Schleswig-Holsteins Geschichte(n) auf der Spur: Märchenhafte Schlösser und stattliche Herrenhäuser (2/3)

Im Binnenland des echten Nordens können sich Geschichts-Interessierte auf eine historische Reise begeben. In wunderschönen Schlössern, stattlichen Herrenhäusern und imposanten Gütern residierten und regierten in den vergangenen Jahrhunderten Herzöge, Grafen, Fürsten und ab und zu auch Könige. Viele der Anwesen öffnen heute ihre Tore für Besucher, die eingeladen sind, auf den Spuren der einstigen Bewohner zu wandeln. Der zweite Teil unserer dreiteiligen Reihe, in der es auch wieder einige Anekdoten zu erzählen gibt, beginnt auf dem Gut Steinweh,  in Bovenau, idyllisch gelegen nahe am Nord-Ostsee-Kanal.

Frische Früchte auf Gut Steinwehr

Zwischen Rendsburg und Kiel, direkt am Nord-Ostsee-Kanal, liegt das Gut Steinwehr. Seit Jahrzehnten werden hier Erdbeeren und Himbeeren angebaut, aber auch Kirschen, Johannisbeeren, Brombeeren und Aroniabeeren sind auf den Plantagen zu finden.  Erstmalig erwähnt wurde Steinwehr im Jahr 1762. Aus dem Jahr 1932 stammt das Herrenhaus. Seit den 80er Jahren hat der Obstanbau auf Gut Steinwehr Tradition. Für besondere Anlässe kann der Festsaal angemietet werden.

Für weitere Informationen zu den Öffnungszeiten und Veranstaltungen besuchen Sie die Internetseite: www.himbeerhof-steinwehr.de sowie bei Instagram.

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Caspar-von-Saldern-Haus als Kulturhochburg

Das  Caspar-von-Saldern-Haus wurde 1746 erbaut und ist das älteste Baudenkmal Neumünsters. Caspar von Saldern (1711-1786) wurde als Spross einer holsteinischen Bauern- und Beamtenfamilie in Apenrade geboren und gehörte zu den wenigen bürgerlichen Aufsteigern, die es im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zum Adelstitel brachten. Das Caspar-von-Saldern-Haus bietet heute feste Kulturangebote an. 

Das Caspar-von-Saldern-Haus in Neumünster ist ein geschichtsträchtiges Gebäude, das seit seiner Erbauung im Jahr 1746 viele Geschichten und Anekdoten erlebt hat. Lesen sie hier bei Instagram:

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Eutiner Schloss: Imposantes Bauwerk mit bewegter Geschichte

Imposanter geht es kaum: Die vierflügelige Anlage des  Eutiner Schlosses, von außen norddeutsch-backsteinern, südländisch anmutendem Innenhof mit Brunnen und Wassergraben, liegt am Großen Eutiner See und ist umgeben von einem Landschaftsgarten.

Die spätere Zarin Katharina die Große berichtete vom Leben im Schloss, wo sie ihren Ehemann, Prinz Karl Peter Ulrich von Holstein-Gottorf, später Zar Peter, kennenlernte. Im ausgehenden 18. Jahrhundert weilten Goethe-Maler Tischbein und der Homer-Übersetzer Voss im Schloss. Heute ist das Schloss ein Museum.

Auch hierzu gibt es Anekdoten, jetzt lesen bei Instagram (es lohnt sich den Kanal zu abonnieren!):

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Plöner Schlossgebiet: Idyllische Natur und bewegte Geschichte

In idyllischer Natur und direkt am Großen Plöner See gelegen, ist das Plöner Schlossgebiet eine der schönsten Schlossanlagen im Norden. Zentrum ist das  Plöner Schloss (siehe Beitragsbild oben). Der Plöner Herzog Joachim Ernst ließ während des Dreißigjährigen Krieges an der Stelle der alten, nutzlos gewordenen Burg ein Backsteinschloss errichten.

Seinen weißen Anstrich erhielt das Schloss im 18. Jahrhundert. Heute gilt das Schloss als Wahrzeichen Plöns und beherbergt eine Bildungsstätte. Seine bewegende Geschichte können Interessierte bei einer Führung durch die historischen Räume erfahren.

Prinzenhaus zu Plön: Rokokojuwel mit amüsanten Anekdoten

Das  Prinzenhaus zu Plön, auch genannt die Perle des Rokokos, ist eines der bedeutendsten Rokokogebäude Norddeutschlands. Im von 1730 bis 1748 angelegten Barockgarten des Schlosses wurde ein Pavillon – das Prinzenhaus – errichtet, der als Gartenschlösschen für Herzog Friedrich Carl diente.“

Wer mehr in die Vergangenheit eintauchen möchte, erfährt bei Führungen amüsante Alltagsanekdoten ihrer einstigen Bewohner. Besonders stimmungsvoll wird es bei einer geführten abendlichen Fackelwanderung.

Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Anekdoten und Geschichten um das Prinzenhaus ranken. Eine der bekanntesten Anekdoten handelt von dem Herzog Friedrich Carl selbst, hier lesen:

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Stadthauptmannshof: Zeitzeuge herzoglicher Geschichte Möllns

Die herzogliche Geschichte Möllns ist auf die von 1359 bis 1683 regierenden lauenburgischen Herzöge zurückzuführen. Der  Stadthauptmannshof ist der Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Es handelt sich um ein Gebäudeensemble, das zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert entstanden ist. Im Stadthauptmannshaus findet sich der Ritter- und Festsaal. Im historischen Rathaus ein Museum.

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Lauenburger Schlossturm: Zeitzeuge einer bewegten Geschichte

Das Lauenburger Land ist besonders durch den Herzog Heinrich der Löwe geprägt, denn dieser steht mit wesentlichen Ereignissen, wie zum Beispiel der Salinenförderung, in Verbindung.

Des Weiteren bildet der Bau der Feste Lavenburg 1182 in  Lauenburg durch den Herzog Bernhard von Askanien ein wichtiges historisches Ereignis. Eines der ältesten Bauwerke ist der  Lauenburger Schlossturm, welcher noch heute besichtigt werden kann.

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Foto von Philippe Oursel auf Unsplash

Ratzeburg: Stadt der Herzöge

Die Verbindung zwischen Ratzeburg und den Herzögen ist bereits im Stadtnamen wiederzufinden. Ein slawischer Fürst namens Ratibor ist demnach der Namensgeber der Burg sowie der späteren Stadt.

Des Weiteren ist Ratzeburg durch den Herzog Heinrich der Löwe stark geprägt – er gab den Bau des  Ratzeburger Doms in Auftrag. Noch heute kann man das Wappentier des welfischen Herzogs vor dem Dom in Augenschein nehmen. 

Herrenhaus Seedorf: Ein klassizistisches Juwel

Das  Herrenhaus in Seedorf entstand 1697. Um 1750 wurde das Gebäude am Seedorfer See erweitert. Seinen endgültigen Zustand erhielt das klassizistische Bauwerk ab dem Jahr 1892. Im Gewölbekeller befindet sich eine vollwertige Gastronomie.

Das Herrenhaus Seedorf ist ein faszinierendes Bauwerk mit einer langen und bewegten Geschichte. Es ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein Ort mit vielen spannenden Geschichten. Hier sind einige weitere spannende Fakten über das Herrenhaus Seedorf:

  • Das Herrenhaus wurde von der Familie Blome erbaut, die im 16. und 17. Jahrhundert zu den einflussreichsten Familien in Schleswig-Holstein gehörte.
  • Das Herrenhaus war ein Ort für Feste und Feierlichkeiten, aber auch für die Verwaltung der Blomeschen Besitztümer.
  • Im 19. Jahrhundert wurde das Herrenhaus von der Familie von Goeben erworben, die es bis heute besitzt.
  • Das Herrenhaus ist ein beliebter Veranstaltungsort für Hochzeiten, Konzerte und andere Events.

Hier sind noch einige weitere Details, die das Herrenhaus Seedorf besonders spannend machen:

  • Das Herrenhaus ist mit einer Vielzahl von Stuckarbeiten und Gemälden verziert. Diese Kunstwerke sind Zeugnisse der Kunstgeschichte und geben einen Einblick in die Lebenswelt der früheren Bewohner des Herrenhauses.
  • Das Herrenhaus ist umgeben von einem weitläufigen Park mit alten Bäumen und Teichen. Der Park ist ein beliebtes Ausflugsziel und bietet einen schönen Ort zum Entspannen und Genießen.

Das Herrenhaus Seedorf ist ein Ort mit Geschichte, Kultur und Natur. Es ist ein Ort, der zum Entdecken und Staunen einlädt.

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Soweit der zweite Teil unserer Reise durch Schleswig-Holsteins Geschichte(n). Der dritte Teil folgt demnächst in diesem Theater, und dass sei versprochen: wieder mit einigen Anekdoten. Hier zum Nachlesen der erste Teil.

Quellen / Weiterführende Informationen

Textquellen: TASH und eigene Recherchen

Beitragsbild: Philippe Oursel auf Unsplash

Autor: Willi Schewski

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