Gebäude erzählen Geschichten: Johannisstraße 9, Flensburg

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ. Ein Name ist bei der Recherche um die Geschichte des Gebäudes unangenehm aufgefallen: Hartmut von Hentig

Man erkennt es nicht sofort, das Gebäude in der Johannisstraße 9 in Flensburg, ist eine Städtische Bildungs- und Erziehungseinrichtung, in der rund 40 Kinder aller Kontinente im Alter von 3 bis 6 Jahren von 4 Erzieherinnen betreut werden. Interessant ist die Geschichte des Gebäudes, das in einer zentraler Altstadtlage liegt, im sogenannten Johannisviertel (1).

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Kiel: Flandernbunker goes digital – neue Digitalstrategie und 3-D-Rundgang

Der Kieler Flandernbunker präsentiert sich als ein kompakter, trutziger grauer Betonwürfel. Doch der Eindruck täuscht, … es gibt jetzt sogar einen 3-D-Rundgang

Der Flandernbunker kann seit dem 10. Mai nun auch digital besucht werden. Durch Fördermittel aus dem Programm Neustart Kultur und eine Kooperation mit Dataport konnte der Kieler Erinnerungsort in einem virtuellen 3-D-Rundgang erschlossen und zugänglich gemacht werden. Der 3-D-Rundgang ist Teil einer neuen Digitalstrategie, die der Trägerverein Mahnmal Kilian auch für seine künftige Vermittlungsarbeit auf den Weg bringt.

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Markante Gebäude: „Flensburgs Blumenvase“ 

Jetzt entdecken: Flensburgs Blumenvase!
Der Wasserturm Flensburg-Mürwik (Mürwiker Wasserturm) steht auf einer Anhöhe im Volkspark auf der Ostseite der Flensburger Förde im Stadtteil Fruerlund, welcher häufig zum Stadtteil Mürwik hinzugerechnet wird.

Was verbindet die Grindelhochhäuser und der Fernsehturm in Hamburg mit dem Wasserturm in Flensburg-Mürwik?  Alle Bauwerke wurden von dem gleichen Architekten, Fritz Trautwein (1911–1993), entworfen. Der Wasserturm in Flensburg misst 37,5 Meter und ist auch als Aussichtsturm zugänglich. Doch was hat das mit einer Blumenvase zu tun?

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Gebäude erzählen Geschichten: Mzcheta & die Swetizchoweli -Kathedrale (Georgien)

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ.

Georgien* ist ein Staat an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Die ehemalige Sowjetrepublik umfasst Bergdörfer im Kaukasus ebenso wie Strände am Schwarzen Meer. Unsere Reisereporterin zeigt uns Bilder aus dem kulturreichen Land, sie erzählen viel Geschichte. Beginnen wir mit Mzcheta.

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Gebäude erzählen Geschichten: Rendsburger Nordmarkhalle

Wenn Gebäude reden könnten, würden sie die vielfältigsten, buntesten und verrücktesten Geschichten erzählen können. Das Leben spielt sich in den Gebäuden ab, seit Generationen und Epochen. Ob Dramen, Feste oder banaler Alltag, viele der Gebäude wahrten ihr würdiges Gesicht, während im Innern das Leben seine Spuren hinterließ.

Was geschah in Deutschland am Samstag, 9. August 1913? Der deutsche Chemiker und Unternehmer Friedrich Bergius meldete ein Verfahren zur „Kohleverflüssigung“ zum Patent an (1). Das daraus entstehende Benzin sollte später von den Nazis noch für den Betrieb von Kriegsmaschinen genutzt werden (2). Am selben Tag besuchte Kaiser Wilhelm II. die Stadt Lübeck, ob er später am selben Tag noch die Eröffnung der Nordmarkhalle in Rendsburg als städtische Viehhalle einweihte, lässt sich nicht eruieren.

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Flensburg: Stolpersteine Norderstraße 27/29

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 29. Dezember 2019 verlegte Demnig in Memmingen den 75.000sten Stolperstein.

Die beiden Stolpersteine in der Norderstraße 27/29 gedenken an Emil Löwenthal geboren am 14.06.1857 in Caseburg / Pommern. Und Johanna, geborene Loewenthal, am 05.3.1861 in Bernau/Brandenburg. Emil und Johanna Löwenthal zogen 1891 nach Flensburg.

Das Ehepaar zog in die Norderstraße, wo Emil Löwenthal das Flensburger Möbel und Warenhaus von Albert Boas übernahm, das sich in der Norderstraße 107/109 befand. 1930 zogen sie in die Norderstraße 27/29 um.

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Gebäude erzählen Geschichten: Der „Büsum-Finger“

Neuer Beitrag in unserer Reihe Gebäude erzählen Geschichten. Heute beschäftigen wir uns mit dem Hochhaus Büsum im Kur- und Badeort Büsum, direkt an der Nordseeküste im Kreis Dithmarschen gelegen. Das Gebäude, von dem die Rede ist, ist mit seiner Höhe von etwa 85 Metern das vermutlich höchste Gebäude an der deutschen Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Die Geschichte um das umstrittene Bauprojekt, das vor rund 50 Jahren fertiggestellt wurde, gleicht einer Provinzposse.

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Flensburg: Stolpersteine Große Straße 15 & Dorotheenstraße 28

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit von Hand mittels Hammer und Schlagbuchstaben eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenen Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Am 29. Dezember 2019 verlegte Demnig in Memmingen den 75.000 Stolperstein.

Am 21.11.2019 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig* in Flensburg drei Stolpersteine gesetzt. Die Initiative zu dieser Aktion ging aus von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (kurz VVN-BdA Kreisvereinigung Flensburg). Bis Ende 2014 wurden vierundzwanzig Stolpersteine in Flensburg verlegt, am 21.11.19 nun die Stolpersteine Nummer fünfundzwanzig, sechsundzwanzig und siebenundzwanzig. Zur Geschichte der Stolperstein-Aktionen in Flensburg:

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Lichter gegen die Dunkelheit: Rechtsextreme stören Online-Vortrag in der Gedenkstätte Ahrensbök

Die Gedenkstätte Ahrensbök ist eine am 8. Mai 2001 gegründete Gedenkstätte in Ahrensbök in Schleswig-Holstein. Sie liegt in einem ehemals als „wildes KZ“ genutzten Gebäude – dem einzigen, das in Schleswig-Holstein erhalten blieb. Am 27. Januar 2022 haben mutmaßlich Rechtsextreme einen Online-Vortrag in der Gedenkstätte martialisch gestört. In diesem Blogbeitrag wird über den Vorfall berichtet sowie die Frage geklärt: wie wird Mensch zum Faschisten?

Martialisch auftretende Störer versuchten am Donnerstagabend den Online-Vortrag von Prof. Jörg Wollenberg* zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu torpedieren. Die Zoom-Veranstaltung der Gedenkstätte Ahrensbök musste, wie es in einer Pressemitteilung vom 28.1.2022 hieß, zweimal unterbrochen werden.

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Flensburg: Kleine Sauermannsche Haus- und Hofgeschichte

Wer als Einwohner oder Gast Flensburg kennt, schätzt die vielen Höfe der Innenstadt. Die meisten sind schick restauriert (z. B. Rote Straße), einige wenige schäbig leer stehend. Ein nicht mehr so schicker ist der Sauermannhof am Holm. Dabei steht dieser für eine spannende Kaufmanns- und Kunst-Geschichte, die an mehreren Stellen Flensburgs spielt und über die nun hier berichtet wird.

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