Kiel: Flandernbunker goes digital – neue Digitalstrategie und 3-D-Rundgang

Der Kieler Flandernbunker präsentiert sich als ein kompakter, trutziger grauer Betonwürfel. Doch der Eindruck täuscht, … es gibt jetzt sogar einen 3-D-Rundgang

Der Flandernbunker kann seit dem 10. Mai nun auch digital besucht werden. Durch Fördermittel aus dem Programm Neustart Kultur und eine Kooperation mit Dataport konnte der Kieler Erinnerungsort in einem virtuellen 3-D-Rundgang erschlossen und zugänglich gemacht werden. Der 3-D-Rundgang ist Teil einer neuen Digitalstrategie, die der Trägerverein Mahnmal Kilian auch für seine künftige Vermittlungsarbeit auf den Weg bringt.

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Lichter gegen die Dunkelheit: Rechtsextreme stören Online-Vortrag in der Gedenkstätte Ahrensbök

Die Gedenkstätte Ahrensbök ist eine am 8. Mai 2001 gegründete Gedenkstätte in Ahrensbök in Schleswig-Holstein. Sie liegt in einem ehemals als „wildes KZ“ genutzten Gebäude – dem einzigen, das in Schleswig-Holstein erhalten blieb. Am 27. Januar 2022 haben mutmaßlich Rechtsextreme einen Online-Vortrag in der Gedenkstätte martialisch gestört. In diesem Blogbeitrag wird über den Vorfall berichtet sowie die Frage geklärt: wie wird Mensch zum Faschisten?

Martialisch auftretende Störer versuchten am Donnerstagabend den Online-Vortrag von Prof. Jörg Wollenberg* zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu torpedieren. Die Zoom-Veranstaltung der Gedenkstätte Ahrensbök musste, wie es in einer Pressemitteilung vom 28.1.2022 hieß, zweimal unterbrochen werden.

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Böse Bauten – Flensburg: Trollturm Süd

Dreizehn Zombeck-Türme sind noch in Deutschland erhalten, zwei davon in der Flensburger Nordstadt. Der südliche beim Trollseeweg wurde als Diskothek genutzt. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ ranken sich Sagen und Legenden.

Der Trollturm in der Steinstraße beim *Trollseeweg ist genau genommen ein Zombeck-Turm (offiziell: Luftschutzturm der Bauart Zombeck, umgangssprachlich auch „Rundbunker“).  Der Name beruht auf einen deutschen Hochbunkertyp aus dem Zweiten Weltkrieg. 1937 ließ der Konstrukteur Paul Zombeck den nach ihm benannten Rundturmtyp patentieren. Doch das ist nicht die ganze Geschichte, über den Straßennamen „Trollseeweg“ rankt sich eine Legende (mehr dazu weiter unten).

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Böse Bauten: Das KZ-Außenlager Ladelund

Heute vor 77 Jahren, am 16. Dezember 1944, wurde das KZ-Außenlager Ladelund, nahe der deutsch-dänischen Grenze aufgelöst.
Der Bau des „Friesenwalls“ wurde durch die veränderte militärische Lage vollends sinnlos. Das Lager in Ladelund wurde aufgelöst und die überlebenden Häftlinge wurden nach Neuengamme zurückgebracht. Innerhalb der anderthalb Monate, in denen es bestand, starben 300 von über 2.000 Häftlingen.

Das KZ-Außenlager Ladelund, 20 km nordöstlich von Niebüll an der deutsch-dänischen Grenze gelegen, wurde am 1. November 1944 als Außenlagerdes Konzentrationslagers Neuengamme im Zusammenhang mit dem Bau des so genannten Friesenwalls mit Häftlingen belegt. Der Friesenwall war eine geplante, aber nur teilweise ausgeführte Wehranlage, die an der deutschen Nordseeküste gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erstellt werden sollte.

Das Konzentrationslager bei Ladelund war hierbei für die Errichtung von Schützengräben und Geschützstellungen einer militärisch sinnlosen „Riegelstellung“ südlich der dänischen Grenze zuständig. Am 16. Dezember 1944 wurde das Lager aufgelöst. Innerhalb der anderthalb Monate, in denen es bestand, starben 300 von über 2.000 Häftlingen.

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Böse Bauten: Der Flandernbunker in Kiel

Der Kieler Flandernbunker präsentiert sich als ein kompakter, trutziger grauer Betonwürfel. Doch der Eindruck täuscht, …

Er wurde in den Kriegsjahren 1942 und 1943 erbaut und findet sich am Nordende des Hindenburgufers im Kieler Stadtteil Wik: der Flandernbunker. Gegenüber den Bunker liegt das Haupttor zum Tirpitzhafen. Im Flandernbunker war die Flugabwehr- und Notkommando-Zentrale Kiels untergebracht. Die Geschichte des Gebäudes ist spannend …

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Böse Bauten: Das KZ-Außenlager Husum-Schwesing: „Hier wird Leben ausgerottet“

„Was die deutschen Bürger täglich sahen: Der Zug (hält) an. Der Konvoi ist am Zielort eingetroffen. Mal steigen wir am Husumer Bahnhof aus, mal an einer Nebenstation, häufig genug mitten in der freien Natur. Hier sind die Häftlinge, die wieder und wieder gezählt werden, das Objekt ungerechtfertigter Brutalitäten.

Es gibt Ereignisse aus der Zeit des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein, über die muss immer wieder berichtet werden, auch – und gerade weil – diese über 77 Jahre zurückliegen. Den Verfasser haben folgende Beschreibungen sehr bewegt: Es geht um den Marsch von Häftlingen des KZ Husum-Schwesing durch die Husumer Innenstadt.

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