Henkertreppe“ genannt, weil es dort, in der anliegenden Henkergasse, tatsächlich einen Henker gab), lebt die Johannistreppe von einer weitaus ungruseliger, nach bisherigen Recherchen. Dennoch ist die Geschichte der Flensburger Johannistreppe erzählenswert, war da nicht was mit „Hexen“? …

Weiterlesen „Straßennamen erzählen Geschichten: Johannistreppe in Flensburg“

Gebäude erzählen Geschichten: Brasseriehof Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Der Brasseriehof und heutige Kulturhof Flensburg gab früher Inspiration für einen berühmten norddeutschen Dichter.

Er ist einer der bekanntesten und ältesten Kaufmannshöfe in Flensburg: der Brasseriehof. Die exakte Adresse lauter Große Straße 42/44, dessen Hofgebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Der Häuserbestand des Hofes wird heute gewerblich und für Wohnzwecke genutzt und gehört zu den Kulturdenkmalen der Stadt. In diesem Hof, dem heutigen sogenannten Kulturhof, spielt die Novelle „Im Nachbarhause links“ von dem Dichter Theodor Storm; er schrieb sie 1875 nach einem Besuch bei einem Freund und seinem Schwager in Flensburg.

Weiterlesen „Gebäude erzählen Geschichten: Brasseriehof Flensburg“

Flensburg: Norderstraße – eine der 18 „verrücktesten Straßen der Welt“

Die Norderstraße in Flensburg ist eine historische Durchgangsstraße in der Altstadt. Die größtenteils mit Kopfsteinpflaster belegte Straße gilt als multikulturelles „Szeneviertel Flensburgs“. Und dann ist da noch die Sache mit den baumelnden Schuhen. Mit ihrem Shoefitti hat die Norderstraße sich schon 2014 den Titel als eine der „verrücktesten Straßen der Welt“ ergattert.

Wer in der Flensburger Altstadt die Norderstraße passiert, hat sie sicher schon oben gesehen: die an Fahrdrähten der ehemaligen Straßenbahn hängende Schuhe. Die auch als „Shoefitti“ (von engl. shoe – Schuh und graffiti – Graffiti) genannte Art machte die zur Schuh-Allee avancierte „Norder“ weltbekannt. 2014 kürte das millionenfach gelesene New Yorker Reisemagazin Travel + Leisure die Norderstraße zu einer der 18 „verrücktesten Straßen der Welt.“ Doch was hat das auf sich mit den hängenden Schuhen?

Weiterlesen „Flensburg: Norderstraße – eine der 18 „verrücktesten Straßen der Welt““

Gebäude erzählen Geschichten: Flensborghus

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Die Geschichte des Flensborghus ist äußerst erzählenswert – schon vor dem Hintergrund der deutsch-dänischen Vergangenheit

Das Flensborghus in der Norderstraße 76 in Flensburg ist ein ehemaliges, 1725 fertiggestelltes Waisenhaus, das der dänischen Minderheit nach der Volksabstimmung 1920 in Schleswig als Kultur- und Versammlungshaus dient. Es ist Sitz des Südschleswigschen Vereins (SSF) und der Dänischen Jugendorganisationen in Südschleswig (SdU), des Landesverbandes des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW) und der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN). Soweit so kurz, gehen wir mehr ins Detail:

Weiterlesen „Gebäude erzählen Geschichten: Flensborghus“

Flensburg: Stolperstein Junkerhohlweg 13a

Stolpersteine erzählen erstmal nicht viel. Es werden nackte Zahlen, nackte Wörter, nackte Fakten genannt. Doch dahinter verbergen sich Schicksale in Fleisch und Blut und Seele(n). Und um Menschen. Um diese soll es gehen. Im aktuellen Beitrag um Emil Jessen

Die Verlegung des Stolpersteins im Flensburger Junkerhohlweg 13a liegt ein wenig zurück: Am 21.11.2019 hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig in Flensburg insgesamt drei Stolpersteine gesetzt. Die erstmalige Verlegung von Steinen fand 2003 statt. Mittlerweile sind es insgesamt 27 Stolpersteine geworden (Stand 2022). Am 21.11.2019 waren dies die Stolpersteine Nummer fünfundzwanzig (in der Großen Straße) und sechsundzwanzig (Dorotheenstraße 28) und siebenundzwanzig im Junkerhohlweg 13a. Um Letztgenannten, zu Gedanken an Emil Jessen, geht es in diesem Text.

Weiterlesen „Flensburg: Stolperstein Junkerhohlweg 13a“

Barrierefrei/-arm durch Schleswig-Holstein: Beispiel „Ein Flensburg für alle“

Jeder einzelne Mensch, egal ob mit oder ohne Beeinträchtigung, hat das Recht auf eine volle und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Oftmals gibt es im Alltag jedoch Hürden, die Menschen mit Behinderung oder (Mobilitäts-)Einschränkungen die Inklusion erschweren. Daher ist eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt immens wichtig, um alle Menschen gleichermaßen zu berücksichtigen. Das betrifft auch den Tourismus. In Schleswig-Holstein gibt es bereits gute touristische Projekte und Angebote zum Thema Barrierefreiheit. Diese sind essenziell für beeinträchtigte Gäste – zugutekommen sie aber allen. Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH hat ein paar Beispiele aus dem Land zusammengetragen.

Ein Flensburg für alle! – so lautet der Titel eines Projekts, bestehend aus Mitgliedern der Lebenshilfe mit und ohne Behinderung. Ziel des Projekts ist es, den Freizeitbereich in der Stadt barrierefrei zu gestalten. Im Zusammenhang mit diesem Projekt entstand der „Flensburger PLUSpunkt“ – ein Kennzeichen, das an Geschäfte und Einrichtungen vergeben wird. Mehr darüber in diesem Artikel.

Weiterlesen „Barrierefrei/-arm durch Schleswig-Holstein: Beispiel „Ein Flensburg für alle““
%d Bloggern gefällt das: