Einzigartige Naturerlebnisse an der Nordsee: Auf dem Bohlenweg zur Küste

Ein verwunschener Bohlenweg auf Amrum führt durch Dünen und Heide ans Meer. Eine Landschaft im ewigen Wandel, geprägt von Wind und Wellen. Spüren Sie die Melancholie vergangener Sommer und lassen Sie sich den Kopf freipusten im strammen Nordseewind. Tanken Sie Kraft für Körper und Geist an diesem wunderbaren Ort am Meer. Erfahren Sie mehr über diese einzigartige Natur bei einer geführten Exkursion

»Amrum ist der Fleck Erde, der mir vermittelt, dass ich zu Hause bin.« Hark Bohm. Es duftet nach Kiefernharz und riecht nach Sandstaub. Der Bohlenweg führt von Norddorf in die Heide, durch die Dünen und schließlich führt dieser verwunschene Weg auch ans Meer. Wer weiß schon, dass dieses Meer aus Sand einst dem Meer da draußen entstiegen ist. Dies noch immer tut:

Wind und Wellen schaffen ran, was die Strömungen vor Amrum ablegen und sich als der gewaltige Kniepsand im Süden und Westen um diese Insel schmiegt. Eine Landschaft im ewigen Wandel also und die einzige Konstante ist die Veränderung.

Hier am Rand, wo das vermeintlich Feste aufhört und das Regime der Nordsee übernimmt. Wo der Wind die Stämme der knorrigen Bäume in den Dünen zu Skulpturen verbiegt, wo der Wind den Sand prasseln lässt und wo er am Heidekraut zupft.

Heide – Dünen – Meer; was für eine schöne Komposition der Nordsee-Natur. Man spürt die Melancholie eines vergangenen Sommers, sieht das üppige sich Aufbäumen der Natur im Herbst auch in satten Farben (denen der Beeren und der Heide), ahnt bereits die nahende dunkle Jahreszeit mit rasenden Wolken und manchmal schon mit tobender Brandung, mit nebelnassen Spinnennetzen am Morgen.

Buch-Tipp: Amrum: Roman | Ein leuchtender Roman über die letzten Kriegsmonate und eine Freundschaft, die alle Gräben überwindet (1)

Der Weg durch die Heide und Dünen also, und der ausschließlich auf genehmigtem Weg, man sitzt dann vielleicht im Windschatten der Dünen und genießt die letzten wärmenden Sonnenstrahlen oder sitzt oben drauf auf hohem Hügel über der See und lässt sich den Kopf freipusten im strammen Wind.

Schaut hin und hört zu, spürt die vielfältige Natur mit allen Sinnen und fühlt sich wohl. Die Zeit dazu wird man mitgebracht haben, und die Muße dafür längst gefunden. Man möchte ausruhen und genießen, man kann ganz gut Kraft tanken für Körper und Geist an solchen Orten. Wer an die Nordsee fährt, möchte auch das Meer sehen – hier ist es schon:

Plötzlich steht man nach Spaziergang und dem Sich-Treiben-Lassen also am Rand und blickt von den Übergängen der Dünen auf den Sand. Bei der Himmelsleiter im Norden bei Norddorf ist das im wahren Wortsinn erhaben – beim Blick auf die Brandung und den Strand, der riesig ist und wie aus dem Bilderbuch.

Eine wunderbare Landschaft am Meer, zum Kucken und zum Genießen. Oder weiter im Süden, wie beispielsweise nahe Wittdün, muss man mitunter noch einen anderthalb Kilometer langen Gang durch den Sand drauf legen. Wer mehr von der Natur lernen möchte, kann sich einer geführten Exkursion anschließen.

Quellen / Weiterführende Informationen

(1) »Amrum ist der Fleck Erde, der mir vermittelt, dass ich zu Hause bin.« Hark Bohm. Zwischen Austernfischern und Regenpfeifern ist Nanning zu Hause: Amrum, die wilde Nordseeinsel mit ihren Sandbänken und den leuchtenden Heidekrautfeldern ist alles, was er kennt. Doch der Krieg geht auch an der kleinen Inselgemeinde nicht spurlos vorbei.

Lebensmittel sind knapp, und solange der Vater nicht bei ihnen ist, muss Nanning sich um die hochschwangere Mutter und seine kleinen Geschwister kümmern. In den letzten Kriegsmonaten machen Nanning und sein bester Freund Hermann ein Spiel daraus, der kargen Natur Nahrung abzutrotzen: Sie jagen Kaninchen, treten Schollen und tauschen ihre Beute gegen das Notwendigste. Bis die Nachricht von Hitlers Tod die Inselgemeinde erreicht und die Gewissheit alter Ordnungen endgültig ins Wanken bringt.

Amrum“ erzählt voll wilder Schönheit davon, was Herkunft bedeutet, was sie aus einem macht – wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen.

Hark Bohm wurde 1939 in Hamburg geboren und verlebte seine Kindheit auf Amrum. Er ist einer der bekanntesten Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten Deutschlands. Zu seinen größten Erfolgen zählen u. a. Nordsee ist MordseeYasemin und Aus dem Nichts, für dessen Drehbuch er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Amrum ist sein erster Roman, den er gemeinsam mit Philipp Winkler schrieb.

Philipp Winkler, 1986 geboren, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Sein Debütroman Hool wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und stand auf der Shortlist für den Detuschen Buchpreis. Heute lebt und arbeitet er als freier Autor auf dem Niedersächsischen Land. 

Verlagsinformation: Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Hardcover (25. April 2024). Das Buch erscheint 2024, es kann in jeder Buchhandlung Ihres Vertrauens stationär vorbestellt werden – oder hier online.

Ideen und Vorschläge für Rundwanderungen auf Amrum, siehe:  https://www.amrum.de/rad-wandertouren

Beitragsbild von David Emrich auf Unsplash

Autor: Willi Schewski

Freier Presse- & Agenturfotograf, Videojournalist & Blogger. Was? #Geschichte #Psychohistorie #News. Wo? #SchleswigHolstein, #Hamburg (und den Rest der Welt)

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