Flensburg: An der Ölmühle / Margarethenhof

Die Fläche um die als Ölmühle war eine der letzten Brachflächen, im Johannisviertel, einem der ältesten Siedlungen Flensburgs. 2011 begann die Stadt die Fläche vor der Ölmühle zu bebauen. Heute ist es ein teures, fragwürdige Wohn-Schmuckstück, mit viel Beton, wenig Grün. Und der Kontrast von arm und reich ist markant.

Mit 30 Jahre Anlauf

2019 wurde das Areal, nach 30-jähriger Sanierungszeit, fertiggestellt. Es entstand eine verkehrsberuhigter Bereich mit Spielstraße. Die Ölmühle gibt es tatsächlich, es ist ein historisches Gebäude. Vor dessen Sanierung wurden die zahlreichen Anbauten und Nebengebäude der Ölmühle abgerissen. Die Ölmühle selbst wurde unter Denkmalschutz gestellt und ist heute ein modernes Bürogebäude.

Vorplatz vor dem Margarethenhof, Stadtteil Jürgensby. Aufnahme vom 20.06.2022, Flensburg

Kontrast mit viel Beton

Nur wenige Meter entfernt von dem Gebäude und die Wohnhäuser Ölmühle liegt der Margarethenhof mit einen Vorplatz. Viel Beton, wenig Grün, immerhin eine plätschernde Wasserquelle. Für Kinder gibt es paar Meter weiter am Hang einen Spielplatz. Ansonsten ist die Gegend nicht auf dem ersten Blick nicht wirklich sexy – und voller Kontraste. Hier trifft arm auf reich (Kapitänsviertel, wenige Meter nördlich), trifft Kulturelles und Antisoziales, trifft Alternatives auf Big Business (IHK-Stahlbeton-Protz-Gebäude) – eben typisch Johannisviertel.

Architektonisch schick und ansehnlich ist der Margarethenhof. Seit wann genau der Margarethenhof existiert, ist nicht bekannt. Aktueller Besitzer ist der ehemalige Denkmalpfleger Eiko Wenzel, er wohnt dort mit seiner Familie auf 275 Quadratmeter und neun Zimmer.

Woher der die Bezeichnung Margarethenhof stammt ist nicht ganz sicher. Einem Gerücht nach solle der dänischen Königin was mit dem Hof zu tun gehabt haben. Aber wie so oft sind Gerüchte Unsinn. Belegt ist, dass der Flensburger Kaufmann Nicolaus Jepsen das Anwesen 1844 erwarb. Er richtete dort eine Eisengießerei ein, die bis 1961 Bestand hatte. Jepsen benannte das Gebäude zu Ehren seiner Schwiegermutter: Margarethe Funke.

Der Betreiber trägt alle Kosten für dieses Projekt aus eigener Tasche. Falls Sie das Projekt unterstützen möchten, würde sich der Betreiber über eine kleine Spende freuen. Vielen Dank!

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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