Was ist eigentlich … ein Priel? 

Die Reihe „Was ist eigentlich …?“ möchte den Leserinnen und Lesern Fach-Begriffe und Phänomene erklären, die in Schleswig-Holstein gebräuchlich sind. Wer kennt schon alle Begriffe?

Ein Priel? Mal gehört. Ist das nicht ein umweltverträgliches Spülmittel? Oder ein Naturschutzgebiet in Schwaben? Oder der Name einer Politikerin? Auflösung siehe hier:

Nein, A pril A pril, ein umweltverträgliches, vom Namen ähnlich klingendes Spülmittel ist es ganz sicher nicht. Auch die weiteren oben genannten Erklärungen sind nicht zutreffen. Ein Priel ist, einfach erklärt, eine auch während der Ebbe nicht trockene Wasserrinne im Wattenmeer.

Etwas genauer: Ein Priel ist ein natürlicher, oftmals mäandrierender (1)  Wasserlauf im Watt, in der Marsch oder in Küstenüberflutungsmooren. Er kann die Fortsetzung eines Flussarms von Land im Wattenmeer sein oder aber verschiedene bei Niedrigwasser voneinander getrennte Meeresteile miteinander verbinden.

Priele führen bei Niedrigwasser weniger als 1 m Wasser, sind höchstens 30 m breit und somit im Gegensatz zur meerwärts folgenden Balje bei Ebbe nicht mehr schiffbar.

Priele gibt es auch dort, wo Salzwiesen nicht in Wattgebiete übergehen, z. B. in den Bodden der Ostsee.

Quellen / Weiterführende Informationen

(1) Mäander ist die Bezeichnung einer Flussschlinge in einer Abfolge weiterer Flussschlingen, wie sie sich in unbefestigten Fließgewässerabschnitten mit sehr geringem Sohlgefälle und gleichzeitig transportiertem, feinkörnigem Geschiebe auf natürliche Weise bildet. Entsprechende Flussabschnitte werden als mäandrierende Flüsse bezeichnet.

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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