Nordstrand: 100 Jahre Rungholtforschung mit Jubiliäum 100+1 im Jahre 2022

Der Heimatforscher Andreas Busch ist am Pfingstmontag im Mai 1921 erstmals zu einer Fahrt von Nordstrand nach Südfall aufgebrochen.  Mit Pferd und Wagen und in Begleitung seiner Familie und des Journalisten Felix Schmeißer wollte er nach den Spuren des alten Hafenortes suchen, der in den Fluten der „ersten Mandränke“ (1362) untergegangen ist.

Dieser Fahrt von Andreas Busch sollten dann durch ihn in den nächsten 50 Jahren noch viele weitere Begehungen des Gebietes erfolgen, um mit Kompass, Maßband, Skizzenblock und Fotoapparat Kulturspuren im Watt, alte Warften, Brunnenreste und Schleusenartefakte dazu zu bringen, ihre Geschichte zu erzählen.

Diese Exkursion im Mai 1921 gilt als der Beginn der wissenschaftlichen Erforschung des Rungholtthemas und hat heute über die Landesgrenzen hinaus ein deutschlandweites Interesse wachgerufen.

Der Nordstrander Heimatverein hat die Federführung bei der Gestaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten zu diesem Anlass übernommen. Das  Festprogramm wurde vom Veranstalter aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf das Jahr 2022 verschoben, dass dann unter  Rungholtjubiläum „100+1“ begangen wird.

Weitere Informationen: www.heimatverein-nordstrand.de und www.nordstrand.de

Übrigens: Busch ging von 1890 bis 1899 auf die Nordstrander Volksschule, die anfangs einklassig, danach zweiklassig geführt wurde. Bereits während dieser Zeit erstellte er gerne Landkarten. Seine mangelnde Schulbildung verwehrte ihm jedoch, den Berufswunsch des Landmessers auszuüben. Stattdessen arbeitete er als Landwirt.

Bei der Würdigung seines Schaffens ist zu berücksichtigen, dass seine Schulbildung gering war. 1963 erhielt er die Universitätsmedaille der Universität Kiel.

Foto: Ein Modell des Ortes Rungholt (C) Inselarchiv Nordstrand

Beitragsfoto: Der Gedenkstein zu Andreas Busch (C) Inselarchiv Nordstrand

Autor: Willi Schewski

Fotograf. Blogger. Autor. Fotojournalist

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