Auf der Westlichen Höhe in Flensburg, oberhalb der Innenstadt, liegt ein beeindruckendes Park- und Friedhofsensemble – Ausdruck einer tief greifenden Landschaftsgestaltung der Zeit um 1800. Die Besonderheit bilden zwei Grottenanlagen: Die Mumiengrotte im heutigen Christiansenpark und die Spiegelgrotte auf der Südseite des Museumsberges Flensburg. Wir beginnen mit der Mumiengrotte.
Die Mumiengrotte wurde um etwa 1800 zu Lebzeiten des Kaufmannes Peter Clausen Stuhr angelegt. Sie beherbergt einen menschenförmigen phönizischen Sarkophag aus der Zeit um 400 oder 360 v. Chr.
Der Sarkophag wurde im Landschaftsgarten aufgestellt und dann mit einer Felsengrotte überbaut. Die Herkunft ist unklar, er kam möglicherweise zufällig als Ballast nach Flensburg.
Der Steinsarg diente wahrscheinlich einem phönizischen Seefahrer als Grab. Die Grotte ersetzte eine andere Grotte an derselben Stelle, sie veranschaulicht bis heute die Antikenbegeisterung des 19. Jahrhunderts.
Die Mumiengrotte und die benachbarte Spiegelgrotte sind in ihrer Art einzigartig und für die Gartenkunst von besonderer Bedeutung. Beide stehen unter Denkmalschutz.
Wie komme ich da hin?
Mumiengrotte ist zu Fuß in 5 Minuten vom Museumsberg und in 20 bis 30 Minuten vom Bahnhof zu erreichen. Mit dem Auto dauert die Anfahrt von der Bundesautobahn A7 (Abfahrt „Flensburg“) ca. 5 bis 10 Minuten.
Kostenlose Parkplätze gibt es am Haus.
Die nächsten Bushaltestellen der Linie 2 heißen „Museumsberg“ an der Stuhrsallee und „Wrangelstraße“ an der Mühlenstraße.


Ein Gedanke zu „Mumiengrotte Flensburg – weltweit einzigartig!“